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Lernfaktoren

Inhaltsverzeichnis


  1. Motivation und Selbstvertrauen

  2. Konzentration und Entspannung

  3. Konzentrations- und Lernprobleme


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  1. Gedächtnis & Lernen - Inhaltsverzeichnis
Frau sprengt Ketten


Siehe auch: Die 7 Mnemotechnischen Mentalfaktoren




Motivation und Selbstvertrauen

Siehe auch: Medienverzeichnis - Motivation | Zeit- und Selbstmanagement


Die Tagesverfassung und auch das emotionelle Befinden haben Auswirkungen auf das Lernen, besonders beim abspeichern des gelernten im Langzeitgedächtnis.


Das wichtigste beim Lernen ist zunächst einmal die Motiavtion (der Wille) – man braucht ein klares Ziel das man erreichen möchte. Abhängig von der Tagesverfassung schwankt die Motivation und verleiht einem die entsprechende Ausdauer und Stärke beim durchhalten – auch die bisher gemachten Erfahrungen beim Erreichen von Zielen, kommen dann zum tragen (wieviel ist man bereit zum erreichen seiner Ziele einzusetzen, wann gibt man auf, erwartet man den Erfolg?).

Häufig hindert einen die meist unbewusste negative Einstellung zum Wollen (hat die Mühe einen Sinn, wozu brauche ich das, will ich das überhaupt lernen) am Erfolg. Das kann daran liegen das dass Ziel verschwommen ist, nicht deutlich genug formuliert wurde oder unerreichbar scheint.

Aber auch wenn man das Ziel klar vor Augen hat, kann die Motivation beim Lernen niedrig sein - das kann u.a. am fehlenden Interesse des gerade gelernten liegen. Um die Neugierde in so einer Situation wieder zu wecken, kann man sich bspw. Anwendungsgebiete überlegen, sich den Lernstoff möglichst bildhaft vorstellen (siehe auch: Visualisieren), sich ein Symbol ausdenken, oder (auch lustige) Assoziationen zu bereits bekanntem Wissen herstellen ... usw.


Sobald einem das Ziel klar und die Neugierde geweckt ist, Motivation und Interesse also vorhanden sind, hat der Lernerfolg praktisch freie Bahn. Durch die Lernbereitschaft ist man seelisch und körperlich aktiviert und ganz aufs Lernen eingestellt. Dieses Gefühl kann eigentlich nur noch durch ein gesundes Selbstvertrauen verstärkt werden - die Zuversicht zu den eigenen Fähigkeiten und die Erfolgserwartung beflügeln die Kräfte zusätzlich!



Der Wille ist ausdauernder und stärker, wenn ...



Tipp: Sich in Sichtweite der Lernumgebung aufmunternde Sprüche (wie „Was ich will das schaffe ich auch“ oder „Ich erreiche mein Ziel“, …) aufzuhängen, kann zusätzliche Motivation schaffen.



Belohnungen

Das Lernen sollte keine Strafe oder ein "Muss" sein, sondern mit einem erstrebenswerten Ziel verbunden werden. So macht es einen großen Unterschied ob man aus Angst vor Misserfolg lernt (dem befürchten einer schlechten Note) oder aus Hoffnunfg auf Erfolg lernt (dem herbeisehen einer guten Note) – zwei grundlegend verschiedene Motivationsstrategien die auf verschiedenen Zielvorstellungen beruhen.

Nach dem Motto „Nach dem Lernen gönne ich mir eine Belohnung“, kann der Prozess des Lernens zu einer positiven Erfahrung gemacht werden auf die man sich richtiggehend freut und so positiv verstärkt wird. Bei der Art der Belohnung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, sie kann so unterschiedlich sein wie auch die Menschen selbst.

Für Zwischenschritte sollte man sich mit leicht erreichbaren Dingen belohnen, die nicht zu fern liegen: einem Spaziergang, das treffen von Freunden, Musik hören, ein neues Rezept ausprobieren, eine Jause mit Kaffee und Kuchen oder einfach ein warmer Tee. Was auch immer es ist auf das man sich freuen kann, wird so zu einer Belohnung auf die man mehr genießt als man vielleicht dachte. Aber Achtung, die Belohnung mit Essen sollte nicht zur Gewohnheit werden – warum kann sich jeder denken.


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Konzentration und Entspannung

Denkende Frau


Konzentration (vom lat. concentra, „zusammen zum Mittelpunkt“) bezeichnet eine willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder auch das Lösen einer gestellten Aufgabe. Weil die Konzentration geistige Anstrengung erfordert und mit der Zeit nach lässt, versteht man unter Konzentration auch das relativ lange andauernde Aufrechterhalten eines Aufmerksamkeitsniveaus.

Fokussierung bezeichnet das beachten des momentan ausgeübten oder empfundenen, ggf. auch des kommenden, für eine gewisse Zeit.


Häufig treten Konzentrationsprobleme dann auf, wenn die Inhalte mit denen man sich beschäftigen muss einen nicht interessieren (bspw. weil diese weder im Berufs- noch im Privatleben nutzbar erscheinen).

Manchmal genügt zum aufwärmen oder zum besseren „umschalten“ zwischen Lerninhalten eine Konzentrationsübung. Eine kurze Konzentrationsübung nach einer Entspannungsphase ist ideal, wenn man eine längere Lernphase (bspw. am Abend) einleiten will. Aber auch dann: Immer an die Pausen denken!



Die Konzentrationsfähigkeit wird (wechselwirkend) unter anderem beeinflusst durch die:



Die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert durch:



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Tipps um Konzentrationsfähigkeit aufrechtzuerhalten bzw. zu fördern


Arbeitsplatz und Lernzeiten festlegen

Siehe auch: Zeitrahmen

Fähigkeiten abschätzen

Die Ziele sollten realistisch und erreichbar sein, wozu man die eigenen Stärken und Schwächen kennen muss – unrealistische Ziele setzen einen nur unter Druck. Ziele die kaum erreicht werden können führen, im schlimmsten Fall, zu anhaltender Enttäuschung und Frustration.

Ablenkungen und Störfaktoren beseitigen

Arbeits- und Erholungsphasen trennen

Das Problem kennt vmtl. jeder – sobald ein schwieriger Stoff gelernt werden soll, fällt einem plötzlich ein das der Schreibtisch oder die Wohnung geputzt werden sollte.

Abhilfe kann man schaffen, indem der Lernstoff in überschaubare und sinnvolle Teilaufgaben gegliedert wird und diese dann in festgelegten Zeiteinheiten zu bestimmten Zeiten erledigt werden. Eine Belohnung für ein erfolgreiches Abarbeiten einer Teilaufgabe hilft, die Motivation aufrecht zu erhalten.

Schritt für Schritt

Immer nur einer Aufgabe bewusst widmen, diese erledigen bzw. unterbrechen und erst dann mit der nächsten Aufgabe beginnen.

Stoffgebiete wechseln

Weil das Gehirn die Abwechslung bevorzugt, sollte auf einen Stoff ein völlig andersartiges Thema folgen – bspw. zuerst Mathematik und dann Geschichte.

So bleibt die Konzentrationsfähigkeit stabiler und man wird nicht so schnell müde! (Pausen sind trotzdem notwendig).

Siehe auch: Schachbrett-Lernen | Wiederholungen

Pausen genießen

Erholungsphasen sind für ein kontinuierliches Konzentrieren und Lernen unabdingbar. Die Arbeitspausen sollten unbeschwert und frei von Gedanken an Pflichten genoßen werden.

Siehe auch: Zeitrahmen


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Entspannungstechniken

Übungen zur Entspannung sind vor dem Einstieg in eine Lernphase generell empfehlenswert, aber auch um nach einer vorhergehenden Lernphase den Kopf für eine neue Phase vorzubereiten.

Der entspannte Zustand während der Pausen, bereitet unser Gehirn so darauf vor neue Informationen aufzunehmen und ist damit genauso wichtig wie das Lernen selbst.


Autogenes Training

Autogenes Training (AT), zusammengesetzt aus griech. auto für „ursprünglich, selbsttätig“ und lat. genero für „erzeugen, hervorbringen“, ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik, die vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt wurde. 1926 wurde die Methode erstmals vorgestellt und 1932 in seinem Buch „Das autogene Training“ publiziert.

Autogen ist bei der Technik genau genommen nicht das Training, sondern die Entspannung: Der Begriff ist eigentlich eine Verkürzung von „Training für autogene Entspannung“. In seiner Bedeutung meint der Begriff also die für von innen heraus erzeugte Entspannung durch Training, im Gegensatz zu der von außen erwirkten Entspannung.

--> Autogenes Training (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Meditation

Meditation, von lateinisch meditatio zu meditari für „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, von griechisch medomai für „denken, sinnen“, ist eine von vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis, bei sich der Geist durch Achtsamkeits- bzw. Konzentrationsübungen beruhigen und sammeln soll. In vielen östlichen Kulturen, hat die Meditation eine Stellung als grundlegende und zentrale, bewusstseinserweiternde Übung. Je nach Tradition, werden die dabei angestrebten Bewusstseinszustände unterschiedlich und häufig mit Begriffen wie Einssein, im Hier und Jetzt sein, frei von Gedanken sein, Stille, Leere oder Panorama-Bewusstheit beschrieben.

--> Meditation (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Progressive Muskelentspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson, soll durch dass bewusste Anspannen und die folgende Entspannung einzelner Muskelgruppen, ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden.

Die einzelnen Muskelpartien werden dabei zunächst nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge angespannt, die Muskelspannung kurz gehalten und anschließend gelöst. Es gilt sich dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung sowie die Empfindungen welche mit den unterschiedlichen Zuständen einhergehen zu konzentrieren.

--> Progressive Muskelentspannung (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Qigong

Qigong oder Chigong, ist eine chinesische Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform die der Kultivierung von Körper und Geist dient, wobei auch Kampfkunst-Übungen darunter verstanden werden. Diese Praxis der Gesundheitsvorsorge, hat in der Geschichte Chinas schon immer eine große Rolle gespielt, wurde aber auch für religiös-geistige Zwecke (vor allem im Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus) eingesetzt und in den Klöstern überliefert.

--> Qigong (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Qigong-Kugel / Klangkugel

Die Qi-Gong-Kugel ist eine hohle Metallkugel mit einem Durchmesser von durchschnittlich ca. 40-50 mm, die eingebaute Klangelemente (Innenkugeln) im Inneren hat, die bei Erschütterung einen angenehmen Klang erzeugen.

Der chinesischen Tradition zugfolge, sollen die Kugeln das Gleichgewicht von Yin und Yang im eigenen Körper wiederherstellen und außerdem die Akupunkturpunkte / Reflexzonen der Hand stimulieren / aktivieren. So sollen Blockaden im Qi-Fluss des Körpers gelöst und dadurch auch eine Besserung chronischer Krankheiten erreicht werden.

--> Qigong-Kugel / Klangkugel (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Tagschlaf

Tagschlaf bezeichnet eine kurze Schlafphase außerhalb der nächtlichen Hauptschlafphase, die in Form des Mittagsschlafess am bekanntesten ist. Andere umgangssprachliche Bezeichnungen sind bspw. Dösen, Nickerchen oder Schläfchen.

Um für eine ausreichende Regeneration des Großhirn zu sorgen, dabei aber Schlaftrunkenheit zu vermeiden, sollte ein Kurzschlaf vor dem Eintritt in den Tiefschlaf (SWS – Slow Wave Sleep) beendet werden. Den Schlafforschern zufolge, erhöht sich durch den kurzen Tagschlaf die Konzentrations-, Leistungs- sowie Reaktionsfähigkeit.

Taijiquan (Tai-Chi)

Taijiquan ist eine im Kaiserreich China entwickelte Kampfkunst. Sie wird heutzutage weltweit von mehreren Millionen Menschen praktiziert und zählt damit zu den am häufigsten geübten Kampfkünsten. Einzelne Bewegungsabläufe (sogenannte Formen) aus dem Taijiquan, werden in der Volksrepublik China als Volkssport praktiziert.

Ursprünglich ist Taijiquan eine innere Kampfkunst (Pinyin: Nèijiaquán, kurz: neijia) für den bewaffneten bzw. unbewaffneten Nahkampf. Erst in jüngerer Zeit wird es meist als System einer Bewegungslehre oder der Gymnastik betrachtet, dass Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Meditation positiv beeinflussen kann. In diesem Licht tritt der ursprüngliche Aspekt der Kampfkunst immer weiter in den Hintergrund oder verschwindet bisweilen ganz.

--> Taijiquan (Beschreibung) | Medienverzeichnis

Yoga

Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Die Wurzeln der Yoga-Philosophie liegen daher im Hinduismus und Teilen des Buddhismus. In diesen wird das Individuum als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers betrachtet. Der Wagen symbolisiert den Körper, der Kutscher den Verstand, seine fünf Pferde die fünf Sinnesorgane und der Fahrgast die Seele - das Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.

Yoga umfasst eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen. Meditativere Formen des Yoga haben ihren Schwerpunkt in der geistigen Konzentration, während andere mehr auf körperlichen Übungen und Positionen (Asanas) sowie Atemübungen (Pranayama) beruhen. Andere Richtungen betonen vor allem die Askese.

--> Yoga (Beschreibung) | Medienverzeichnis


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Konzentrations- und Lernprobleme

Siehe auch: Medienverzeichnis - Motivation | Zeit- und Selbstmanagement

Wenn die Pausen immer länger werden als eingeplant, es schwer fällt nach der Pause wieder mit dem Lernen bzw. Wiederholen zu beginnen oder man es einfach nicht schafft sich konzentrieren, kann das verschiedene Ursachen haben …


Ursachen




Die Merkfähigkeit wird gesteigert / das Lernen wird erleichtert ...

Das Gehirn braucht meist eine gewisse Zeit, bis es sich auf das Lernen eingestellt hat. Daher ist es empfehlenswert mit leichteren Aufgaben oder mit dem Wiederholen von bereits bekanntem Lernstoff zu beginnen.

Auch Teilerfolge erhöhen die Motivation und fördern so die Bereitschaft zum Weiterlernen: Daher besser keine großen "Brocken" lernen, sondern den Lernstoff in kleinere Happen aufteilen (bspw. durch das nutzen von Kapitelüberschriften und Inhaltsangaben)Siehe auch: Lernmethoden


Die Merkfähigkeit wird gesteigert / das Lernen wird erleichtert ...


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