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Lernmethoden und
Lernhilfen

Inhaltsverzeichnis


  1. Assoziogramm
  2. Brainstorming - Einleitung


  1. Lerntechniken - Inhaltsverzeichnis




Assoziogramm

Siehe auch: Mind-Map

Ein Assoziogramm ist eine visualisierte Sammlung von Wörtern (angeordnet in verschiedenen Formen) welche um einen zentralen Begriff niedergeschrieben werden. Es soll den Einstieg in das Thema erleichtern und kann zum Lernen genutzt werden.

Die Grundform des Assoziogramms ist der so genannte Wortigel - dazu wird in der Mitte der Zeichenfläche ein Oval bzw. Kreis gezeichnet, in dem der Zentrale Begriff notiert wird. Als nächstes werden spontan zum diesem Begriff assoziierte Begriffe rund um den Kreis mit dem zentralen Begriff notiert und jeweils mit einer Linie mit dem Kreis verbunden.

Ein Assoziogramm wird häufig als Lernhilfe zum Erlernen von Fremdsprachen verwendet (indem zu einem zentralen Begriff weitere Begriffe in der jeweiligen Sprache assoziiert werden), oder auch zum Sammeln von Aspekten bzw. Argumenten bei der Einführung in ein Thema.


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Brainstorming


Brainstorming

Einleitung

Brainstorming ist eine 1939 von Alex F. Osborn erfundene und von Charles Hutchison Clark weiterentwickelte Methode der Ideenfindung, die bei einer Gruppe von Menschen die Entwicklung neuer und alternativer Ideen fördern soll. Der Name „Brainstorming“ basiert auf der Grundidee dieser Methode: „using the brain to storm a problem(wörtlich: Das Gehirn nutzen um ein Problem zu stürmen).


Die Brauchbarkeit der mittels Brainstorming gefundenen Ideen, hängt wesentlich von der Vertrautheit der Teilnehmer mit dem jeweiligem Problemgebiet ab - Interessen und Allgemeinbildung sind ebenfalls vorteilhaft. Beim Brainstorming kann es auch manchmal hilfreich sein, sogenannte „Outsider“ in das Treffen miteinzubeziehen, da Mitglieder innerhalb einer Organisation zu sehr in bestimmten Strukturen denken und sich oft bei der Ideenfindung blockieren. Leute von außerhalb können Denkprozesse beschleunigen und positiv beeinflussen.

Brainstorming wird manchmal auch nur deshalb genutzt, um möglichst viele Personen an einer Problemlösung zu beteiligen (daher aus betriebspolitischen Gründen) - in einem solchen Fall spielt die Effektivität keine entscheidende Rolle. Geübt kreative Menschen sind in der Lage sich innerhalb einer Brainstorming-Sitzung gegenseitig zu inspirieren. Streng ergebnisorientiert eingesetzt und auch nur von geeigneten Personen ausgeführt, kann Brainstorming sehr schnell zu guten Egebnissen führen, welche wiederum weitere Arbeitsschritte nach sich ziehen.

Siehe auch: Medienverzeichnis Kreativität


Einsatzgebiete

Bevorzugt findet dieses Verfahren Anwendung im Bereich der Werbung, mehr oder weniger erfolgreich aber auch bei vielen anderen zu lösenden Aufgaben wie bspw. bei der Produktentwicklung oder dem Konstruieren neuer technischer Geräte.

Ergebnisse eines Brainstormings können für weitere Arbeitsschritte genutzt werden oder, im Falle einer ergebnislosen Zusammenkunft, auch als kreative Lockerungsübung gesehen werden.


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Praktische Anwendung


Vorbereitung

Eine Gruppe bestehend aus 5-7 Personen (je nach Problemstellung Experten/Mitarbeiter oder Laien), wird von der Gruppenleitung mithilfe vorbereiteten Anschauungsmaterials, in das Problem eingeführt – dieses wird dabei analysiert und präzisiert und die Gruppe darüber informiert, ob es sich um ein moderiertes oder nichtmoderiertes Brainstorming handelt (ggf. wird ein Protokollschreiber bestimmt).

Frage- bzw. Aufgabenstellung sollten dabei weder zu weitläufig und allgemein gehalten sein (bspw. "Wie können wir die Welt ändern"?) noch zu beschränkt bzw. spezifisch sein (wie "Welche Schraube eignet sich zur Befestigung am besten"?).


Beim Brainstorming gelten 4 grundsätzliche Regeln:

  1. Aufgreifen und Kombinieren von geäußerten Ideen
  2. Kommentare, Korrekturen und Kritik sind unerwünscht
  3. Möglichst viele Ideen in kurzer Zeit (innerhalb von ca. 5-30 min)
  4. Freie Assoziationen und Phantasien sind erwünscht



Das ursprüngliche Verfahren sieht zwei Schritte vor ...


Phase 1: Ideenfindung

Die Teilnehmer nennen ohne jede Einschränkung spontan Ideen zur Lösungsfindung und inspirieren sich im optimalen Fall dabei gegenseitig und kombinieren die eigenen Ideen mit denen der anderen – die Ideen werden protokolliert.


Folgende Grundregeln gelten in dieser Phase:


Phase 2: Sortieren und bewerten der Ergebnisse

Nach einer Pause werdenvon der Gruppenleitung alle vorgebrachten Ideen vorgelesen und von den Teilnehmern bewertet und sortiert.

Dabei geht es zunächst nur um die thematische Zugehörigkeit und das Aussortieren von Ideen ohne absehbaren Nutzen. Bewertung und Auswertung können durch die Teilnehmer selbst oder durch andere Fachleuten getrennt erfolgen.



Variationen


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Anmerkungen


Vorteile


Nachteile


Anwendung bei ...


Kritik

Einige Untersuchungen stellen die Behauptung auf, dass allein die äußerung einer Idee die Ideenfindung der anderen Teilnehmenden beeinflussen kann. Daher sollten alle Teilnehmenden ihre Ideen vor dem eigentlichen Brainstorming aufschreiben, um über diese anschließend gänzlich unbeeinflusst berichten zu können.

Laut einem Bericht in „Bild der Wissenschaft“ (1/2005), ergaben 50 Studien der traditionellen Brainstorming-Methode ein vernichtendes Ergebnis: So konnten es die Probanden in Gruppen nicht besser, da sie sich gegenseitig blockierten (oft musste abgewartet werden, bis ein anderer ausgeredet hat, was die Kreativität hemmte). Hingegen hatten Einzelkämpfer nicht nur mehr, sondern auch bessere Ideen als die Gruppe (Kreativität hinge somit mehr vom Bewusstseinsstand des Einzelnen ab).

Andere Resultate erbrachte das elektronische Brainstorming, das mittels eines elektronischen Meetingsystems online durchgeführt wurde: Negative Einflüsse der Gruppenarbeit wurden durch Anonymisierung und Parallelisierung der Ideenfindung vermieden, wobei sich die positiven Effekte sich mit wachsender Gruppengröße verstärken.


Siehe auch: Medienverzeichnis Kreativität


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