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Lernmethoden und
Lernhilfen

Inhaltsverzeichnis


  1. Cluster-Verfahren (Kreatives Schreiben)
  2. Exzerpt
  3. Gruppenarbeit (Didaktik)
  4. Hypnopädie (Hypnose)

  1. Lerntechniken - Inhaltsverzeichnis




Cluster-Verfahren / Clustering (Kreatives Schreiben)

Siehe auch: Assoziogramm | Mind-Map


Das Cluster-Verfahren (ein Brainstorming-Verfahren) ist eine von Gabriele L. Rico entwickelte Methode des Kreativen Schreibens, bei der Assoziationsketten notiert werden, die von einem zentralen Wort ausgehen.

Wie auch bei der Mind Map, sollen beim Clustering kreative Impulse aus dem Zusammenwirken von bildlichem (rechte Gehrinhälfte) und begrifflichem Denken (linke Gehrinhälfte) entstehen – das Ziel ist also beide Gehirnhirnhälften für den Schreibprozess zu nutzen.


  1. Den Anfangspunkt beim Clustering markiert der Cluster-Kern: Ein Wort oder eine Phrase wird in der Mitte einer Zeichenfläche notiert und mit einem Kreis umgeben.
  2. Um den Kern werden nun Assoziationen notiert die jeweils eingekreist und mit der vorherigen Assoziation durch einen Strich verbunden werden.
  3. Eine neue Assoziationskette beginnt wieder beim Cluster-Kern.


Im Gegensatz zu linearen Notizen, entstehen aus den losen Assoziationsketten bald Verknüpfungen die so erste Ideen für Verbindungen aufzeigen. Hier beginnt der übergang zum so genannten Versuchsnetz (web of trial) – eine Phase in der die Assoziationen in eine bestimmte Richtung gelenkt werden und bald so etwas wie einen Text auf Probe ergeben. Aus dieser aufkommenden Idee kann ein Schreibimpuls entspringen der dann unmittelbar umgesetzt wird.

Das Cluster-Verfahren, eignet sich auch als Technik zur Ideenfindung in einer Gruppe. Dazu wird ein Begriff auf einem Flipchart notiert und die Teilnehmer kreieren dann gemeinsam Assoziationsketten, indem sie sich auch von den Wörtern der anderen inspirieren lassen.


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Exzerpt

Ein Exzerpt (von lat. excerpere „exzerpieren“ - „herauspflücken“) bezeichnet einen ist ein Auszug bzw. eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte eines Textes in kurzen Sätzen bzw. in Stichworten.

Siehe auch: Medienverzeichnis Exzerpt


Literarisches Exzerpieren

In der Literaturwissenschaft versteht man unter Exzerpten eine Zusammenstellung ausgewählter Stellen (Abschnitte, Kapitel, Verse oder Zitate) aus einem oder auch mehreren schriftlichen Werken, um alle relevanten Aussagen bequem verfügbar zu machen. Bereits im Mittelalter wurde das Exzerpieren dazu genutzt, einzelne Themenbereiche oder der Kernaussagen eines umfangreichen Werks zu erschließen.

Eine Zusammenstellung von als besonders wichtig/wertvoll geltenden literarischen Werken wird auch als „Blütenlesen“ (Anthologie, Florilegium) bezeichnet.


Wissenschaftliches Exzerpieren

Der Text wird im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung gelesen und ausgewertet. Bspw. ein Text über die Erderwärmung, der aus dem Blickwinkel betrachtet wird, welche Faktoren die Erderwärmung beschleunigen.

Weil der Exzerptor dabei auch Eindrücke festhält, kann ein wissenschaftliches Exzerpt auch eigene Gedanken, Zweifel oder Hinweise enthalten die beim Lesen aufkamen – sofern diese strikt von den Gedanken des exzerpierten Werkes (Autors) getrennt werden. Auch werden wichtige Literaturverweise, Grundaussagen, Ideen und Argumente des Gelesenen festgehalten.


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Anwendung


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Gruppenarbeit (Didaktik)

Unter Gruppenarbeit versteht man eine zeitlich befristete Zusammenarbeit einer Gruppe von Personen (oft 3 - 6), mit dem Zweck der kommunikativen und kooperativen Lösung von Aufgaben bzw. Problemen.

Diese Form der Gruppenarbeit soll soziale Kompetenz schulen indem sie aggressives Verhalten vermeidet und den Teilnehmern beibringt, mit Kritik umzugehen. Dabei wird nach Adressat unterschieden – das heißt ob sich ein Angebot, eine Einheit, ein Inhalt, ein Thema an bestimmtes Klientel wendet.


Nach Zielgruppen werden dabei folgende Kategorien unterschieden:


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Hypnopädie (Hypnose)

Bei der Hypnopädie handelt es sich um einen Begriff der Lehrmethoden, bei welchem Lehrstoffe mit Hilfe von Hypnose bzw. hypnoseähnlichen Zuständen (durch einen Hypnotiseur oder aufgezeichnete Unterweisungen von einem Band) vermittelt werden sollen.


Eine gute Merkfähigkeit ist genrell von drei Faktoren abhängig: dem Grad der Aufmerksamkeit, den zu lernenden Informationen (diese sollten für den Lernenden bedeutsam sein, damit eine ausgeprägte emotionelle Erregbarkeit hervorgerufen wird) und der überführung der Lerninhalte vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis.

Die Vorstellung Wissen ohne Anstrengung (also sprichwörtlich im Schlaf) zu erwerben, ist ein alter Menschheitstraum. Angeblich sollen Privatlehrer im alten Griechenland die Methdoe genutzt haben, um Schülern bei denen sie tagsüber damit Mühe hatten, Texte im Schlaf einzuflüstern (während des Schlafens ist das Einprägen intensiver als im Wachzustand).


Untersuchungen zufolge konnte Hypnopädie bisher dazu beitragen, Informationen wie Texte, Vokabeln, Schemata oder Tabellen effektiver einzuprägen und damit den Lernprozess unterstützen. Jedoch ist es dem aktuellen Forschungsstand zufolge nicht möglich, mithilfe der Hypnopädie logische Zusammenhänge zu erlernen.

Eine dieser Untersuchungen lief wie folgt ab ...

  1. Zum Versuch wurdwen Probanden in einem guten psychischen und physischen Gesundheitszustand zugelassen und keine Schlafstörungen zeigten.
  2. Vor dem zu Bett gehen wurde der zu lernende Text laut gelesen, anschließend entspannte sich der Lernende und es wurde ihm beim Einschlafen eine Tonaufnahme des Lernmaterials vorgespielt (welche gegen Ende immer leiser wurde).
  3. Vor dem Augwecken am nächsten Morgen wurde der Tonträger abermals abgespielt und nach dem Aufwachen las der Proband den Text nochmals laut. Im Laufe des Tages wurde der Wissensstoff überprüft.
  4. Diese Testungen liefen, abhängig von der Informationsmenge, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen und die besten Ergebnisse wurden gemessen – d.h. wenn das Einprägen mittels Hypnopädie in einem Zustand geschah, bei dem ein Alpharhythmus der EEG-Aufzeichnung einen entspannten Wachzustand zeigte. Auch im Stadium des Einschlafens war das Einprägen noch möglich, wenn das EEG einen flachen Thetarhythmus zeigte (entspricht dem Non-REM-Stadium 1).

Zusammenfassend kann gesagt werden, das die Hypnopädie eine Lernmethode ist, die als solche ernst genommen werden kann!


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