e8-graph;

Lernmethoden und
Lernhilfen

Inhaltsverzeichnis


  1. Mind-Map

  2. Concept-Map

  1. Lerntechniken - Inhaltsverzeichnis




Mind-Map

Siehe auch: Concept-Map | Assoziogramm | Medienverzeichnis Minmapping


Eine Mind-Map (engl. für Gedanken- bzw., Gedächtnis[land]karte), ist eine durch Tony Buzan geprägte kognitive Technik, die bspw. zum Erschließen und grafischen Darstellen eines Themengebietes, zum Planen oder für Mitschriften genutzt werden kann. Dazu wird das Prinzip der Assoziation genutzt um die Gedanken frei zu entfalten und so die Fähigkeiten des Gehirns zu nutzen.


Die Umsetzung einer Mind-Map soll kreativ und humorvoll vonstatten gehen, jeder Ast und dessen Verästelungen werden vom Mittelpunkt aus gelesen. Beendet ist das Mind-Mapping dann, wenn der Initiator es sozusagen beschließt – theoretisch kann jedes Wort der Mittelpunkt einer neuen Mind-Map sein.

Im Gegensatz zum Brainstorming (unsortierte Begriffe die anschließend mit der Pinnwandmoderation sortiert werden), wird bei der Mind-Map von Beginn an eine vernetzte Struktur geschaffen.
Anmerkung: Eine Mind-Map ist auch zur sortierten Dokumentation eines Brainstormings geeignet.


[zum Index]



Praktische Anwendung

Eine Mind-Map wird angewendet bei: Ideensammlungen und Brainstorming | zum strukturieren von Sachtexten | um einen Vortrag zu entwerfen | für Protokolle | zur Planung und Organisation | zum Lernen und zur Prüfungsvorbereitung


  1. Zur erstellung einer Mind-Map (die formal gesehen aus beschrifteten Baumdiagrammen bestehen), wird in der Mitte eines unlinierten Papiers das zentrale Thema möglichst genau formuliert und/oder als Bild in verschiedenen Farben gezeichnet.
  2. Ausgehend davon werden die Hauptthemen in Großbuchstaben (den Kapitelüberschriften eines Buches entsprechend) mit organischen (d.h. dick gebogenen und dünn auslaufenden) Hauptlinien verbunden und je Linie wird jeweils ein Schlüsselbegriff verwendet - die Linienlänge entspricht dabei der Wortlänge.
  3. Ausgehend von der Hauptlinie gehen dünner werdende Zweige ab (beschriftet mit Kleinbuchstaben), von denen weitere Linien (zweite, dritte, ... Gedankenebene/Unterkapitel) abzweigen. Zusätzliche Anmerkungen erläutern Inhalte und Prozesse, Zusammenhänge werden durch gegenseitige Verknüpfungen grafisch dargestellt.
  4. Zur grafischen Gestaltung einer Mind-Map können bspw. verschiedene Farben für die äste/Themen, Bilder zu den Begriffen, 3-Dimensinale Darstellungen oder persönliche Codes genutzt werden, um Zusammenhänge und Querverbindungen darzustellen - so werden bspw. gleiche Farben für dieselben Ebenen (d.h. äste der 1 oder 2 Ebene) verwendet.


Tipps zur Erstellung einer Mind-Map

  1. Ein großes, weißes A4 bzw. A3 Blatt verwenden
  2. Ein Thema oder Problem auswählen
  3. Materialien und zusätzlichen Informationen ordnen
  4. In der Mitte des Blattes mit zumindest 3 Farben beginnen, um Gedächtnis zu stimulieren
  5. Von der Mitte ausgehende Abzweigungen für Zusatzinformationen erstellen - jeder Inhalt muss allein auf einer eigenen Linie stehen
  6. Wo immer möglich, Bilder bzw. Symbole verwenden
  7. Für eine bessere übersicht, bei zusammengehörenden Themen die gleiche Farbe verwenden


[zum Index]


Vorteile

  1. Aufgrund des an das Gehirn angepassten Aufbaus, prägen sich Mind-Maps gut ein und können so leicht gemerkt werden – außerdem zeigt sich sofort die Essenz des zu Lernenden (überflüssige Wörter die in Sätzen oft vorkommen, werden nicht mitgelernt). Die nötige Kreativität und derZusammenhang zwischen Wort und Bild sind weitere Faktoren.
  2. Weil Mind-Maps leichter zu ergänzen sind als lineare Aufzeichnungen, können deren Strukturen verbessert werden (neue Inhalte können besser angefügt werden) ohne größere Streichungen, mit einhergehender Unleserlichkeit, vornehmen zu müssen.
  3. Ein weiterer Vorteil gegenüber von Darstellungen in einer linearen Tabellenform, ist dass Verknüpfungen der Begriffe untereinander aufgezeigt werden können.
  4. Da sich die Grundidee deutlich darstellt, können auch Ideen besser eingeschätzt werden - das Wichtigste steht eindeutig näher zum Zentrum in der Mitte des Blattes, weniger Wichtiges mehr am Rande.
  5. Mind-Maps können per Computer oder Hand erstellt werden und sind so ein vielfältiges Medium, das sich optimal für Vorträge aber auch persönliche Notizen nutzen lässt. Auch zur Archivierung eignen sie sich somit hervorragend.
  6. Sie ermöglichen einen überblick über ein großes Stoffgebiet (aber auch der Details) und erfassen große Mengen an Informationen.
  7. Sie regen das Lösen von Problemen an, weil sie neue kreative Wege aufzeigen.
  8. Sind erfreulich zu betrachten und erleichtern es so sich an die Informationen zu erinnern.


[zum Index]


Kritik


[zum Index]


Concept-Map

Siehe auch: Mind-Map


Concept-Maps dienen der Visualisierung, d.h. die graphischen Darstellung von Wissen / eines Konzepts zur Gedankenordnung und -reflexion.


Als Elemente zur Darstellung dienen Begriffe, Pfeile und Pfeilbeschriftungen, die durch deren räumliche Anordnung zueinander in eine Relation gebracht werden. Dabei bilden die Begriffe die Grundelemente des Konzeptes (wie bspw. dessen Eigenschaften) und die Pfeile zwischen den Begriffen symbolisieren Beziehungen (mit Pfeil besteht eine, ohne nicht) - die Beschriftungen (entweder statisch: ähnelt, ein Teil von; oder dynamisch: einflusst, führt zu, wirkt, dient, erhöht, ...) der Pfeile spezifiziert diese Beziehungen.

Die Concept-Map führt so von mehreren zentralen Begriffen zu verzweigten Begriffen, zwischen denen nicht hierarchische Querverbindungen bestehen können (vergleichbar mit einem Straßennetz). Die Struktur der Concept-Map ergibt sich aus der Semantik ihrer Begriffe und regt so zum analysierenden und reflektierenden Denken über das Thema der Concept-Map an.


Zur Erstellung einer Concept-Maps wird deutlich mehr Zeit und Platz (am Papier) benötigt als für eine Mind-Map - in der Regel sind mindestens drei Umstrukturierungen nötig (gerade darin besteht die kognitive Weiterverarbeitung und Neubegreifung des behandelten Themas).

Im Gegensatz dazu baut eine Mindmap auf einem zentralen Begriff auf und verläuft von innen nach außen (ähnlich einem Baum mit Stamm und ästen) - nicht-hierarchische Querverbindungen zwischen den Begriffen sind nicht möglich. Bei Mind-Maps werden Begriffe spontan verkettet, wodurch das assoziative und kreative Denken angeregt wird.


[zum Index]