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Sprachen lernen - Methoden

Inhaltsverzeichnis


  1. Wichtige Faktoren beim Erlernen einer Sprache

  2. Methoden eine Sprache zu Lernen


  3. Verschiedene Techniken und Tipps, eine Sprache zu Lernen

  4. Texte mithilfe von Grammatik und Wörterbuch übersetzen

  1. Vokabeln Lernen

  1. Gedächtnis & Lernen - Inhaltsverzeichnis

Wichtige Faktoren beim Erlernen einer Sprache



Motivation und Ausdauer

Der wichtigste Faktor des Erfolges ist die Motivation: Das Lernen der Sprache als eine spannende Herausforderung anzusehen und sich darauf zu freuen, etwas Neues zu Lernen. Man muss also ein tiefes Verlangen entwickeln die Sprache zu meistern – Motivation und Leidenschaft geben einem Energie Hürden zu überwinden, die sonst wie unbezwingbare Berge erscheinen.

Wer dieses tiefe Verlangen nicht verspürt wird früher oder später mit dem Lernen aufhören.Um sich zu motivieren könnte man bspw. einer Gruppe beitreten in der die Sprache geübt wird oder sich mit dem Alltag und Kultur des Landes beschäftigen. Und durch das Nutzen von Aufbaukursen mit Audio-CDs, Computerprogrammen und dgl. mehr, ist es wesentlich leichter eine Sprache zu erlernen als viele vielleicht Denken.

Neben der Leidenschaft eine Sprache zu erlernen, braucht es auch Ausdauer und Geduld. Oft lernt und lernt man und es kommt einem so vor, als wäre man noch nicht vorangekommen, weil man Gesprächen oder Filmen immer noch nicht folgen kann … man sollte sich dann fragen: Hätte ich diesen Satz oder jenes Wort vor ein paar Wochen/Monaten auch schon verstanden?


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Zeiteinteilung

Die Zeiteinteilung betreffend gibt es Möglichkeiten, an die man vielleicht noch nicht gedacht hat: So verschwendet man bspw. jeden Tag Zeit mit Warten (durchschnittlich etwa 40 Minuten am Tag) … sei es das warten in der Schlange, im Stau, auf den Aufzug usw. Zeit die man bspw. für kurze Wiederholungen im Kopf oder auch Visualisierungsübungen nutzen könnte.

Oder man nutzt die Zeit in der Mittagspause um ein paar neue Vokabeln zu lernen oder die Zeit im Auto um sich Audio-CDs der Zielsprache anzuhören. Jede genutzte Gelegenheit kann so einen großen Unterschied für den Lernfortschritt bedeuten!

Und auch Zeit in Ruhe zu Lernen bleibt genug, sofern man dazu gewillt ist. Auch wenn man 8 Stunden arbeitet, einen Weg zur hin und zurück zur Arbeit von 2 Stunden einrechnet und 8 Stunden schläft, bleiben einem theoretisch immer noch 30 Stunden Freizeit unter der Woche plus, je nach Situation, die Zeit an den Wochenenden.


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Kindheit

Kinder haben die Fähigkeit Sprachen einfacher und schneller als Erwachsene zu lernen. Weil das Vokabular beim lernen einer Fremdsprache der einfachste Teil ist und der Akzent der schwierigste, wird man beim erlernen einer Sprache nach dem siebenten Lebensjahr in der Regel einen leichten Akzent behalten. Zusätzliche Sprachen so früh wie möglich zu lernen ist also jedenfalls von Vorteil.

Entgegen der allgemeinen überzeugung, das Kinder die mit zwei Sprachen „konfrontiert“ werden später zu sprechen beginnen, konnte das Gegenteil bewiesen werden: Bilingual aufgewachsene Kinder zeigen einen intellektuellen Vorsprung gegenüber einsprachig erzogenen Kindern. Daher sollte man, falls man jemanden kennt der mit dem eigenen Kind in einer Fremdsprache sprechen kann, diese Gelegenheit so oft nutzen wie möglich – es wird dem Kind nur gutes tun.

Die beste Methode ein Kind zweisprachig zu erziehen, ist die sogenannte Immersion, daher das zeitweilige „Eintauchen“ von einem Kind in ein soziales Umfeld, in dem die Zielsprache als Muttersprache gesprochen wird.


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Methoden eine Sprache zu Lernen

Siehe auch: Verschiedene Techniken und Tipps, eine Sprache zu Lernen :: Texte mithilfe von Grammatik und Wörterbuch übersetzen

Traditionelle Methode

Die vor 100 Jahren oft praktizierte Methode zum erlernen einer Fremdsprache, basiert auf dem Lernen der Grammatikregeln und von Vokabeln.

Zuerst werden die Grammatik und einige Vokabeln gelernt und das Lernen dann auf dieser Grundlage fortgesetzt, indem versucht wird fremdsprachige Sätze zu Konstruieren. Mit sogenannten „Drill-übungen“ werden grammatikalisch schwierige Zusammenhänge so oft wiederholt, quasi mechanisch eingeübt, bis diese schließlich gemerkt wurden. Häufig wird mit einem Lehrer gelernt, welcher die Sprache beherrscht.

Um eine Fremsprache mit dieser Methode zu erlernen und halbwegs natürlich Sprechen zu können, ähnelt mehr einer Rechenaufgabe als wirklicher Kommunikation - das Sprechen wird quasi trainiert wie Kopfrechnen. Das ist mühsam, langsam und erforderte sehr viel übung. So hat man sich, bis auf wenige Ausnahmen, von dieser Methode abgewendet.

Diese Methode erfordert in der Regel die längste Zeit.


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Strukturen-Methode

Eine Methode bei der von einem mathematischen Standpunkt aus gelernt wird. Dabei werden Wörter so verbunden, als würden mathematisch Zahlen bearbeitet.

Diese Methode kann nicht bei allen Sprachen angewendet werden.


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Hanafi-Methode

(Konversationsmethode)


Heutzutage wird oft die sogenannte Konversationsmethode bevorzugt, bei der viele Vokabeln und Redewendungen gelernt und in den passenden Situationen verwendet werden. Aussprache und Grammatik werden automatisch assimiliert, weil der Lernende mehr redet und anfängt die Sprache zu verstehen. Was am besten in dem Land funktioniert wo die Sprache auch gesprochen wird (weshalb Sprachferien so beliebt sind).

Statt sich rein mit Grammatik und Aussprache zu beschäftigen, soll der Sprachinteressierte möglichst viel in der Zielsprache hören und versuchen, sich in natürlichen Sprechsituationen damit zu verständigen. Neben der Möglichkeit das zuvor Gelernte sofort praktisch umzusetzen, hat die Umgebung einen stark motivierenden Einfluss - man erfährt unmittelbar wozu man eigentlich lernt.


Die Konversationsmethode beruht darauf, das jeder sich eine fremde Sprache aneignet, wenn er auch lange genug im Ausland lebt (frühere DDR-Studenten die in Moskau studierten, brauchten zwei Jahre bis das schwierige Russisch fließend beherrschten – alle, unabhängig von der Sprachbegabung!). Der Nachteil dieser Methode ist das sie Zeit braucht und man ständig Leute um sich herum haben muss, welche die Fremdsprache sprechen.

Abhilfe können hier CDs, Computersoftware, Hörkassetten, Videos usw. schaffen. Einige computergestützte Multimediakurse erkennen sogar Aussprachefehler und zeigen einem Land und Leute in Videos – der Zeitaufwand ist denoch erheblich. Zudem bleibt das so Gelernte nicht lange verankert, ohne ständiges Hören und Sprechen kann das erlangte Sprachgefühl schnell wieder verloren gehen.


Siehe auch: Lernkartei bzw. Lernkartei-Software


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Texte übersetzen

Texte die alle benötigten Vokabeln und Grammatikregeln in ihrer Anwendung enthalten, sind wesentlich leichter zu merken als ewig lange Wortlisten – denn die Wörter werden so im Zusammenhang gelernt.

Durch die Verbindung der Wörter, merkt man sich zudem wie Wörter und Grammatik in der Fremdsprache tatsächlich angewendet werden. So geht dem Gedächtnis keine einzige Vokabel und auch keine grammatische Regel verloren, da diese alle Bestandteile des Textes sind der zwischen diesen einen unlöslichen und sinnvollen Zusammenhang herstellt.


Eine genaue Beschreibung dieser Methode: Texte mithilfe von Grammatik und Wörterbuch übersetzen


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