Caffè Espresso

Inhaltsverzeichnis


  1. Espresso / Caffè espresso / Caffè


  2. Die traditionelle italienische 5M-Regel
    – Kriterien für einen guten Espresso

    1. Bohnen - Miscela (Mischung)
    2. Mahlung und Dosierung – Macinadosatore
    3. Espressomaschine - Macchina Espresso
    4. Die Hand des Zubereiters - Mano dell'operatore
    5. Wartung und Pflege - Manutenzione
  3. Wasserfrische
  4. Anpressen / Verdichten des Kaffeepulvers


  5. Zubereitung von Espresso

  6. Probleme bei der Espresso Zubereitung

Linea doubleespresso


Siehe auch
Geschichte der Espressomaschinen :: Modelle der Espressomaschinen :: Technik der Espressomaschinen :: Bedienung von Espressomaschinen :: Reinigung von Espressomaschinen :: Espressomaschinen: Kaufberatung :: Kaffeespezialitäten aus aller Welt und deren Zubereitung

Espresso / Caffè espresso / Caffè

Die vollständige Bezeichnung für Espresso lautet Caffè espresso, er wird in Italien in der Regel aber als Espresso bzw. einfach als Caffè bestellt. In Österreich ist er auch als Röster bekannt, in Portugal als Café, in Lissabon ugs. als Bica, in Spanien Café solo, in Deutschland als Espresso und in Frankreich als Expresso bzw. Petit noir.


Espresso Definition

Der Espresso ist eine aus Mailand stammende Methode der Kaffeezubereitung, bei der heißes Wasser mit einer Durchlaufzeit von rund 25 Sekunden und einem Druck von ca. 9 bar durch fein gemahlenes Kaffeepulver von dunkel gerösteten Bohnen gepresst wird. Diese Art der Zubereitung/Extraktion sollte in einem konzentrierten, an der Oberfläche haselnussbraun marmorierten (mit Stich ins Rötliche) Kaffee mit einer dichten Schaumschicht resultieren. Diese Schaumschicht ist die so genannte Crema aus den Ölen der Kaffeebohnen, die zum Aroma des Kaffees mit beiträgt.

Die Füllmenge der Tasse einschließlich Crema sollte etwa 25 ml betragen (bei einer etwa zu 2/3 gefüllten Tasse). Serviert wird Espresso richtigerweise in vorgewärmten, kleinen dickwandigen Tassen mit einem Fassungsvermögen von rund 40 ml. Manchmal zusammen mit einem Glas Wasser um Speisearomen im Mund zu neutralisieren.


Verglichen mit der helleren Filterkaffeeröstung, verlieren die dunkel gerösteten Espressobohnen leicht jedoch nicht nennenswert an Coffein und Kaffeesäure. Aufgrund der typischen Füllmenge von 25 ml, ist der Koffeingehalt eines Espressos im Vergleich zu 125 ml Filterkaffee absolut betrachtet zwar niedriger, aufgrund der geringen Wassermenge relativ gesehen jedoch konzentrierter. Eine typisch italienische Tasse Espresso sollte weniger als 100 mg Coffein enthalten, typischerweise liegt er (bei 7 g) Kaffeepulver zwischen 80 - 120 mg.


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Geschichte

Siehe auch: Geschichte der Espressomaschinen

Die Erfindung der Espressomaschine, und damit des Espresso selbst, geht angeblich auf einen Neapolitaner zurück der sich über die langsame Zubereitung von Kaffee mittels Dampf ärgerte. So entwickelte er, gemeinsam mit dem aus Mailand stammenden Ingenieur Luigi Bezzera, den weltweit ersten Prototyp einer modernen Espressomaschine. Diese Espressomaschine wurde zwar bereits 1855 auf der Weltausstellung in Paris vorgestellt, von Bezzera aber erst 1901 in Serienproduktion gefertigt um in Italien und bald danach in alle Welt verkauft zu werden.

Vor dem Aufkommen neuer Methoden, wurde der Kaffee in Italien ausschließlich mit Dampf zubereitet und in Bars in der Regel nur am Tresen („al banco“) serviert.


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Wortherkunft

Die Bezeichnung „Espresso(italienisch für ausdrücklich bzw. ausgedrückt; lat. expressus) ist die Ableitung (Partizip Perfekt Passiv) des italienischen Adjektivs und Verbs „esprimere“ (äußern, ausdrücken) und leitet sich möglicherweise von der Herstellungsart mittels hohem Dampf- bzw. Wasserdruck ab. Eine weitere Erklärung bezieht sich auf die Anfänge der Trinkkultur, in der Kaffee (auch der Caffè espresso) ausschließlich (ausdrücklich) in Bars serviert wurde.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, das die möglicherweise aus dem französischen stammende, etymologisch falsche Bezeichnung „Expresso“ („schneller Kaffee“) etwas mit „schnell“ zu tun hat. In Frankreich wird Espresso mit x geschrieben, ebenso in Spanien (café expreso) und Portugal (café expresso). Das x stammt von dem lateinischen „expressus“ für ausdrücklich bzw. ausgedrückt und wurde im italienischen zu einem s gewandelt.


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Italienische Preisreglementierung

In Italien wird der Preis für einen Espresso nach bestimmten Regeln festgelegt:




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