Espressomaschinen:
Kaufberatung

Inhaltsverzeichnis


  1. Welche Espressomaschine ist die richtige?

Siehe auch
Geschichte der Espressomaschinen :: Espressomaschinen Modelle :: Technik der Espressomaschinen :: Bedienung von Espressomaschinen :: Reinigung von Espressomaschinen :: Zubereitung von Espresso :: Beliebte Einkreis- bzw. Zweikreismaschinen

Welche Espressomaschine ist die richtige?

Je nach Einsatzzweck und Budget gibt es auch die passende Maschine. Wichtige Faktoren bei der Entscheidung sind neben den Kosten vor allem: Die Aufwärmzeit, die Temperatur- sowie Druckstabilität im Verhältnis zum Durchsatz, der gleichzeitige Bezug von Brühwasser und Dampf zum Milchaufschäumen, die Dampfleistung, der Stromverbrauch, das Gewicht sowie der Platzbedarf.


Um die passende Maschine zu finden, sollte man sich im voraus über einige Punkte Klarheit verschaffen

  • Wie hoch ist das Budget?
  • Steht die Espressomaschine zu Hause oder im Büro?
  • Wo steht die Maschine (wie viel Platz gibt es)?
  • Wer soll die Maschine bedienen?
  • Wie viele Tassen Espresso werden pro Tag benötigt (Wie viele Personen gilt es zu versorgen)?
  • Wird vorwiegend Espresso benötigt oder werden mehr Milchkaffeegetränke wie Cappuccino und Latte Macchiato getrunken?


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Einsatzbereich Empfehlung

1-Personen Haushalt

oder

reine Espressotrinker

Eine kompakte Einkreismaschine mit einem kleinen Kessel.

Solche sind vergleichsweise günstig, außerdem schnell betriebsbereit und liefern in Kombination mit einer guten Mühle und der notwendigen Fertigkeit sehr guten Espresso.

Zum Aufschäumen von Milch muss der Kessel extra hochgeheizt und nach der Dampfentnahme wieder entlüftet werden. Im Anschluß dauert es kurze Zeit bis die Kesseltemperatur für einen Espressobezug bereit ist. Maschinen mit einem kleinen Kessel liefern zwar nur begrenzt Dampf, können aber relativ schnell zwischen der für Espresso bzw. Dampf benötigten Temperaturen wechseln.

Einkreismaschinen mit einem Thermoblock erhitzen das Wasser während des Rohrdurchlaufs direkt und sind dadurch schneller betriebsbereit und liefern theoretisch unbegrenzt Dampf (dieser hat aber meist zu wenig Druck und ist zu feucht). Jedoch schwankt die Temperatur durch das geringe Wasservolumen stärker als bei Maschinen mit Kessel.


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Größerer Bedarf + Milchkaffee

(Cappuccino und Co.)
Zweikreismaschinen erlauben durch ihre zwei unterschiedlich temperierten Wasserkreise einen gleichzeitigen Bezug von Dampf und Brühwasser. Dadurch können mehrere Capuccini gemacht werden ohne das der Kessel öfter aufgeheizt und dann wieder abgekühlt werden muss.

Auch bei einem hohem Durchsatz an Brühwasser ist das System temperaturstabil (größeres Wasservolumen und massiver Aufbau) und es können mehrere Tassen in Folge bezogen werden, ohne das dabei die Kesseltemperatur zu weit absinkt.

Massive Zweikreismaschinen benötigen deutlich länger zum Aufheizen als Einkreismaschinen und sind für einen durchgängigen Betrieb ausgelegt.


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Hoher Dampf- und Brühwasserdurchsatz

Dualboiler

Dualboilermaschinen sind zwar ziemlich teuer, liefern durch ihre zwei unabhängigen Kessel dafür aber auch beständig Dampf und Brühwasser mit der richtigen Temperatur. Bei solchen Maschinen gibt es außerdem keine Überhitzungsprobleme wie bei anderen Maschinen, wo dies durch Leerbezüge ausgeglichen werden muss.

Die Wassertemperatur kann an der Gehäusefront bzw. hinter einer abnehmbaren Blende exakt eingestellt werden. So können bei selbst gerösteten Bohnen oder verschiedenen Bohnensorten Röstfehler ausgeglichen werden.


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Schnelles Aufheizen

Thermoblockmaschinen

Kleine und günstige Maschinen für den Haushalt, die es in unterschiedliche Bauarten gibt:

  • Thermoblock für Kaffee- und Dampfbezug: Bei einem Wechsel von Dampf- zu Kaffeebezug muss sich der Thermoblock erst auf die neue Temperatur einstellen, wodurch wie bei den Einkreisern Wartezeiten entstehen.
  • Einkreismaschinen mit nachgeschalteter Dampferzeugung durch einen Thermoblock der nicht unabhängig (parallel) betrieben werden kann. Dadurch ist ein schneller Wechsel von Brühwasser- zu Dampfbezug ohne eine Unterbrechung zum Aufheizen des Kessels möglich. Die Dampfleistung ist mit einer normalen Einkreismaschine vergleichbar.
  • Zwei voneinader unabhängige, einzeln geregelte Thermoblöcke, durch die der gleichzeitige Bezug von Brühwasser und Dampf möglich ist.


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Espresso mit Stil

Handhebelmaschinen

Der Druck wird bei solchen Geräten nicht durch eine elektrische Pumpe sondern über einen Handhebel aufgebaut. Die Maschinen sind außerdem nahezu lautlos (vor allem im Vergleich zu Haushaltsmaschinen mit Vibrationspumpe).

Die Bedienung von Handhebelmaschinen ist relativ anspruchsvoll. Der Bezug von mehreren Tassen hintereinander ist aufgrund des sich schnell überhitzenden Brühkopfes, ohne angemessene Handlungsweise nicht möglich. So muss bei einem Bezug von mehr als 3 Tassen Espresso hintereinander der Brühkopf mit Wasser gekühlt werden.

Modelle ohne Dampfdüse müssen vor dem Befüllen mit Wasser erst abkühlen, bei solchen mit Dampfbezug kann der Druck hingegen durch die Dampfdüse abgebaut werden. Jedoch gibt es auch Handhebelmaschinen mit einem Wärmetauscher.


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Büro und geringe Ansprüche

(kein echter Espresso)
Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten können konstruktionsbedingt keinen echten Espresso produzieren, da durch die meist aus Kunststoff gefertigte Brühgruppe kein ausreichender Druck aufgebaut werden kann (9 bar / +/-1 laut Istituto Nazionale Espresso Italiano bzw. 9,3 bar laut Labor). Solche Geräte (vor allem jene ohne herausnehmbare Brühgruppe mit einem Spül- und Reinigungsprogramm), sind wenig robust, fehleranfällig und erfordern eine gründliche manuelle Reinigung. Vollautomaten liefern dafür auf Knopfdruck guten Kaffee oder einen passablen Cappuccino.

Bei nicht allzu hohen Ansprüchen sowie dem Wunsch nach einer einfachen Nutzung und Wartung, empfehlen sich sogenannte Kapselsysteme wie bspw. Nespresso. Solche bieten gleichbleibende Qualität, eine einfache Bedienung und erfordern kein Spülbecken.


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