Espressomaschinen: Modelle

Inhaltsverzeichnis


  1. Haushalts-Espressomaschinen

  2. Professionelle Kaffeeautomaten


  3. Handhebelmaschinen

Siehe auch
Geschichte der Espressomaschinen :: Technik der Espressomaschinen :: Bedienung von Espressomaschinen :: Reinigung von Espressomaschinen :: Espressomaschinen: Kaufberatung :: Zubereitung von Espresso :: Beliebte Einkreis- bzw. Zweikreismaschinen


Haushalts-Espressomaschinen

Siebträgermaschinen für den Haushalt

Siehe auch: Professionelle Kaffeeautomaten | Überblick über die besten / beliebtesten Einkreismaschinen | Überblick über die besten / beliebtesten Zweikreismaschinen

Siebträgermaschinen (meist Halbautomaten) besitzen im Gegensatz zu Handhebelmaschinen eine eingebaute elektrische betriebene Pumpe (meist eine Vibrationspumpe bzw. auch eine Rotationspumpe bei einem Festwasseranschluss) welche den Druck aufbaut, bei den Handhebelmaschinen erfolgt die Druckerzeugung manuell durch einen Hebel der eine starke Feder spannt. In manchen Geräten ist auch eine Bohnenmühle integriert.

Der Siebträger wird mit dem Kaffeepulver befüllt (welches mit einem sog. Tamper angedrückt wird) und mittels des Bajonettverschlusses an der Maschine befestigt.

Bei den Siebträgermaschinen kann eine Vielzahl der für die Qualität des Kaffees wichtigen Faktoren beeinflusst werden: Der Mahlgrad (bei integrierter Mühle), die Menge des Kaffeepulvers im Siebträger und dessen Kompression mit dem Tamper (Pressino; d.h. der „Kaffestampfer“) und die Brühdauer. So kann mit einem optimal auf die Qualität des verwendeten Kaffees ausgerichteten Ablauf ein besserer Kaffee als mit einem Vollautomaten erreicht werden. Im Gegensatz zu professionellen Geräten, bestehen bei vielen Maschinen für den Haushalt nur Brühkessel und Gehäuse aus massivem Metall, Leitungen und Zuführungen hingegen sind aus Kunststoff gefertigt.


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Beispielbild: »BEEM Germany i-Joy Café«
von Amazon + Siebträger bei eBay


Kaffeevollautomaten

bei eBay

Die Bezeichnungen für professionelle Espressomaschinen unterscheiden sich von denen der Espressomaschinen für den Haushalt. Sogenannte Kaffeevollautomaten die selbstständig mahlen, dosieren und brühen, werden in der Gastronomie als Super(voll)automaten bezeichnet.


Ein Kaffeevollautomat ist eine Kombination aus Mühle und Brüheinheit, die auf Knopfdruck eine mehr oder weniger vollautomatische Zubereitung von “Espresso“ ermöglicht: Die Bohnen werden bei vielen Modellen automatisch gemahlen, das Kaffeepulver wird gepresst, in der Brühgruppe mit Wasser gebrüht und der Kaffeesatz anschließend automatisch in einen Behälter geworfen. Der Benutzer ist daher lediglich für das Befüllen mit Wasser und Bohnen, das Leeren des Tresterbehälters und der Abtropfschale sowie der gelegentliche Reinigung der Brühgruppe verantwortlich.

Aufgrund der sehr eingeschränkten Beeinflussung bei der Zubereitung, ist auch der Einfluß auf die Qualität des produzierten Kaffees gering, wobei gute Maschinen eine Kaffeequalität produzieren die durchaus an professionelle Geräte herankommt. Jedoch muss man bedenken, das die Qualität eines Kaffeevollautomaten eher in der Zubereitung von Café Creme liegt als in der Zubereitung eines echten Espressos nach italienischem Standard.

Das liegt daran das die zum Teil aus Kunststoff gefertigte Brühgruppe den zur korrekten Espressozubereitung nötigen Brühdruck von rund 9 bar nicht standhalten würde. Eine dazu geeignete Brühgruppen aus Metall die massiv genug ist, findet man fast nur in professionellen Haushaltsmaschinen bzw. bei solchen für die Gastronomie.


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Reinigung

Siehe auch: Reinigung und Wartung von Espressomaschinen

Zur Reinigung kann die Brühgruppe entweder entnommen unter fließendem Wasser abgespült werden oder die Maschine verfügt über ein automatisches Reinigungsprogramm (meist unter zuhilfenahme eines Kaffeefettlösers in Tablettenform), sind dafür aber meist anfälliger für Schimmel und Verschmutzungen die Reparaturkosten verursachen können und daher generell störanfälliger. Wenn bei einem Kaffeevollautomaten einmal Reparaturen anfallen, sind diese meist teuer als bei hochwertigen Maschinen.


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Beispielbild: »DeLonghi ECAM 22.110.B«
von Amazon oder eBay


Zentrifugenmaschinen

Zentrifugenmaschinen funktionieren ohne Überdruck, sie haben stattdessen eine kleine Zentrifuge in welcher sich das Kaffeepulver befindet, das während die Zentrifugalkraft auf es einwirkt vom erhitzten Wasser durchströmt wird. Aufgrund der einfachen Technik sind diese Maschinen sehr wartungsarm und auch günstig in der Herstellung.

Zentrifugenmaschinen produzieren einen akzeptable Kaffee und sind im unteren Preissegment daher beliebt.


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Beispielbild: »Picco-Espressomaschine Ciclonetta«
von Amazon oder eBay


Professionelle Kaffeeautomaten


Professionelle Kaffeeautomaten bei Amazon :: eBay

Halbautomaten (semiautomatisch)

Anders als bei den Kolbenmaschinen, bauen diese Maschinen den Druck durch eine elektrisch betriebenen Pumpe (Membranpumpe oder volumetrische Pumpe) auf und haben einen einzigen Schalter zur Bedienung, mit welchem sich die Pumpe entweder ein- oder ausschalten lässt.

Vollautomaten (automatisch)

Bezeichnet in der Gastronomie ausschließlich Siebträger-Maschinen, die im Gegensatz zu einem Halbautomaten die Wassermenge elektronisch messen und die Pumpe automatisch abschalten.

Supervollautomaten (superautomatisch)

Supervollautomaten gibt es in der Gastronomie erst seit Mitte der 1990er Jahre. Solche Maschinen automatisieren den Vorgang der Espressozubereitung (Mahlen, Pressen, Extrahieren, Kaffeepuck ausstoßen) vollständig und haben ein oder mehrere Mahlwerke für verschiedene Kaffeesorten.


Jeder dieser Maschinentypen ist außerdem in verschiedenen Gruppenzahlen (1 bis 5) erhältlich. Eine Gruppe bezeichnet eine Einheit aus Wärmetauscher, Brühkopf, Brühsieb und Siebträger (bei Vollautomaten außerdem eine Dosiereinheit aus Flussmesser, Elektronik und Bedientafel).

Seit einiger Zeit gibt es auch Systeme (sogenannte Cappuccinatore) die Milch vollautomatisch aufschäumen. Die Milch wird dazu aus einem Behälter angesaugt, durch einen Dampfstrahl erhitzt und dabei mit der Luft aufgeschäumt und schließlich über eine Leitung direkt in die Tasse geleitet. Dieses System gibt es sowohl bei den semiautomatischen, den automatischen als auch den superautomatischen Maschinen. Der Begriff Cappuccinatore (wie auch Pannarello) bezeichnet ursprünglich einen Kunststoffaufsatz für die Dampfdüse von Kaffeevollautomaten, der zur vereinfachten Erzeugung von Milchschaum dient.


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