Espressomaschinen

Reinigung

Inhaltsverzeichnis


  1. Reinigungsmethoden

  2. Reinigen und Entkalken von Espressomaschinen

Siehe auch
Geschichte der Espressomaschinen :: Modelle der Espressomaschinen :: Technik der Espressomaschinen :: Bedienung von Espressomaschinen :: Espressomaschinen: Kaufberatung :: Zubereitung von Espresso :: Beliebte Einkreis- bzw. Zweikreismaschinen

Reinigungsmethoden

Bei Geräten ohne automatische Reinigungsfunktion, empfehlen die Hersteller meist die Brühgruppe etwa ein bis zwei Mal wöchentlich bzw. bei einer Neubefüllung des Bohnenbehälters zu reinigen.

Je nach Einsatzhäufigkeit sollten außerdem die Dichtungen viertel- bis halbjährlich gewechselt und die Gelenke mit Silikonfett behandelt werden.


Rückspülen

Das sogenannte Rückspülen dient dazu den Brühkopf und insbesondere das Duschsieb zu reinigen - es wird vor allem bei hochwertigen Espressomaschinen mit einem Magnetventil angewendet.

Rückspülen ist wichtig weil Kaffee Öle enthält, die unter Wärmeeinwirkung leicht ranzig werden - das beeinträchtigt nicht nur den Kaffeegeschmack negativ sondern kann bei groben Verschmutzungen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.


Vorgehen

Bei Gastronomiemaschinen mit Magnetventil sollte das Rückspülen täglich ausgeführt werden, bei Haushaltsmaschinen je nach Häufigkeit des Gebrauchs.

Das Brühsieb wird durch ein wasserundurchlässiges Blindsieb ersetzt. Über die Pumpe wird Druck aufgebaut, der durch das Öffnen des Magnetventils üblicherweise in eine Auffangschale abgeleitet wird. Dabei spült das Wasser Kaffeereste aus der Brühgruppe und reinigt dadurch den Brühkopf hinter dem Duschsieb. Bei hartnäckigen Ablagerungen sollte das Duschsieb vom Brühkopf abgeschraubt werden und zum einwirken in ein Gefäß mit Kaffeefettlöser gelegt werden.

Im Anschluß an das Rückspülen und an das Verwenden von Kaffeefettlöser, sollte alles gründlich mit klarem Wasser durchgespült werden.


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Kaffeefett entfernen

Kaffeefett und andere Kaffeerückstände sind äußerst hartnäckig und müssen entfernt werden, das sie nicht nur den Kaffeegeschmack beeinträchtigen sondern auch Funktionsstörungen der Kaffeemaschine verursachen können.

Ablagerungen an Duschsieb und Siebträger, können mithilfe von Bürste, Schwamm und heißem Wasser entfernt werden (Spülmittel ist auch hilfreich, kann aber event. den Kaffeegeschmack beeinflussen). Kaffeevollautomaten haben entweder entsprechende Reinigungsprogramme für die ein Kaffeefettlöser (meist in Tablettenform) benötigt wird oder die Brühgruppe kann entnommen werden, um sie unter fließendem Wasser abzuspülen. Die mechanischen Teile der Brühgruppe sollten im Anschluß eingefettet werden.


Kaffeefettlöser

Reingungsmittel (flüssig, als Pulver oder Tablette) mit denen abgelagerte Kaffeeöle und andere im Kaffee enthaltene Substanzen (bspw. Gerbstoffe) entfernt werden können und die meist mit (kochend) heißem Wasser verwendet werden. Inhaltsstoffe von Kaffeefettlösern sind meist Alkalien, Phosphate bzw. Phophatersatzstoffe, Stoffe die Sauerstoff freisetzen und manchmal auch Tenside.

Um die Rückstände nach der Reinigung mit solchen Mitteln zu emtfernen, ist ein gründliches Nachspülen unbedingt erforderlich. Kaffeefettlöser eignen sich nicht um Kalk zu entfernen und können außerdem Aluminium angreifen.


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Reinigen und Entkalken von Espressomaschinen


Reinigung einer Siebträgermaschine

Je nach Verwendung sollte einmal in der Woche mit einem Kaffeefettlöser rückgespült werden.


  1. Den Siebträger aus der Maschine entfernen, die Brühsiebe vorreinigen und anschließend in einen Behälter mit Kaffeefettlöser legen. Dadurch werden alle Rückstände in einem Zeitraum einiger Stunden gelöst.
  2. Rückspülen mit Kaffeefettlöser
    In den Siebträger ein Blindsieb geben, mit 1 Löffel Kaffeefettlöser füllen und diesen dann wie zu einem Bezug einhängen. Dann mehrmals die Bezugstaste drücken (nach jedem mal etwas einwirken lassen) um die Leitungen sowie den Brühkopf der Maschine zu reinigen. Leerbezüge solange durchführen, bis das durch das Magnetventil abgeleitete Wasser nicht mehr braun ist. Den Siebträger wieder entnehmen, mit Wasser den Gruppenkopf reinigen und die Dichtungen mit mit einer Bürste säubern.
  3. Dann den Siebträger abermals einsetzen und durch mehrere Leerbezüge mit klarem Wasser, verbliebene Reinigungsrückstände aus der Brühgruppe entfernen.
  4. Jetzt den Siebträger für mehrere Stunden in einen Kaffeefettlöser legen. Achtung, der Griff aus Plastik sollte nicht mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen.
  5. Schraube der Dusche lösen und das entnommene Duschsieb ebenfalls in die Reinigungslösung einlegen oder mit einer Bürste unter heißem Wasser säubern.
  6. 6. Siebträger und Duschsieb nach der Reinigung mit dem Kaffeefettlöser gründlich abspülen.


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Entkalken einer Siebträgermaschine

Siehe auch: Wasserhärte und Kalk

Durch das Verwenden von entkalktem Wasser (Brita Wasserfilter, Ionentauscher oder Umkehrosmose), sammelt sich der Kalk in der Maschine so langsam, das sie wesentlich seltener entkalkt werden muss.

Bei Zweikreismaschinen lässt sich die Entkalkerlösung nur schwer wieder aus dem Kessel entfernen, weshalb bei diesen von einer Schnellentkalkung abgesehen werden sollte. Das auseinanderbauen der Maschine sollten handwerklich unbegabte besser einem Fachmann überlassen.


  1. Die Espressomaschine vollständig abkühlen lassen und die Aufschäumhilfe abmontieren.
  2. Das obere Duschsieb abnehmen und Kaffeerückstände am Brühkopf soweit wie möglich entfernen.
  3. Die Flüssigkeit zum Entkalken nach Packungsanleitung vorbereiten. Alternativ können bspw. auch Zitronen- oder Weinsäure verwendet werden.
  4. Ein Gefäß unter die Brühgruppe und ein weiteres unter das Dampfrohr stellen.
  5. Die Maschine einschalten und unmittelbar die Pumpe in Gang setzen (d.h. den Schalter für den Kaffeebezug betätigen).
  6. Etwa die Menge einer Tasse durchlaufen lassen, die Pumpe abschalten und die Maschine sofort mit dem Hauptschalter ebenfalls ausschalten. Die Maschine sollte sich nicht aufheizen da die Blasenbildung die Wirkung des Entkalkers mindert. Die Flüssigkeit für etwa 10 Minuten einwirken lassen.
  7. Jetzt den Dampfhahn aufdrehen und die Maschine sowie die Pumpe wieder einschalten. Über das Dampfrohr abermals etwa die Menge einer Tasse ablaufen lassen, dann Pumpe und Maschine wieder ausschalten und abermals ca. 10 Minuten einwirken lassen.
  8. Die Schritte 5-7 (Entkalken von Brühgruppe und Dampfrohr) so oft wiederholen, bis keine Entkalkerflüssigkeit mehr Austritt.
  9. Die Maschine Abschließend über beide Bezugsarten gründlich ausspülen.


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Reinigung der Milchschaumdüse

Sobald das Dampfventil geschloßen wird entsteht in einem Sekundenbruchteil ein Unterdruck, durch den etwas Milch in das innere gesogen wird. Daher ist es ratsam nach jedem Aufschäumen von Milch einen kurzen Dampstoß abzugeben, um die Milch wieder aus dem Rohr zu befördern. Die Außenseite der Lanze nach jedem Aufschäumen einfach mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen.

Sollte sich im Laufe der Zeit denoch eingetrocknete Milch in der Düse befinden, sollte diese zur Reinigung demontiert werden. Die Lanze dazu in ein Gefäß mit heißem Wasser geben und die Milchreste aufweichen und anschließend durchspülen.


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