Kaffeemaschinen bzw.
-kocher

Inhaltsverzeichnis


  1. Definition
  2. Geschichte der Kaffeemaschinen
  3. Auflistung verschiedener
    Kaffeemaschinen bzw. -Kocher


Definition

Kaffeemaschinen sind, technisch gesprochen, Geräte die durch thermische Extraktion (Heißextraktion) und Filtration (bspw. Siebträger, Filtertüten, Kaffeepads) mit Wasser (als Extraktionsmittel), aus gemahlenen Kaffeebohnen Kaffee produzieren – weit verbreitete Modelle sind bspw. die Moka-Kanne, die Filtermaschine, der Vollautomat oder die Espressomaschine.

In Büros hat die Kaffeemaschine eine durchaus wichtige Bedeutung für die Sozialstruktur (trotz der „verlorenen“ Arbeitszeit die zu Zubereitung und Konsum nötig ist): Die Zusammenkunft ermöglicht eine zwanglose Gesprächsatmosphäre die sich positiv auf das Betriebsklima und die Kreativität auswirken kann. So genannte „Kaffeeinseln“ werden daher für neue Bürokomplexe von Anfang an eingeplant.


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Geschichte der Kaffeemaschinen

Siehe auch: Geschichte der Espressomaschine

Halbautomatisch funktionierende Kaffeemaschinen existieren seit etwa 200 Jahren und im Laufe der Zeit wurden unterschiedliche Methoden der Kaffeezubereitung entwickelt.

Für den Betrieb der Kaffeemaschinen wurde zunächst Spiritus verwendet, die ersten elektrisch betriebenen Maschienen gibt es erst seit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Jedoch waren solche Geräte (meist Perkolatoren) für die breite Bevölkerung zunächst unerschwinglich, da bspw. in den 30er Jahren eine (versilberte) elektrische Kaffeemaschine von WMF noch fast ein halbes Jahresgehalt eines durchschnittlichen Arbeiters kostete. Technische Verbesserungen und die größere Verbreitung von Kaffeemaschinen fand erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Die erste moderne Filterkaffeemaschine war die 1954 patentierte Wigomat, deren Typus sich von Deutschland ausgehend auch in Westeuropa sowie Nordamerika schnell verbreitete und die vorher üblichen Perkolatoren und Vakuumbereiter verdrängte. Ihr größter Vorteil war die geringere Brühtemperatur, die dem Idealwert von 92-94 °C wesentlich näher kam. In den 1970er Jahren schaffte die Kaffeemaschine mit dem noch heute üblichen Verfahren, bei dem zwischen 90 °C – 95 °C heißes Wasser Tröpfchenweise auf das Kaffeepulver in einer Filtertüte gelangt und als gefilterter Kaffee in eine Kanne auf einer Wärmeplatte rinnt, schließlich den Durchbruch am Massenmarkt.

Sogenannte Pad- und Kapselsysteme werden seit den 2000er Jahren offensiv beworben. Solche Maschinen sind zwar günstig, die Folgekosten des portionierten Kaffees sind jedoch wesentlich höher (bis zu 10 mal) als beim klassischen Kaffee aus Siebträger-und Filtermaschinen (der sogenannte Lock-in-Effekt, auch bekannt von Druckern). Außerdem enthalten die Pads neben teurem Kaffee auch ungesunde Fette, Zucker, Zusatzstoffe und künstliche Aromen.


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Auflistung verschiedener Kaffeemaschinen bzw. -Kocher

Siehe auch: Zubereitungsarten von Kaffee: Grundllagenwissen zur Zubereitung von Kaffee | wichtige Faktoren der Zubereitung | Schöpfmasse | Tipps zur Aromaverbesserung | Filterkaffee mit der Schwallmethode / Handfiltern | Kalt gebrauter, konzentrierter Kaffee mit dem "Toddy Cold Brew System" | Löslicher Kaffee / Instantkaffee


Direktaufguss

Kaltes und frisches Wasser wird aufgekocht, je nach Methode etwas zum abkühlen belassen und direkt über den gemahlenen Kaffee gegossen.

Beschriebene Methoden sind: der Kannenaufguss, der Tassenaufguss, die Pressstempelkanne (French Press), die Aeropress, die Karlsbader Kanne, der Napoletaner sowie der Potsdamer Boiler.

Siehe: Direktaufguss


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Espressomaschinen

Mit einer Espressomaschine wird vornehmlich Espresso zubereitet, sie eignet sich aber auch zur Herstellung anderer Kaffeespezialitäten.

Das Funktionsprinzip der Espressomaschine ist es, Wasser in einem druckdichten Kessel auf rund 90 °C zu erhitzen (mit Gas oder Strom) und es mit von einer elektrischen Pumpe oder einem Handhebel erzeugtem Druck von ca. 9 bar (+/- 1) durch das Espressofein gemahlene Pulver im Filter (aus Edelstahl) zu leiten – der Filter befindet sich im Siebträger, der mittels Bajonett-Verschluss druckfest eingespannt wird. Systeme die den Druck durch Wasserdampf (zu wenig Druck und zu hohe Temperatur) oder aus dem Leitungsdruck mittels einer hydraulischen Vorrichtung (zu hoher Wasserverbrauch) erzeugen, sind technisch überholt.

Siehe: Geschichte der Espressomaschinen | Modelle der Espressomaschinen | Technik der Espressomaschinen | Bedienung von Espressomaschinen | Reinigung von Espressomaschinen | Espressomaschinen Kaufberatung | Zubereitung eines Espressos


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Elektrische Filtermaschine

Siehe: Filtermaschine


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Mokka

Bei der Zubereitung von Mokka wird sehr fein gemahlener Kaffee mit Zucker und Wasser in einem leicht konischen Kupferkesselchen (dem sog. Ibrik oder Cezve bzw. auch „Dzezva“ oder „Djezva“) aufgekocht.

Siehe: Türkischer Mokka, Arabischer Mokka, Griechischer Mokka


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Perkolatoren

Die Erfindung des Prinzips der Perkolation, bei der erhitztes Wasser in einem Innenzylinder durch den Kaffee emporsteigt, wird mit 1819 datiert und dem aus Paris stammenden Blechschmied Laurens zugeschrieben. Die Funktionsweise der Urform eines Kaffee Perkulators wurde vielfach übernommen und abgeändert, bspw. in Form eines geschlossenen Systems (dem Dampfdruckperkolator) oder der bekannten Moka-Kanne (einem Pump-Perkolator). Der Vakuumbereiter ist eine Weiterentwicklung der Percolatoren.

Siehe: Perkolatoren


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Portionskaffeemaschinen (Kaffeepad bzw. Kapselsystem)

Kaffeepads wurden 2001 von dem niederländischen Kaffeeröster Douwe Egberts und Philips (einem Elektronikkonzern) für das Senseo-System entwickelt, basieren aber auf den vom Italiener Antonino Di Leva entwickelten Espresso-Pads von Illy (Kaffeeproduktion und -vertrieb).

Siehe: Portionskaffeemaschinen


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