Meditationstechniken

Inhaltsverzeichnis


  1. Vorwort
  2. Passive Meditation

  3. Aktive Meditation


  4. Die Meditation - Vorwort
  5. Wirkungen der Meditation
  6. Abgrenzung der Meditation, zu anderen
    Techniken der Bewusstseinserweiterung
  7. Religiöse Wurzeln - Vorwort


Vorwort

Meditationstechniken sind Hilfsmittel, um einen vom Alltagsbewusstsein abweichenden Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem der frei von gewohntem Denken erlebte Moment im Vordergrund steht. Frei vor allem von Bewertungen und der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit (Erinnerungen) sowie der Zukunft (ängste, Pläne usw.).

Viele Meditationstechniken sollen es ermöglichen einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in welchem ein äußerst klares sowie hellwaches Gewahrsein und gleichzeitig eine tiefe Entspannung möglich sind.

Die vielfältigen Meditationstechniken, unterscheiden sich ...

Abhängig vom Fortschritt, werden den Meditierenden in vielen Schulen unterschiedliche Techniken gelehrt. Vor allem seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts werden im Westen, neben den traditionellen Meditationstechniken, viele durch fernöstliche Lehren inspirierte und an westliche Bedürfnisse angepasste Meditationsformen angeboten.

Die Meditationsformen können dabei grob in zwei Gruppen eingeteilt werden:

  1. Passive Meditation (kontemplative) – sie wird im stillen Sitzen praktiziert
  2. Aktive Meditation – umfasst körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren

Diese Einteilung bezieht sich rein auf die äußere Form. Die beiden Meditationsformen können innerlich sowohl aktive Aufmerksamkeitslenkung als auch passives Loslassen und Geschehenlassen umfassen. Unter Meditation wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft nur die passive Form verstanden, wie sie in Abbildungen des meditierenden Buddha symbolisiert wird.

Weiterführende Medien (Literatur, CDs) findet sich im Medienverzeichnis zum Thema Meditation.


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Passive Meditation

Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation

Die im Westen bekanntesten passiven Meditationsformen aus den traditionellen buddhistischen Kontemplationsschulen, sind Vipassana und Zazen.

Der Meditierende verweilt sitzend in einer aufrechten Haltung, die ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung wahrt. Bei den verschiedenen Varianten aber auch innerhalb der Meditationsschulen, ist die Grundlage dieser übung eine vollkommene Achtsamkeit für die geistigen, emotionalen und körperlichen Phänomene im gegenwärtigen Moment.

Beide Schulen lehren ein nicht wertendes und absichtsloses Gewahrsein im Hier und Jetzt, ohne dabei an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen zu haften, mit dem Ziel einer transzendenten spirituellen Erfahrung.

Siehe auch: Konzentrationsmeditation (auch Samatha-Meditation) - fungiert häufig als eine Einleitung oder Vorbereitung für die Vipassana-Meditation.


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Konzentrationsmeditation

Bei der Samatha-Meditation (auch Geistesruhe-Meditation) konzentriert man sich auf ein einziges Objekt wie beispielsweise den Atem, ein imaginiertes Bild, einen bstimmten Gedanken oder ein Mantra. Die konzentrierte Fokussierung auf ein Objekt, soll eine Ausschaltung bzw. Ersetzung des alltäglichen Gedankenflusses bewirken und so zu einer tiefen Beruhigung des Geistes führen.

Samatha- und Vipassana-Meditation (letztere ist eine Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation), werden manchmal als eigenständige Meditationsformen beschrieben. Jedoch fungiert die Samatha-Meditation häufig als eine Einleitung oder Vorbereitung für die Vipassana-Meditation.

Bei der von Rudolf Steiner (1861-1925) begründeten Anthroposophie, ist die Meditation ebenfalls ein wesentliches Element. Steiner beschreibt verschiedene Techniken der Meditation zur Selbstvertiefung und -verstärkung des Denkens, die der Konzentrationsmeditation zugeordnet werden können. Die anthroposophische Meditation hat mit den meisten anderen Meditationsarten das gemeinsame Ziel, die Trennung des sich als Subjekt erlebenden Menschen von einer als Objekt erfahrenen Welt zu überwinden. Aber im Unterschied zu den meisten Meditationsarten mit buddhistischem oder hinduistischem Hintergrund, ging es Steiner darum diesen Zustand ganz konkret in den Erscheinungen und Qualitäten der Welt aufzusuchen mit dem Ziel, dem Menschen ein spirituelles Verhältnis zur Welt und sich selbst zu ermöglichen.

Eine besondere Form der Konzentrationsmeditation stellt das Namensgebet dar. Dabei werden göttliche Namen als Mantra bzw. in mantraähnlicher Form genutzt.


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Stille- oder Ruhemeditation

In den christlichen Traditionen gibt es verschiedene Anleitungen und Schritte zur Meditation und Kontemplation. Die Lectio divina (lat., wörtl.: „göttliche Lesung“) beispielsweise, ist eine Methode der betenden Meditation über Bibeltexten.

Siehe auch: Christliche Traditionen


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Transzendentale Meditation (TM)

Die Transzendentale Meditation ist eine von dem indischen Lehrer Maharishi Mahesh Yogi (1918-2008) vermittelte und seit Ende der 1950er Jahre weltweit verbreitete Meditationstechnik. Aus Sicht von Maharishi Mahesh Yogi und der seiner Anhänger, sei es die authentische, von Maharishis Lehrer Brahmananda Saraswati wiederbelebte Meditationstechnik der vedischen Tradition, die vereinbar mit allen religiösen und weltanschaulichen überzeugungen sei.

Das Hilfsmittel dieser Technik ist ein Wort (Mantra), das auf natürliche und anstrengungslose Weise und ohne Zuhilfenahme von Konzentration oder Kontemplation zu gebrauchen sei. Bei richtiger Anwendung erfahre der TM-Meditierende eine tiefe Stille bei gleichzeitig erhöhter Wachheit und bei fortschreitender Praxis stabilisiere sich dieser neben Wachen, Traum und Tiefschlaf „vierte Hauptbewusstseinszustand“.

Diese Ruhevolle Wachheit werde von da an 24 Stunden am Tag gemeinsam mit den drei Hauptbewusstseinszustände erlebt und es entwickelten sich schließlich höhere Bewusstseinszustände, die schließlich in die auch sinnlich erfahrene Einheit von Selbst und Welt einmündeten (dem „Einheitsbewusstsein“).

TM soll bequem und aufrecht sitzend mit geschlossenen Augen zweimal täglich jeweils 15 bis 20 Minuten geübt werden. 6 Fortgeschrittenen-Techniken sowie das „TM-Sidhi-Programm“, welches sich auf die alten Yogasutras Patanjalis beruft, ergänzen die Basis-Technik. Die Meditationstechniken können sowohl in Kursen der TM-Organisation als auch bei unabhängigen TM-Lehrern erlernt werden.


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Aktive Meditation

Geh-Meditation

Oft dient eine körperliche Tätigkeit als Methode der Fokusierung einer Meditation. Die einfachste Tätigkeit dieser Art ist wahrscheinlich das Gehen, welches sowohl in der christlichen (z.B. bei verschiedenen Mönchsorden) als auch in der fernöstlichen Kultur (bspw. im Zen als Kinhin) Anwendung findet.


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Musik und Rezitation

In vielen Schulen werden rhythmische Klänge und Musik genutzt, um die Meditation zu erleichtern. In der christlichen Tradition sind das vor allem Choräle (besonders aus der Gregorianik bekannt).

Auch das Rosenkranz- und Jesusgebet des Christentums hat meditative Aspekte. Und im Hinduismus sowie Buddhismus, werden Mantren rezitiert – entweder lautlos bis leise oder in Form von Gesängen (Chanting).


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Tantra

Tantra ist die Lehre des Flusses der Shakti (steht im Hinduismus für die weibliche Urkraft des Universums) oder auch des Chi (Lebensenergie, ein zentraler Begriff des Daoismus), und hat seine Wurzeln in hinduistischen und buddhistischen Traditionen. Es ist ein mystischer Einweihungspfad, in dessen Meditationen mit der Visualisierung verschiedener Gottheiten und der Rezitation von Mantren gearbeitet wird.

In den höheren Tantras wo Sexualität als Weg zur Urquelle der Lebenskraft (Shakti) angesehen wird, können Rituale unter Einbeziehung der Sexualkraft mit einem Partner praktiziert werden. Eine spezielle innere Haltung sowie Atem- und Energietechniken, würden dabei über ekstatische Erfahrungen während der sexuellen Vereinigung zu spirituellen Erfahrungen führen.

Das hinduistische Tantra in Verbindung mit Kundalini (eine in tantrischen Schriften beschriebene ätherische Kraft im Menschen) und der Lehre der Chakren (Energiezentren zwischen dem materiellen Körper und dem subtilen Körper), wurde im Westen durch die Arbeiten von John Woodroffe bekannt, das buddhistische Tantra durch den Vajrayana-Buddhismus (tantrischer oder tibetischer Buddhismus).


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Tanz

Wie unter anderem bei einigen der neueren, fernöstlich inspirierten Meditationsformen, kann Tanzen ein Teil der Vorbereitung zur eigentlichen Meditation in Stille sein.

Wie beispielsweise der Trancetanz, welcher teilweise auch als Meditation angesehen wird, oder in der orientalischen Tradition des Derwisch-Tanzes im Sufismus der islamischen Mystik, wo der Tanz eine Vorbereitung zur meditativen Versenkung darstellt. Der Derwisch-Tanz bewirkt körperliche Zentriertheit und einen Bewusstseinszustand frei von Gedanken, also günstigen Voraussetzungen für Meditation und in diesem Fall für das Dhikr (das ununterbrochene Bewusstsein der Gegenwart Gottes).

Bei manchen Meditationseminaren werden zwischendurch klassische (griechische) Kreis-Tänze eingesetzt, die langsam und Schritt für Schritt ausgeführt werden. Dadurch soll bei den Meditierenden eine bewusstere Verbindung mit dem eigenen Körper erreicht werden, die bei langen Meditationssitzungen mitunter abnimmt.


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Zen-Buddhismus

Im Zen wird in ganz unterschiedlichen Tätigkeiten eine achtsame meditative Haltung geübt, beispielsweise ...

Im Laufe eines Sesshin, dem gemeinsamen Meditieren über längere Perioden in einem Zen-Kloster oder Trainings-Zentrum, werden auch alltägliche Tätigkeiten (Samu) wie Abwasch, Reinigung, Garten etc., in großer Geistesgegenwart, bestimmter Form und Achtsamkeit verrichtet.


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Yoga

Atemtechniken (Pranayama), verschiedene Körperhaltungen und -übungen (Asanas), sowie Fasten und andere Arten der Askese, unterstützen in der Tradition des Yoga die Meditation. Lange bewegungslos gehaltene Asanas sind bereits meditativ. Als Vorstufen der Meditation (Dhyana) im Raja Yoga, gelten Pratyahara (Zurückziehen der Sinne) und Dharana (Konzentration).

Dhyana bezeichnet die notwendige Entwicklungsvorstufe zum Ishvara-Samadhi.

Im Jnana Yoga gilt die Meditation als natürliches Sein und wird daher nicht explizit praktiziert. Eine westliche Art des Jnana Yoga ist das Yoga der Stille.

Siehe auch: Yoga - Ursprung und verschiedene Techniken


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Neuere, fernöstlich inspirierte Meditationsmethoden

Die von Bhagwan Shree Rajneesh (Osho) in seinem Ashram in Pune 1970 entwickelten Meditationsmethoden für Menschen aus dem Westen, gehören zu den bekanntesten neueren aktiven Meditationsmethoden. Bekannt sind Dynamische,- Kundalini-, Nadabrahma- und die Nataraj-Meditation.

Durch aktive Bewegung und verstärkte Atmung, sollen vor der eigentlichen Meditationsphase seelische und körperliche Spannungen abgebaut sowie das Körpergefühl intensiviert werden.

Während der New-Age-Bewegung wurden zahlreiche aktive Meditationsmethoden entwickelt, die häufig als Musik-CD mit Bewegungsanleitungen oder Begleitbuch angeboten werden.


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