Qigong und
Qigong-Kugel

Inhaltsverzeichnis


  1. Qigong

  2. Qigong-Kugel / Klangkugel


Qigong

Einleitung


Qigong oder Chigong, ist eine chinesische Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform die der Kultivierung von Körper und Geist dient, wobei auch Kampfkunst-übungen darunter verstanden werden. Diese Praxis der Gesundheitsvorsorge, hat in der Geschichte Chinas schon immer eine große Rolle gespielt, wurde aber auch für religiös-geistige Zwecke (vor allem im Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus) eingesetzt und in den Klöstern überliefert.

Weiterführende Medien (Literatur, DVDs) findet sich im Medienverzeichnis zum Thema Qigong.


Ursprung und Gegenwart

Der Ursprung der übungen liegt weit zurück. Bereits im Zhuangzi (verfasst von Zhuang Zhou - 365 v. Chr. - 290 v. Chr.) werden bestimmte Formen angedeutet und aus der Zeit der Han-Dynastie (von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) existieren Seidenbilder. Die Techniken wurde erstmals von dem Daoisten Xu Xun aus der Jin-Dynastie (265 bis 420 n. Chr.) verwendet und bezeichnen seither bestimmte übungen in der Kampfkunst.

Die für diese übungen gebräuchliche Bezeichnung Qigong, findet erst seit den 1950er Jahren Verwendung. Die verschiedenen Stilarten des Qigong sind teilweise neue Entwicklungen, welche jedoch auf den jahrtausendealten Traditionen basieren.

Während der sogenannten Kulturrevolution in China, wurden alle Traditionen als revanchistisch verpönt angesehen und verfolgt. Seither erlebte die Kunst des Qigong langsam eine Renaissance und wird jetzt als ein einmaliger Schatz der chinesischen Kultur betrachtet der staatlich gefördert wird. So gibt es Bemühungen die Wirksamkeit des Qi wissenschaftlich zu erforschen und es wurden viele neue Systeme (besonders im therapeutischen Bereich) entwickelt.

Es werden zum Teil erstaunliche Heilungserfolge gemeldet, wobei in den letzten Jahren auch vermehrt Fälle von Erkrankungen durch falsch angewandtes Qigong aufgetreten sind und in einigen Kliniken sogar Spezialabteilungen dafür eingerichtet wurden.

Zusammen mit der Chinese Health QiGong Association (CHQA), stellte das chinesische Sport-Ministerium 2003 das neustrukturierte Gesundheits-Qigong vor, welches in China durch die staatliche Unterstützung große Verbreitung gefunden hat.

Dabei wurden die alten Formen

von der Sportuniversität Peking und medizinischen Fachleuten geprüft und standardisiert.

Formen des Qigong

Zur Praxis des Qigong gehören Körper- und Bewegungsübungen, Atemübungen, Konzentrationsübungen sowie Meditationsübungen. Die übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses (Qi oder Chi ist die Lebensenergie) im Körper dienen.

Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Richtungen des Qigong, darunter Techniken beeinflusst durch den Buddhismus oder dem Daoismus. Beim Forschungsinstitut für Qigong in Peking wurden insgesamt über 1.000 verschiedene Richtungen angemeldet, von denen allerdings nur rund 100 anerkannt sind. Qigong darf erst dann so bezeichnet werden, wenn sich zumindest 2 von 4 Komponenten zu einer Einheit in der übung verbinden: Entspannung – Ruhe – Natürlichkeit – Bewegung – Atmung – mentale Vorstellung – Ton.

Im Daoismus wird Waidan (das äußere Elixier) zu den Bewegungsübungen und Kampfkünsten gerechnet, zu denen auch Taijiquan gehört. Neidan (das innere Elixier) bezeichnet Atemübungen und nach Innen gerichtete (meditative und konzentrative) Qigong-übungen. Innerhalb des Neidan wird außerdem zwischen übungen mit Bewegung oder in bestimmten Körperhaltungen, übungen des Nährens des ‚Qi‘, Qigong-Massage, medizinischem Qigong und Heilmethoden mit Qi unterschieden.


Qigong-Kugel / Klangkugel

auch Qi-Kugeln, Baodingkugeln, Trainingskugel oder Entspannungskugel

Der Name Qigong setzt sich aus den Worten Qi und Gong zusammen. Qi bezeichnet die Lebensenergie, deren freie Zirkulation im Körper mit Gesundheit gleichzusetzen ist, das Wort Gong bezeichnet eine Technik zur Kultivierung dieser persönlichen Lebensenergie.

Ursprung

Die Verwendung von Qigongkugeln reicht bis in die chinesische Ming-Dynastie (von 1368 bis 1644) zurück. Zu Beginn bestanden die Kugeln einfach nur aus Walnüssen, Kastanien oder vergleichbarem und dienten der Anregung der Fingerfertigkeit. Erst im Lauf der Jahrhunderte wurden daraus Stein-, Ton- oder (seit dem 14. Jhdt.) Metallkugeln bis hin zu kleinen Kunstwerken mit einem besonderen Klang. Künstlerische Verzierungen finden sich seit etwa dem 18 Jahrhundert auf den Oberflächen der Kugeln.

Die Bezeichnung Baoding-Kugeln tragen nur jene Exemplare, die in der Stadt Baoding in der chinesischen Provinz Hebei hergestellt wurden.


Beschreibung und Aufbau

Die Qi-Gong-Kugel ist eine Metallkugel mit einem Durchmesser von durchschnittlich ca. 40-50 mm (die noch praktisch nutzbare kleinste 30 mm, die größte bis zu 80 mm). Die Kugeln sind hohl und haben im Inneren eingebaute Klangelemente (Innenkugeln), die bei Erschütterung einen angenehmen Klang erzeugen. Ein Set besteht aus zwei Kugeln mit unterschiedlichem Klang, üblicherweise in einer Schatulle zur Aufbewahrung.

Die äußere Schicht der Kugeln, besteht meistens aus farbigem Email. Unter dieser Email-Schicht liegt eine Hohlkugel aus Stahl, in die der Klangmechanismus eingearbeitet ist. Das klangerzeugende Element ist üblicherweise eine Feder aus Draht oder Blech, welche durch eine kleine gläserne Kugel im Inneren der Hohlkugel angeregt wird.

Die Innenkugel erzeugt entweder einen hohen Ton, der das Weibliche (Yin) symbolisiert, oder einen tiefen Ton, der das Männliche (Yang) symbolisiert. Die Klänge wurden ursprünglich auch als Phönix- bzw. Drachen-Ruf bezeichnet.


Anwendung und Wirkung

Der chinesischen Tradition zugfolge, sollen die Kugeln das Gleichgewicht von Yin und Yang im eigenen Körper wiederherstellen und außerdem die Akupunkturpunkte / Reflexzonen der Hand stimulieren / aktivieren. So sollen Blockaden im Qi-Fluss des Körpers gelöst und dadurch auch eine Besserung chronischer Krankheiten erreicht werden.

Die durch das Erlernen des Kugeldrehens erreichte Harmonisierung des Körpers, soll gleichzeitig auch die Möglichkeiten zur geistigen Weiterentwicklung des Individuums erweitern.

Positve Effekte des Bewegens der Kugeln in der Hand

Dazu gibt es verschiedene übungen, die nach Anzahl der Kugeln sowie der Geschicklichkeit des übenden variieren können. Die Unterscheidung dieser übungen erfolgt unter anderem zwischen dem:


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