Holzböden

Inhaltsverzeichnis

  1. Parkett (Eigenschaften)
  2. Arten von Parkett
  3. Reinigung und Pflege von Holzböden


  4. Böden - Inhaltsverzeichnis


Siehe auch: Bohnern | Reinigen und Pflegen von Holzmöbeln


Parkett (Eigenschaften)

Das Holz für Parkett ist in der Regel Hartholz von Laubbäumen, das in kleine Stücke gesägt und nach bestimmten Mustern zusammengesetzt wird. Dabei wird das Holz immer so eingebaut dass die Holzfaser horizontal liegt. Holzböden bei denen die Jahresringe sichtbar sind (die Fasern vertikal stehen) nennt man Holzpflaster bzw. Holzstöckelpflaster. Großformatige Holzböden aus langen Brettern nennt man Dielenboden.


Im Gegensatz zum Dielenboden, benötigt Parkett wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken einen tragfähigen Untergrund - der Aufbau wirkt der Fugenbildung entgegen. Im Vergleich zu einem Textilboden, ist Parkett ein besonders beständiger Bodenbelag.

Da Holz ein hygroskopischer Baustoff ist (v. Altgriechisch „feucht, nass“ und skopein „anschauen“, bezeichnet die Eigenschaft Feuchtigkeit, d.h. Wasserdampf aus der Luftfeuchtigkeit, zu binden), wirkt ein Parkettboden raumklimaregulierend. Durch seine geschlossenen Flächen ist er außerdem sehr hygienisch.

Im Vegleich zum kostspieligeren Parkett, besteht ein Laminatbelag aus Holzfaserstoffen (als Träger) und ist mit Melaminharz beschichtet. Die sichtbare Holzoberfläche besteht also aus einer einlaminierten Papierlage mit Holzmuster - einer Dekorschicht imprägniert mit Melaminharz. Über die Kunststoffoberfläche ist zwar keine Feuchtigkeitsaufnahme möglich, über die Fugen jedoch schon.

Ein großer Vorteil von Parkettböden ist das diese durch Schleifen und Versiegeln mehrfach renoviert werden können – das ist bei Laminat nicht möglich, da sonst das Trägermaterial unter der Dekorschicht freigelegt werden würde. Das Verlegen von Laminatböden erfolgt in gleicher Art wie Parkett.


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Holzarten


Traditionelle europäische Holzarten

Ahorn - AkazieApfelbaumBirke - BirnbaumBuche - Eiche (hell und dunkel) - EdelkastanieEsche - HainbucheKirscheOlive - Nussbaum/Walnuss - Ulme (auch Rüster, Rusten oder Effe)Robinie


Außereuropäische Holzarten

Afzelia (Doussie) - Bongossi/Azobe - Bubinga - Cabreuva - Eukalyptus - Jatoba - Kambala - Kosipo - Kotibe - Landa - Limbali - Louro vermelhoMahagoni/Sipo/Makore - Merbau - MutenyePerobaSantos-Palisander - Teak/Burma - Wenge/Panga-Panga - Zebrano


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Arten von Parkett


Massivparkett

ist ein aus Massivholzstücken bestehender Bodenbelag, bei dem verschiedene Ausführungen unterschieden. Massivparkett wird meist roh verlegt und anschließend in mehreren Schleifgängen mit einer Parkettschleifmaschine abgeschliffen. Danach erfolgt eine Oberflächenbehandlung mit Fußbodenöl, Parkettlack oder Wachs.

Auch erhältlich ist kalibrierter Massivparkett mit bereits werkseitig durchgeführten Oberflächenbehandlungen.

Arten von Massivparkett
Stabparkett - Mosaikparkett - Lamparkett - Hochkantlamellenparkett - Parkettdiele - Massivdiele - Tafelparkett (auch Französisches Parkett; die „Königin unter den Parkettfußböden“)



! Gefahrenhinweis

In den 1950er bis 1970er Jahren wurden Massivparkette (vor allem Hochkantlamellen, Holzpflaster, Mosaik und Lamparkette) mit teer- oder bitumenhaltigen Klebern auf Zement- oder Asphaltestriche verklebt. Solche Kleber sind oft mit krebserzeugenden PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet, die durch Trittbelastung zermahlen und über die Fugen im Parkett in die Raumluft und in den Hausstaub gelangen können.

Das freigesetzte PAK wird so über Atemluft, Nahrung oder durch Hautkontakt aufgenommen - besonders auf dem Fußboden spielende Kleinkinder sind dadurch gefährdet. Verdächtig ist insebsondere Parkett, das vor Ende der 70er Jahre verlegt wurde und Kleber, dessen dunkle Farbe auf Teer- bzw. Bitumenanteile hinweist.

Der Kleber sollte in einem Labor auf PAK geprüft werden, die Demontage und Entsorgung des Parketts sollte nur von Fachunternehmen durchgeführt werden.


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Mehrschichtparkett

1939 erhielt Johann Kähr das Patent für das Mehrschichtparkett (Lamellenplatte) an und 1941 führte sein Unternehmen das weltweit erste "Fertigparkett" ein. Durch den 3-schichtigen Aufbau hat es eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann so auch lose (ohne vollflächige Verklebung) in einem Klick-System auf einer Unterlagsmatte verlegt werden.

Diese Klicksysteme unterscheiden sich in


Bei Mehrschichtparkett besteht die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart, ist oft nur 2-4 mm dick und auf einer bzw. mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff (ein Werkstoff der durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen der Strukturelemente erzeugt wird) geklebt. Zur Verlegung bestehen die Platten aus in das Nadelholz eingearbeitete Nut und Feder - das Schleifen nach der Verlegung entfällt, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt wurden.

Geringe Höhenunterschiede von unter 0.1 mm zwischen den einzelnen Elementen, werden daher nicht ausgeglichen. So lässt sich Fertigparkett von gewöhnlichem Parkett leicht durch Betrachten gegen das Licht unterscheiden (die Einzelelemente zeigen eine makellose Glätte und scharfkantige Begrenzung). Die Belastbarkeit von Mehrschichtparkett hängt nicht nur von der Holzart, sondern auch vom Gesamtaufbau, der Stärke der Nutzschicht und der Art und Güte der Mittellage ab.


Bei schwimmend verlegtem Mehrschichtparkett ist die Lebensdauer aufgrund der laufenden mechanischen Belastung nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett (durch die Kippbewegungen kanne s bei den Fugen mit der Zeit zum Eindringen von Wasser führen).

Wichtig für die Qualität von Mehrschichtparkett ist 1. die Qualität des Oberflächenlacks (hier und nicht auf dem Holz findet die Belastung statt), 2. die Qualität der Dielenverbindung und 3. die Verwendung hochwertiger Techniken.


Neben dem Dreischichtparkett gibt es auch Zweischichtparkett, eine Parkettart deren erste (obere) Schicht eine sichtbare Deckschicht und die zweite Schicht das Trägermaterial bildet. Die zwei Schichten sind miteinander mit Holzleim oder einem Polyurethan (PU) Schmelzkleber verbunden.

Der Vorteil von Zweischichtparkett ist das es meist mit fertiger Oberfläche (lackiert oder geölt) verlegt wird und die Oberflächenbearbeitung vor Ort entfällt. Die vollflächige Verklebung macht es auch für eine Fußbodenheizung geeignet, erhöht die Lebensdauer und verbessert entscheidend den Raumschall. Eine Renovierung ist einfacher als bei dreischichtigem Fertigparkett, welches schwimmend verlegt wird.

Um die Nutzungsdauer eines Massivparketts annähernd zu erreichen, ist eine Nutzschicht von mind. 6 mm erforderlich.


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Reinigung und Pflege von Holzböden

Siehe auch: Bohnern



Reinigung

Schon unsere Großmütter wussten das Parkett weniger zerkratzt wird und der Wischmop immer sauber bleibt, wenn man 2 Eimer statt 1 nimmt um den Boden zu wischen!


Zur Reinigung von Holzböden wie Parkett, sollten keine stark alkalischen Reinigungsmittel verwendet werden. Am besten nur wenig klares Wasser (Vorsicht, Parkett verträgt nur wenig Wasser) und bei Bedarf etwas milder Haushaltsreiniger oder auch Weichspüler.

Auch mit einer Mischung aus Wasser und Ammoniakwasser/Salmiakgeist (Ammoniumhydroxid) kann Parkett gut gereinigt werden – sparsam dosieren!



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Pflege


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