Teppiche

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeine Informationen zu Teppichen
  2. Reinigungsmethoden bei Teppichen

  1. Teppichreinigung
  2. Naturfaser - Sisal- und Seegrasteppich


  3. Böden - Inhaltsverzeichnis

Siehe auch: Textilien - Flecken ABC

Allgemeine Informationen zu Teppichen

Teppiche sind Schalldämmend (guter Trittschall-Schutz vor allem gegenüber den darunter liegenden Wohnungen) und bewahren den Bodenbelag vor Druckstellen und Kratzern.


  • Lose Teppiche sind empfehlenswerter als fest verlegte, da diese ausgeklopft und dadurch auch belüftet werden können.

    Um ein verrutschen des Teppichs auf einem glatten Untergrund zu vermeiden, einfach breite Dichtungsringe von Einmachgläsern an die Unterseite der Ecken kleben. Alternativ gibt es eine speziell dafür gefertigte Plastikmatte (Anti Rutschmatte) die unter den Teppich gelegt wird.

  • Teppiche aus Naturfasern weisen den Schmutz wesentlich besser ab als ein Teppich aus Kunststoff. Wollteppiche (mit Wollsiegel), sollen außerdem von Haus aus gegen Motten geschützt sein.
  • Für Menschen mit einer Hausstauballergie empfiehlt sich ein Teppich aus Polyamid, da dieser aufgrund der geringen Feuchtigkeitsaufnahme kein gutes Klima für die Hausstaubmilbe bietet. Bei einer Hausstauballergie empfehlen Allergikerverbände die Verlegung wischbarer Böden, da solche eine bessere Hygiene ermöglichen (Siehe: Holzböden, Laminatböden, Linoleumböden).
  • Achtung: Vor allem synthetische Produkte können schlecht riechende und sogar krebserzeugende Stoffe ausdünsten, während Naturfasern oft mit insektiziden Mitteln ausgerüstet sind.

Teppichkleber


Zur Beurteilung des Schadstoffgehats gibt es den „EMICODE“: EC1 bezeichnet besonders emissionsarme und EC2 emissionsarme Produkte, sowie den „GISCODE(Gefahrstoff-Informationssystem): D1 = Spuren von Lösemitteln sind enthalten, D2 = Lösemittelarm, aromatenfrei, bis zu 5 % Lösemittel sind enthalten.


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Lagerung

Zur längerfristigen Lagerung eines Teppichs, diesen zuerst absaugen bzw. ausklopfen und mit Seidenpapier belegen. Anschließend in neuwertiges Zeitungspapier einschlagen und gut verschnüren. Das Seidenpapier schützt den Teppich vor einem direkten Kontakt mit der Druckerschwärze der Zeitung. Statt Zeitungspapier kann alternativ bspw. auch Backpapier (unbedruckt) verwendet werden. Anmerkung: Ein Teppich sollte nie in Plastikfolie eingewickelt gelagert werden, da das Gewebe einen gewissen Luftaustausch benötigt.


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Reinigungsmethoden bei Teppichen


Feuchtreinigung

Diese Reinigungsgeräte haben einen kleinen Tank in der Mitte in welchen die Teppichreinigungsflüssigkeit gefüllt wird, welche durch das Rollen der Bürsten den Teppichschaum bildet. Nachdem der Schaum in den Teppich eingerieben wurde, muss dieser dort komplett einziehen und trocknen bevor er abgesaugt wird.

Die Bürsten sind auswechselbar, abhängig davon was für ein Teppich behandelt wird: bei einem harten Teppich empfiehlt sich ein eher grobes, kurzborstiges Bürstensystem, bei weichen und dicken Teppichen sind feine, lange Bürstenhaare sinnvoll.


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Trockenreinigung


Teppichdackel

bezeichnet umgangssprachlich einen mechanischen Teppichkehrer, der über rotierende Bürsten in einem Kasten auf Rollen den Staub aufnimmt. Der "Ur-Teppichdackel" dürfte der Leifheit-Rotaro aus dem Jahr 1960 sein, da dieser eines der ersten weit verbreiteten Modelle war. Es ist sozusagen der Vorläufer der heutzutage in fast jedem Haushalt vorhandenen Staubsauger, die im Gegensatz zum Teppichdackel jedoch Strom benötigen. (siehe auch: Energie Sparen)

Mangels eines großvolumigem Auffangbehälters, braucht man bei der Reinigung größerer Flächen mehr Zeit, da man den Teppichdackel häufiger entleeren muss. Des Weiteren ist die Reinigungsleistung prinzipbedingt geringer als der Staubsauger. Schwächen des Teppichdackels zeigen sich auch in den Ecken und beim Umkurven von Möbelbeinen, da an solchen Stellen leicht Schmutz verbleiben kann.


Staubsauger

Siehe: Staubsauger


Teppich Klopfen

Ein Teppichklopfer bzw. Ausklopfer (in österreich auch "Pracker" genannt) dient der Reinigung von Teppichen und besteht aus Weiden- oder Rattangeflecht bzw., in der modernen Ausführung, aus Hartplastik. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschwand der Teppichklopfer zunehmend aus den Haushalten, da die Reinigung von Teppichen mithilfe eines Staubsaugers unkomplizierter ist. Dadurch sind Teppichklopfer i.d.R. nur noch in Fachgeschäften erhältlich - auch Teppichstangen werden in neueren Wohnvierteln kaum mehr installiert.



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