Computer- und
Peripheriegerätereinigung

Inhaltsverzeichnis


  1. Nützliche Reinigungsmittel und -utensilien
  2. Gehäuse und Peripheriegeräte

  3. Reinigung innerhalb des Gehäuses


  4. Pflege und Reinigung von Batterien und Handy
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Siehe auch: Kühlschrank | Staubsauger | Waschmaschine und Trockner | Energie und Ressourcen Sparen

Nützliche Reinigungsmittel und -utensilien


Anmerkung: Swiffer-Tüchern sollte man umsichtig einsetzen, da sich diese elektrostatisch aufladen und so evtl. empfindliche PC-Komponenten irreparabel beschädigen können. Mit den Tüchern sollten daher am besten nur die Außenseite des Computers, die Maus, Tastatur und der Bildschirm entstaubt werden, nicht jedoch die Elektronik im inneren.


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Gehäuse und Peripheriegeräte


Reinigung des Computergehäuses

Zuerst das Gehäuse mit einem weichen Tuch trocken abstauben – dabei darauf achten dass kein Staub in die Lüftungsschlitze gerät. Flächen ohne Schlitze können mit einem leicht angefeuchteten, weichen Tuch gereinigt werden. Stärker anhaftende Verschmutzungen können leicht mit einem mit Isopropanol befeuchteten Tuch entfernt werden.


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Computermaus

Eine Computermaus mit Gummikugel kann mit Wattestäbchen einfach gereinigt werden:

Staubfusseln bei einer Computermaus mit optischem Sensor, können mit einer Pinzette vorsichtig entfernt werden. Die Außenseite der Maus mit einem leicht mit Isopropanol befeuchteten Tuch Sauberwischen.


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Tastatur

Computertastatur Auf und in einer Tastatur finden sich nicht nur Schmutz und Staub sondern auch Bakterien (in einer Tastatur leben durchschnittlich mehr Bakterien als im Kühlschrank oder dem WC !).

Tipp: Um eine Tastatur vor Verschmtzungen zu schützen, einfach eine Klarsichtfolie darauf ausbreiten :-)


Zum Abstauben der Zwischenräume der Tasten eignen sich bspw.ein :
  • Rasierpinsel
  • Kosmetikpinsel
  • Lasur-Pinsel
  • Staubsauger mit Bürstenaufsatz


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Trockenreinigung ohne die Tastatur auseinander zunehmen

Benötigte Utensilien: 1 Borstenpinsel, 1 Haarpinsel, event. ein Akkustaubsauger mit Bürstenaufsatz, ein leicht feuchtes Bildschirmreinigungstuch bzw. Brillenputztuch.



Tipp: In Fotofachgeschäften gibt es zur Reinigung von Kameraobjektiven einen Pinsel mit einem Blasebalg. Diese eignen sich auch sehr gut für die Reinigung von Tastaturen.


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Feuchtreinigung


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Monitor: Bildschirm- und Gehäusereinigung


LCD Monitor

Vermeiden

! Achtung, Zum Reinigen von Bildschirm oder Monitorgehäuse sollten folgende Substanzen vermieden werden, da sie Gehäuse oder Bildschirm beschädigen können:


  • Entflammbare Reinigungsmittel wie z.B. Ammoniak, Benzin, Reinigungsbenzin, Benzol, Ethanol, Methanol, Verdünner usw. (nicht am Bildschirm)
  • Ketonsubstanzen
  • Kunststoff lösende Reinigungsmittel
  • Laugen
  • Lösungsmittel wie Aceton, Toluol oder Xylen
  • Poliermittel
  • Produkte die Hexan enthalten.
  • Reinigungslösungen die Fluorid, Säuren oder Alkalien enthalten.
  • Säuren
  • Scharfe Reinigungsmittel
  • Scheuermittel: Scheuerpulver, Scheuermilch
  • Sprühreiniger
  • Wachs
  • Wasser (am Bildschirm oder öffnungen wie den Lüftungsschlitzen)


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Grundlegende Hinweise zur Bedienung und Reinigung von Flachbildschirmen

  1. Um die Lebensdauer zu erhöhen und den Stromverbrauch zu senken, den Bildschirm bei Nichtnutzung ausschalten, schwarz schalten oder die Energiesparfunktion aktivieren (siehe auch: Tipps zum Strom Sparen).
  2. Das so genannte „Einbrennen“ ist bei Flüssigkristallbildschirmen (LCD-Displays) grundsätzlich nicht möglich. Bildfehler die so wirken, verschwinden normalerweise indem der Monitor längere Zeit ausgeschaltet (bzw. Stand-by) bleibt oder dynamische Inhalte (bspw. ein Bildschirmschoner) anzeigt. Eine andere Möglichkeit ist es, ein völlig weißes Bild zu erzeugen (Jpeg) und dieses durch den Bildschirmschonfunktion darstellen zu lassen, bis die Darstellungsfehler vollständig verschwunden sind.
  3. Beim transportieren den Bildschirm keinen stärkeren Stößen aussetzen und die Originalverpackung nutzen um Kratzer zu vermeiden.
  4. Im Betrieb darauf achten dass die Lüftungsschlitze am Bildschirm frei bleiben.
  5. Damit der Monitor wie neu aussieht und auch um die Lebensdauer des Geräts zu verlängern, wird eine regelmäßige Reinigung empfohlen.
  6. Die Reinigungsmethoden von Flachbildschirmen weichen generell nicht von denen bei herkömmlichen Röhrenmonitoren ab.
  7. Die Monitoroberfläche ist sehr empfindlich und kann leicht verkratzt werden. Zudem sind die meisten Flachbildschirme mit einer Oberflächenbeschichtung versiegelt, die durch unsachgemäße Reinigung ebenfalls Schaden nehmen kann.
  8. Vor der Reinigung sollte man sich darüber informieren was der Hersteller (auf der jeweiligen Homepage bzw. in der Betriebsanleitung) des Monitors empfiehlt – verschiedene Hersteller haben hier oft voneinander abweichende Meinungen. Generell ist es ratsam, die veröffentlichen Pflegehinweise auf ihre Aktualität hin zu überprüfen.
  9. Aus Sicherheitsgründen vor dem Reinigen immer den Monitor ausschalten und den Netzstecker ziehen.
  10. Der Gehäuseinnenraum sollte nur von einem Fachmann gereinigt werden.
  11. Reinigungsmittel oder andere Flüssigkeiten nie direkt auf den Monitor sprühen, sondern ein Tuch leicht damit befeuchten und die Flüssigkeit niemals in das Innere des Gerätes eindringen lassen.
  12. Der Monitor sollte grundsätzlich mit einem fusselfreiem, sauberen, weichen, trockenen und antistatischem Tuch (bspw. einem Baumwoll-, Brillenputz oder Mikrofasertuch) gereinigt werden. Es sollten keine Papiertücher verwendet werden, da diese den LCD beschädigen (zerkratzen) können.


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Vorgehen beim Reinigen

Zur Reinigung von Flachbildschirmen geeignet sind antistatische, saubere, weiche (nicht kratzende) und fusselfreie Tücher (bspw. Brillenputztuch, Baumwolltuch, Mikrofasertuch), die sowohl feucht als auch trocken verwendet werden können.


Trockenreinigung
Um Staub und andere Partikel zu entfernen, Bildschirm und Gehäuse mit einem Tuch vorsichtig abwischen. Auf die druck- und kratzempfindliche Bildschirmoberfläche immer so wenig Druck wie möglich ausüben, da sonst einzelne Bildpunkte beschädigt werden oder durch Staubkörnchen Kratzer entstehen können.


Feucht Reinigen


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Reinigung innerhalb des Gehäuses

Damit die Bestandteile wie CPU (metallische Leitungswege des Prozessors dehnen sich mit zunehmender Temperatur aus und die Rechenleistung verringert sich dadurch), Netzteil und RAM nicht überhitzen, müssen die Aktivlüfter bzw. die Passivkühlung frei von Schmutz sein um ihre Aufgabe erfüllen zu können - die richtige Betriebstemperatur ist für die sensiblen Bauteile von entscheidender Bedeutung. Durch Staub und Schmutz werden die kühlenden Elemente mit der Zeit zugesetzt und die Kühlleistung nimmt je nach Ausmaß deutlich ab - die Lüfter und Kühler des Computers sollten daher regelmäßig gereinigt werden.


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Vorbereitungen


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Erdung - Elektrostatische Aufladung vermeiden

Vermieden werden sollten: frisch gewaschene Haare, Bekleidung aus synthetischen Materialien sowie gestrickte Kleiduung.


  1. Das Kabel vom Netzteil im Computer und in der Steckdose eingesteckt lassen - PC-Netzteile sind mit dem PE (Erdungsleiter) so über die Steckdose und die Gebäudeverkabelung mit dem Erdpotenzial verbunden und elektrostatische Ladungen können abfliessen.

    • So kann man sich während der Arbeit immer wieder über das PC-Gehäuse erden bzw. einen Potenzialausgleich ausführen, um die Elektrostatische Aufladung über das Gehäuse und nicht über die empfindlichen Elektronischen Bauteile abzuleiten.
  2. Bevor man im inneren des Gehäuses etwas anfasst, sollte man sich zusätzlich an einem unlackierten Heizrrohr der Heizung oder an der Erdung in der Steckdose Erden.
  3. Als bequemere und sichere Alternative empfiehlt sich eine ESD-Matte mit Erdungsarmband und event. antistatischem Werkzeug. Weiteres ESD-Zubehör: Erdungskabel, Erdungsstecker und Fußbänder. So ausgerüstet lässt sich elektrostatische Entladung professionell vermeiden.

Grund für diese Maßnahmen: Bereits 0,8 Volt sind für die empfindliche Elektronik fatal!


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Vorgehensweise

  1. Den Staub auf den elektronischen Bauteilen wie Kühlkörper, Lüfter usw. vorsichtig mit einem weichen Pinsel abbürsten, während man einen Staubsauger mit aufgesetzter Fugendüse nahe hält (ohne wo anzustoßen) um den Staub sofort abzusaugen .
  2. Der CPU-Kühlkörper sollte zur einfacheren Reinigung abmontiert werden. Die Prozedur sollte etwa 2x im Jahr druchgeführt werden: den Kühlkörper abnehmen, entstauben und bei der Gelegenheit die Wärmeleitpaste erneuern.
  3. Auch die Lüfter des Netzteils und der Grafikkarte sollten regelmäßig gereinigt werden. Die Grafikarte (und Soundkarte) eventuell vom Mainboard abziehen, um auch schwer erreichbare Stellen an den Karten und der Hauptplatine (Main- bzw. Motherboard) einfacher erreichen zu können.
  4. Das Netzteil von außen absaugen oder mit Druckluft ausblasen - hartnäckige Verunreinigungen mit einem in Isopropanol getauchtes Wattestäbchen vorsichtig abwischen. Ein Netzteil darf niemals ohne entsprechende Kenntnisse geöffnet werden – akute Stromschlaggefahr!
  5. Nach der Reinigung alle Kabel wieder verbinden, aber das Gehäuse noch nicht verschließen um nach dem einschalten überprüfen zu können, ob auch alle Lüfter laufen.


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Wärmeleitpaste erneuern

Anmerkung: Ein Prozessor ohne Kühlung überlebt ca. 30 Sekunden …


  1. Wärmeleitpaste zuerst grob von der CPU abwischen und anschließend mit wenig Lösungsmittel (Aceton, Isopropanolalkohol) gründlich d.h. Rückstandslos reinigen - auch die Rückseite des Kühlkärpers sollte so gereinigt werden.
  2. Wenig Wärmeleitpaste aud die Mitte des DIE-Heatspreaders auftragen (etwa ein Tropfen) und mit bspw. einer Spielkarte, Telefonkarte, Kreditkarte, Plastikspachtel, … (nichts fasriges wie Wattestäbchen, Klopapier usw.) glatt verteilen. Die Paste sollte sehr dünn aufgetragen werden, da sie lediglich dazu dient feinste Unebenheiten auf der Oberfläche auszufüllen.
  3. Den Kühlkörper dann gerade aufsetzen und möglichst nicht mehr verschieben.
  4. Oder, statt den Punkten 2 und 4, mit der Wärmeleitpaste einen schmalen Strich in der Mitte des CPU-Heatspreaders von oben nach unten ziehen, dann den Lüfter aufsetzen und durch drehen im Uhr-, bzw. Gegenuhrzeigersinn verteilen.


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