Pflege und Reinigung
von Batterien und Handy

Inhaltsverzeichnis


  1. Einleitung
  2. Handy / Mobiltelefon - Handhabung und Pflege


  3. Computer- und Peripheriegerätereinigung
Illustration d'une pile de Volta / Voltasche Säule

Siehe auch: Kühlschrank | Staubsauger | Energie und Ressourcen Sparen

Einleitung

Weil Elektrogeräte besonders gute Staubfänger sind, sollten diese regelmäßig entstaubt werden – das funktioniert gut mit einem antistatischen Staubtuch oder einem Fensterleder. Hartnäckige Verschmutzungen (wie bspw. Fettflecken auf der Fernbedienung), können mit etwas Ethanol und einem Fensterleder bzw. Mikrofasertuch gut entfernt werden. Wenn nass dann immer nur leicht feucht Wischen und die Geräte sicherheitshalber vorher abstecken.

Bei Geräten mit Batterie bzw. Akkumulatorbetrieb (Digitalkameras, MP3-Player usw.) sollte der Stromspeicher bei längerer Nichtnutzung herausgenommen werden – weil so Beschädigungen durch eventuell auslaufende Batterieflüssigkeit vermieden werden und die Batterie zudem geschont wird.

Batterien und Akkus können im Kühlschrank gelagert werden – so entladen sie sich weniger schnell und bleiben zudem in der Leistung länger konstant.


Handy / Mobiltelefon - Handhabung und Pflege

Die folgenden Hinweise gelten generell auch für vergleichbare Geräte wie Digitalkameras und Laptops.

Ein schmutziges Handy wegen der Kurzschlussgefahr nie mit Wasser Reinigen – wenn ein trockenes Tuch nicht ausreichend ist, ein wasserfreies Lösungsmittel (Ethanol) verwenden.


NiCd-Akkumulatoren (Akkus)

Heutige handelsübliche NiCd-Akkus zeigen keinen Memory-Effekt mehr, stattdessen verlieren diese irreversibel ihre Kapazität aufgrund von Alterung, zu starker Erhitzung, Tiefentladung und falscher Polung. Bei heute üblichen NiCd-Akkus wird von einer Tiefentladung, einer Umpolung beim Ladevorgang, dem Vollständigen Entladen und Laden oder zyklischem Entladen/Laden abgeraten – diese Maßnahmen reduzieren lediglich die Gesamtlebensdauer des Akkus.

Bei heute üblichen Akkus ist eine vollständige Entladung vor jeder Ladung nicht mehr notwendig, ein Entladen nach etwa 50 Teilentladungszyklen wird empfohlen.


Anmerkung
Beim Memory-Effekt scheint sich der Akku den Energiebedarf zu merken und im Laufe der Zeit statt der ursprünglichen nur noch die bei den vorangegangenen Entladevorgängen benötigte Energiemenge zur Verfügung zu stellen. Das äußert sich schließlich in einem frühen Spannungsabfall und damit einer Verringerung der nutzbaren Kapazität des Akkumulators.


Feuchte und Salzhaltige Luft

Bei hoher Luftfeuchtigkeit wie am Meer, in tropischen und subtropischen Gebieten, der Küche, dem Badezimmer oder im Schwimmbad, kann sich im Handy Kondenswasser niederschlagen und einen Kurzschluss verursachen. Salzhaltige Luft direkt am Meer oder in Salzbergwerken, kann auf Dauer schweren Schaden verursachen: Ins Handy eingedrungenes Salz zieht aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaft Feuchtigkeit aus der Luft an, erzeugt so eine aggressive Salzschmiere und führt schlussendlich zu einem Kurzschluss– gut in einer Plastiktüte eingepackt wird dem vorgebeugt.

Um einen Kurzschluss bei einem nass gewordenen Handy zu verhindern sofort den Akku entfernen. Ein nasses Handy niemals versuchen einzuschalten (Kurzschluss).Das Handy dann so gut es geht abtrocknen und ein paar Tage an der Luft trocken lassen oder für ca. 24 Stunden in Reis einlegen – dieser nimmt alle Feuchtigkeit auf. Nicht in der Sonne oder auf der Heizung trocknen. Eventuell vorhandene Salzrückstände gründlich entfernen.


Hitze

Ein Handy sollte nicht im Sonnelicht (schon gar nicht hinter einer Autoscheibe, wo es im Sommer schon mal 70 °C haben kann) oder auf der Heizung liegen: Durch direkte Sonneneinstrahlung können sich die Flüssigkristalle verändern und verminderte Abstrahlung oder gar Totalausfall auftreten.

Bei hohen Temperaturen entladen sich Akkus nicht nur schneller, auch die Ladekapazität kann durch die Hitze beeinträchtigt werden. Das Kunststoffgehäuse kann verformt werden und so Steckverbindungen unbrauchbar machen.


Kälte

Auch zu große Kälte kann ein Problem für das Handy sein: Schon bei Temperaturen unter 0°C frieren die Flüssigkristalle des Displays ein und sind dadurch meist irreversibel beschädigt. Zwar sinkt die Ladekapazität bzw. entladen sich Akkus bei tiefen Temperaturen (auch über die Gefrierpunkt) relativ schnell, jedoch nicht so gravierend wie bei zu großer Wärme.

War das Handy länger tiefen Temperaturen ausgesetzt, es langsam der Umgebungstemperatur angleichen und vorher den Akku entfernen: Durch plötzliche starke Erwärmung, kann sich Kondenswasser im Inneren des Handys niederschlagen und einen Kurzschluss verursachen.


Sand

Sand hat die Angewohnheit in die kleinsten Ritzen einzudringen und dadurch langsam aber sicher die Tastatur aber auch die darunter liegenden Verbindungen zu zerkratzen. Weil gewöhnliche Ledertaschen dagegen keinen ausreichenden Schutz bieten, sollte das Handy in luftdichtes Material wie Plastik verpackt werden.