Reinigung und Pflege
von Kochgeschirr

Inhaltsverzeichnis

Topf mit Deckel


  1. Kalk und Kesselstein

  2. Pfannen und Töpfe

    Pfanne

Seite 1 - Reinigungshinweise, Selbstgemischte Reinigungsmittel, Herd und Backofen, Dunstabzug
Seite 2 - Manuelles Geschirrspülen, Spülbecken, Geschirrspüler, Mikrowelle
Seite 3
Seite 4 - Kochutensilien und Essgeschirr


Siehe auch: Küchenmesser


Kalk und Kesselstein

Siehe auch: Kalk - Entstehung und Entfernung


Kesselstein

Kochgeschirr entkalken


  1. ESSIG

    • Kalk kann mit einer Lösung aus Wasser und entweder Essig oder Essigessenz gut entfernt werden.

      Um Kalk an Kochgeschirr oder dem Wasserkocher zu entfernen, Essig oder Essigessenz mit Wasser vermischen (Richtwert Verhältnis Essigessenz zu Wasser ca. 1:10, Essig zu Wasser ca. 1:3) und mindestens 1 Stunde einwirken lassen und eventuell aufkochen – anschließend gründlich mit kaltem Wasser ausspülen.

    • Um zu vermeiden das sich Kalkablagerungen im Topf bilden, einmal pro Woche Essigwasser darin aufkochen lassen (anschliessend gut mit Wasser ausspülen).
    • Um Kesselstein zu beseitigen, etwas Essig(essenz) einfüllen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag aufkochen und mit Wasser abspülen.

    Vorsicht, wird Essig zu konzentriert angewendet, kann er Gummidichtungen (z.B. in einer Kaffeemaschine) angreifen und dadurch porös machen.

  2. SÄUREN

    • Auch das Auskochen mit verdünnten Säuren, zum Beispiel Zitronensäure oder Milchsäure, löst Kesselstein.
  3. Um verkalkte Kochtöpfe blank zu bekommen, einfach zwei Handvoll Kartoffelschalen darin auskochen.
  4. Auch Rhabarbersaft eignet sich gut um Kalkablagerungen im Kochgeschirr zu entfernen.
  5. Oder Wasser einfüllen und das Geschirr für ca. einen halben Tag einfrieren - auch so löst sich der Kesselstein vom Metall.


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Kaffeemaschine

Siehe auch: Kalk - Entstehung und Entfernung | Espressomaschinen - Reinigung und Pflege | Kaffee (Geschichte, Kaffeemaschinen, Zubereitung und Kaffeespezialitäten, uvm.)


Zeichnung einer Kaffeemaschine

  • Um eine Kaffeemaschine zu entkalken, Essigwasser (3 Teile Wasser : 1 Teil Essig bzw. 1 Teil Essigessenz : 10 Teilen Wasser) einfüllen, einige Zeit einwirken lassen und anschließend 2-3 mal mit klarem Wasser nachspülen. Das ersetzt die in der Regel teuren, chemischen Entkalker.
  • Die Entkalkung, sollte je nach Wasserhärtegrad alle 1 bis 3 Wochen durchgeführt werden.
  • Auch Zitronensäure ist ein wirksames Mittel gegen Kalk.
  • Legt man ein Stück Marmor in den Wasserbehälter der Kaffeemaschine, wird das regelmäßige Entkalken angeblich überflüssig.


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Pfannen und Töpfe


Pfanne Topf

Reinigungshinweise


Vorwort

  • Salz in kaltes Wasser, greift auf Dauer die Legierung einfacher Töpfe an, da das ungelöste Salz zu Boden sinkt und chemisch mit dem Metall reagiert. Das Salz sollte daher immer ins heiße Wasser gegeben werden, so löst es sich sofort auf.
  • Eine neue Bratpfanne sollte vor der ersten Benutzung mit Essig ausgekocht werden - so brennt Essen nicht so schnell an.


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Allgemeine Reinigungshinweise

  • Gröbere Essenreste vor dem Abpülen immer entfernen um den Abfluss nicht zu verlegen.
  • Um Lebensmittelreste vom Topfboden zu lösen, den noch heissen Topf umdrehen und von aussen über den Boden kaltes Wasser laufen lassen.
  • Bratpfannen wenn möglich ohne Spülmittel oder andere Tenside Reinigen, da sich die Pfanne durch die Tenside schneller anlegt. Stattdeßen unter heißem Wasser und mit einer Spülbürste Reinigen, mit einer Küchenrolle abtrocknen.
  • Bratpfannen nach einer Reinigung mit Tensiden (Spülmittel und dgl.) mit etwas Öl auf einem Tuch ausreiben.
  • In eine Pfanne die man nicht mehr sauber bekommt, etwas Salz geben und solange erhitzen bis das Salz braun wird. Anschließend mit Zeitungspapier ausreiben und abwaschen.
  • Hartnäckige Beläge an Edelstahl-Töpfen lassen sich gut mit Zahnpasta entfernen.
  • Einen verrosteten Topfboden mit Petroleum einreiben und einige Tage stehen lassen.


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Angebranntes und
hartnäckige Verschmutzungen

  • Oft genügt es schon etwas Spülmittel und heißes, am besten kochendes Wasser ins Geschirr zu geben und es einwirken lassen. Das angebrannte dann mit einer Küchenrolle wegwischen und das Geschirr spülen.
  • Entweder Natriumcarbonat (Soda, kohlensaures Natron, E 500), Natriumhydrogencarbonat (doppeltkohlensaures Natron, Backsoda, E 500ii), Backpulver oder Seifenpulver in den Topf streuen, etwas Wasser aufgießen und solange köcheln lassen wie notwendig. Wiederholen falls nötig. (u.a. geeignet für Edelstahl- und Emailletöpfe, Thermoskannen, Teekannen, Blumenvasen)
  • Den Topf mit etwas Wasser befüllen und Salz hinzufügen, solange köcheln lassen wie notwendig.
  • Pottasche (Kaliumcarbonat) auf die Kruste streuen, über Nacht einwirken lassen und mit einer Tasse Wasser aufkochen.
  • Das Geschirr mit Sauerkraut oder Essigwasser sauberkochen; falls nötig nacher noch einwirken lassen.
  • Heißes Wasser einfüllen, Spülmaschinenmittel (Pulver oder Tab) oder Waschpulver darin auflösen und auf niedriger Stufe solange köcheln lassen wie notwendig oder einfach auf eine noch heiße Platte stellen bzw. über Nacht einwirken lassen.
  • Starke Verschmutzungen in Kochtöpfen können auch mit feiner Stahlwolle (Nr. 00 oder feiner) und Geschirrspülmittel entfernt werden.
  • Angebranntes in einem Wok mit der Schnittfläche einer Kartoffel und etwas Spülmittel abreiben.
  • Scheuern
    Angebranntes in Töpfen erweist sich oft als hartnäckig, die Rückstände sind nicht nur unschön anzusehen, sondern auch unhygienisch und ein Nährboden für neue Ablagerungen. Zur Reinigung haben sich die einfachen Hausmittel der Großmütter bewährt, vor allem im klassischen Dreischritt

    1. Scheuern – 2. Einweichen – und 3. nochmals scheuern.

    Bevor man gleich zu scheuern anfängt, kann zuerst mit Schritt 2 begonnen werden. Größere Speisereste vor dem Abwaschen entfernen um den Abfluss nicht zu verstopfen.

    1. Scheuern
      Um angebrannte Essensreste vom Boden abzulösen, zuerst mit feiner Stahlwolle den Belag bearbeiten – allerdings nicht bei beschichteten oder von innen emaillierten Töpfen! Gescheuert wird in Kreisbewegungen, eventuell unter Zuhilfenahme von Scheuermitteln. Um Kratzer zu vermeiden, eventuell zuerst das Geschirr über Nacht mit Wasser und einem Päckchen Backpulver einweichen. Klappt das, schwimmt das Angebrannte am nächsten Tag obenauf.
    2. Einweichen
      Entweder Backpulver, Natron oder Seifenpulver mit wenig Wasser (auf 1 Liter Wasser ca. 1 Esslöffel Natron) in dem zu reinigenden Kochgeschirr aufzukochen wirkt am besten – eventuell über Nacht einwirken lassen. Die mehlartige Substanz setzt sich in den Belag, verklebt sich mit diesem und sprengt ihn durch das allmähliche Aufquellen von innen heraus. Achtung, bei zuviel Wasser funktioniert es nicht.

      Alternativen

      • 1 Esslöffel Fleckensalz auf 1 Liter Wasser im Geschirr aufkochen und anschließend 30 Minuten einwirken lassen.
      • Mit Zitronensaft bzw. in Wasser gelöster Zitronensäure einige Stunden aufweichen.
      • Die Verkrustungen erst mit etwas Wasser befeuchten und dann 1 bis 2 sich selbst auflösende Gebissreinigertabletten hinzufügen.
      • Kohlensäurehaltiges Mineralwasser in Verbindung mit Salz, weicht eingebrannte Flecken ebenfalls gut auf.
    3. Scheuern
      Topfkratzer aus Stahlwolle in Verbindung mit Fettlösenden oder schleifenden Reinigungsmitteln (Scheuermilch, Haushaltssalz) beseitigen auch die letzten Ablagerungen sehr wirksam.


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Kupfergeschirr

  • Kupferkannen und dgl., können mit Zitronensaft bzw. -säure (gelöst in Wasser) gut gereinigt werden.

Siehe auch: Metalle - Kupfer


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Aluminium

Siehe auch: Metalle - Aluminium



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Chrom und Edelstahl

Siehe auch: Metalle - Chrom bzw. Edelstahl



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Emaille


Behälter aus Emaille

Eigenschaften

Emaille kombiniert die Vorteile von Glas und Stahl, durch das verschmelzen der beiden Werkstoffe bei 850 °C entsteht der neue Verbundwerkstoff - dadurch ist Emaille sehr hart und besonders schnitt- und kratzfest (mit Gabeln, messrn oder anderen Utensilien kann man bedenkenlos schneiden bzw. Speisen entnehmen). Bei einer Nickelallergie wird Emaille als Kochgeschirr empfohlen.


Weitere Eigenschaften von Emaille:
  • leicht zu reinigen
  • langlebig
  • die porenfrei glatte Oberfläche ist schmutz- und bakterienabweisend
  • bei entsprechender Pflege dauerhaft schön
  • lichtecht und UV-beständig
  • gute Strahlungswärme
  • gibt selbst bei hohen Temperaturen keine Inhaltsstoffe ab
  • Weil das Material aus natürlichen Rohstoffen besteht, behalten alle darin aufbewahrten Speisen ihren ursprünglichen Geschmack.


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Allgemeine Behandlung

  • Emaille ist zwar sehr hart, bei einem Sturz auf den Boden kann die Emailleschicht jedoch beschädigt werden. Auch ein kräftiges Abklopfen mit Küchenhelfern am Rand kann Beschädigungen verursachen
  • Vor dem ersten Gebrauch alle Aufkleber entfernen, Kleberrückstände mit Speiseöl abwischen.
  • Emaillegeschirr sollte auf Induktionsherden niemals leer erhitzt werden, da diese sehr heiß werden können kann sich der Boden verformen und am Herd anschmelzen. Auch darf die Flüssigkeit im Geschirr nie vollständig verdampfen.
  • In ein heißes Emailgeschirr niemals kaltes Wasser geben, da so Absplitterungen bzw. Sprünge am Geschirr entstehen können.
  • Die höchste Kochstufe auf Induktionsherden sollte nur zum anbraten verwendet werden – in der Nähe des Herds bleiben.


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Reinigungshinweise

  • Zum Reinigen von Emaillegeschirr keine harten Gegegnstände, keine Drahtbürsten oder Stahlwolle sowie grobkörnige Scheuermittel verwenden! (es können matte Schlieren entstehen).
  • Nach dem Zubereiten der Speisen das Geschirr entleeren und in das noch warme Kochgeschirr Wasser einfüllen – nach kurzer Einwirkzeit lassen sich die eingeweichten Essensreste mühelos entfernen.
  • Stark festsitzende oder angebrannte Speisereste mit Wasser und Spülmittel aufkochen und anschließend mit Bürste oder Schwamm (weiche Seite) Reinigen.
  • Emaillegeschirr sollte immer gut getrocknet verstaut werden – durch Wasser verursachte Kalkflecken können mühelos mit Essig- oder mit in Wasser gelöster Zitronensäure entfernt werden.


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Gusseisen

Siehe auch: Metalle - Gusseisen


Allgemeine Hinweise

Pfanne aus Gusseisen
  • Töpfe oder Pfannen aus Gusseisen vor dem ersten Gebrauch mit Essigwasser auskochen oder mit Fett erhitzen.
  • Die Pfanne vor dem Braten immer einfetten, stark erhitzen und erst nach dem Einlegen des Garguts die Temperatur regulieren.
  • Geschirr aus Gusseisen nie heiß mit Wasser abschrecken.
  • Regelmäßig mit geruchsneutralem Pflanzenöl auf einem Küchenpapier ausreiben, um Rost zu vermeiden.


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Reinigungshinweise

  • Gusseisernes Kochgeschirr sollte, um Rost zu vermeiden, nie mit Wasser ausgewaschen werden. Stattdessen Salz einstreuen und mit Papier ausreiben.
  • In eine Pfanne die man nicht mehr sauber bekommt, etwas Salz geben und solange erhitzen bis das Salz braun wird. Anschließend mit Zeitungspapier ausreiben und mit etwas Speiseöl auswischen.
  • Falls doch Wasser zur Reinigung verwendet wird, nach dem Spülen gut Abtrocknen und mit etwas geruchsneutralem Pflanzenöl auf einem Küchenpapier einreiben, um Rostbildung zu vermeiden.

    Anmerkung: Kochgeschirr aus Gusseisen muss erst abkühlen bevor es mit Wasser gereinigt wird! Wird sofort mit kaltem Wasser gekühlt, kann das Material springen.


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Teflon

Achtung: Da Teflon im Verdacht steht bei Hitzeeinwirkung giftige Stoffe abzusondern, wird von der Verwendung solcher Pfannen abgeraten (vorallem wenn die Oberfläche Kratzer aufweist).


Allgemeine Hinweise

  • Eine Teflonpfanne sollte nie leer erhitzt werden! Entweder ohne Fett braten oder vor dem Erhitzen Fett zugeben.
  • Schnitt- und kratzfest sind nur solche Pfannen , welche mit einem hochwertigem Beschichtungsverfahren hergestellt wurden (Premium Pfannen).
  • Um die Beschichtung der Pfanne zu schützen, beim Übereinanderstapeln Servietten o.ä. zwischen die Pfannen legen.
  • Beim Kochen mit beschichteten Pfannen sollten, um Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden, Bratwender aus Holz, Kunstoff oder Silikon verwendet werden.


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Reinigungshinweise

  • Die erkaltete Pfanne mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen, bei eingebranntem heißes Wasser und mehr Spülmittel verwenden.
  • Oder die Pfanne mit etwas Spülmaschinenreiniger und Wasser auskochen.
  • Auch Natron (auch enthalten in den meisten Backpulvern, Speisesoda oder Kaisernatron) hat sich dafür gut bewährt.
Einige Zeit einwirken lassen und die Pfanne dann mit einem weichen Tuch auswischen (die Pfanne ist sauber sobald das Wasser in Perlen abläuft).


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