Lederpflege

Inhaltsverzeichnis

  1. Wassergehalt
  2. Schäden am Leder

  3. Pflege und Reinigung
    (aus gesicherter Quelle)


  4. Pflege und Reinigung
    (zusammengetragen von diversen
    Quellen im Internet)


Siehe auch: Lederschuhpflege

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Wassergehalt

Siehe auch: Chemische Zusammensetzung von Leder


Der Wassergehalt des Leders bestimmt/verändert stark dessen Elastizität, Gewicht, Griff, Reißfestigkeit und Stand.

Idealerweise sollte Leder einen Wassergehalt von 14-18% haben, mit zunehmendem Fettgehalt nimmt der Wassergehalt ab (der Naturfettgehalt der Haut liegt bei 1%, nur Schaffelle weisen bis zu 12% auf). Dementsprechend beeinflußt auch der Fettgehalt die Eigenschaften des Fertigleders - bspw. Elastizität, Reißfestigkeit und Wasseraufnahmevermögen - sehr stark. Daher sollte mit Lederpflegemitteln bei wertvollen Objekten sehr vorsichtig umgegangen werden - im Zweifelsfall ist es besser einen Fachmann zu Rate zu ziehen!


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Schäden am Leder


Ursachen

Wie jedes Material, kann Leder durch konstante Nutzung geschädigt werden (Abrieb, Einrisse, Flecken, Wasserränder, usw.). Häufig treten bei Ledern auch Risse in der Oberfläche auf die durch eine zu hohe Trockenheit oder einen zu hohen Fettgehalt im Leder verursacht sein können.

Auf Dauer kann auch die Witterung (Regen, Schnee, Sonne und Wind) dem Leder zusetzen. Neben der täglichen Beanspruchung können bspw. Schuhe auch durch den Fußschweiß beschädigt werden (daher wird heute Leder verwendet das schweißbeständiger ist).

Gegerbtes Leder kann im Laufe der Zeit übersäuern - die entstehende Säure baut das Leder ab und wird durch schwefelhaltige Substanzen in der Luft begünstigt (bspw. bei Gasbeleuchtung). Weil dieser Zerfall früher bspw. in Bibliotheken häufig auftrat, erhielt er eine eigene Bezeichnung: „red rot“ (englisch für roter Zerfall). Bei gleichzeitiger geringer Luftfeuchtigkeit (weniger als 40%) über einen längeren Zeitraum, entsteht ein irreversibler Schaden an der Faserstruktur des Leders – es wird dabei komplett zerstört und die Oberfläche zerfällt zu Pulver.

In so einem Fall werden zwar diverse Hausmittel empfohlen, sinnvoller ist es jedoch einen fachkundigen Restaurator zu beauftragen.


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Aufbereitung und Restaurierung von Leder

Um Leder strapazierfähiger, fleckenunempfindlich und dauerhaft wasserabweisend zu machen, wird auf mit Anilinfarben vorgefärbte Glattleder eine auf Pigmenten und Bindemitteln basierende, deckende Farbschicht (Kopffärbung, Zurichtung oder Pigmentierung) aufgetragen. Glatte Motorradleder, aber auch viele Freizeitjacken, Schuhe, Auto-, Möbelleder und Taschen aus Glattleder, haben diese zusätzliche Farbschicht.

Auf die Schicht wird zusätzlich noch der Top Coat (eine Art Klarlack) aufgetragen, welcher die Bindemittelfarbe vor Abrieb, Abfärbung schützt und Glanzgrad und Griff bestimmt.

Leder das mit zunehmendem Alter brüchig geworden ist oder wenn Teile verloren hat, kann mittels Reparaturen oft wiederhergestellt werden. Um Beschädigungen zu beseitigen, gibt es verschiedene Materialien – bspw. so genanntes Flüssigleder, das bei Beschädigungen der Oberfläche aufgespachtelt wird. Durch vorheriges Abformen und auftragen auf die zu reparierende Fläche, kann so auch die Oberflächenstruktur rekonstruiert werden.


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Pflege und Reinigung

Nächste Seite: Lederpflegetipps zusammengetragen aus den weiten des Internets.


Die folgenden Pflegetipps stammen aus gesicherter Quelle; Denoch weist der Betreiber dieser Internetpräsenz ausdrücklich darauf hin, das deren Anwendung sowie aller anderen auf dieser Website aufgeführten, auf eigene Gefahr erfolgt und für Schäden keine Haftung übernommen wird!

Das Reinigen von Bekleidung überläßt man am besten einem Fachmann - dieser verwendet übrigens meist organische Lösungsmittel.


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Lederschuhe

Siehe auch: Schuhe / Reinigung und Pflege von Lederschuhen und Schucreme (Eigenschaften und Anwendung)

Aufgrund der vergleichweise hohen Belastung durch äußere Einflüsse wie schmirgelnde Reibung (Schmutz), der Gefahr des Auswaschens von Fettungs- und Farbstoffen (Nässe), mechanischen Beschädigungen wie Reibung und Stöße an der Oberfläche, durch Druck, Fußschweiß und der Bewegungen beim gehen, werden Schuhe ständig beansprucht. Zusätzlich treten oft auch noch chemische Einflüsse von Strumpfmaterialien oder Waschmittelresten auf, weshalb bei Lederschuhen eine regelmäßige Pflege notwendig ist.


Durchnässte Schuhe

Die durch Wärme (Strahlung oder warme Luft) beschleunigt getrocknet werden, laufen Gefahr durch einen irreversiblen chemischen Umbau der Lederfasern beschädigt zu werden - dadurch verhärtet sich das Leder, wird spröde und reißt bzw. bricht leicht. Das gilt sowohl für Lederschäfte (besonders gefährdet sind vegetabil/pflanzlich gegerbte Leder) als auch für Ledersohlen.

  • Durchnässte Lederschuhe zum trocknen mit Zeitungspapier ausstopfen (das Papier regelmäßig auswechseln) um die Feuchtigkeit zu absorbieren. Währenddeßen sollte der Schuh, idealerweise von allen Seiten, von (optimal sich bewegender) Luft umgeben sein.
  • Bei Ledersohlen die Schuhe am besten an einer Wäscheleine aufhängen.
  • Um zu vermeiden das die Passform verloren geht, sollte gegen Ende des Trocknens in den (noch leicht feuchten) Schuh ein passender Schuhspanner gegeben werden.


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Pflege von Glattlederschäften

Nach einer gründlichen Reinigung der Oberfläche, eine Schucreme (Hartwachscreme/Dosencreme) dünn aufgetragen und abschließend polieren. So entsteht ein weitgehend geschlossener Schutzfilm, der das Oberleder optimal schützt, es zum glänzen bringt und eine Neuverschmutzung erschwert.


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Stark beanspruchte Schuhschäfte

(Arbeitsstiefel, Bergschuhe usw.)
Der für chromgegerbte Schäfte normaler Alltagsschuhe ausreichende Schutz durch Hartwachscreme, ist bei derart beanspruchten Schuhen nicht ausreichend. Hier gibt es spezielle Pflegemittel wie Fettwachse, Lederfette und dergleichen.


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Schuhe aus Rauleder

(Velours und Nubuk)
Solche sehr offenporigen Schäfte erfordern regelmäßiges gründliches Ausbürsten, um den eingedrungenen Staub zu entfernen. Gelegentliches Imprägnieren (mit Imprägnierflüssigkeiten oder -sprays) verhindert ein schnelles Verschmutzen und sorgt zu einen gewissen Grad für einen Wasserabstoßenden Effekt.

Siehe auch: Pflege von Raulederschuhen


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Ledersohlen

Durch spezielle Ledersohlenöle wird der Abrieb verringert und es entsteht eine zusätzliche Hydrophobierung.


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Lederhandschuhe

Siehe auch: Reinigung und Pflege von Lederhandschuhen (aus diversen Quellen)


Handschuhe aus Glacéleder

  • Können entweder mit Marseiller Seife oder Testbenzin (Siedegrenzbenzin, Waschbenzin oder Terpentinersatz) gereinigt werden.
  • Auch das waschen in der Waschmaschine bei 30 °C mit Shampoo ist möglich – anschließend müssen die Handschuhe vorsichtig getrocknet werden (zum Trocknenam besten anziehen, da das Leder sonst brüchig wird).
  • Nach der Reinigung können die Handschuhe mit Speckstein (Talkum) geweißt werden.


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Handschuhe aus Nappaleder

  • Schweins- und Wildleder können mit weichen Waschmitteln bzw. Spezialwaschmitteln gewaschen werden. Sie werden im angezogenen Zustand gewaschen und danach aufgeblasen und langsam getrocknet.

    Der fast trockene Handschuh erhält durch Glattziehen seine ursprüngliche Form wieder, durch Knautschen und Dehnen wird er wieder weich.

  • Zum weiten von Hanschuhen aus Nappaleder, diese mit Rizinusöl durchkneten.


Anmerkung: Nappaleder ist aufgrund seiner in sich geschlosseneren Oberfläche besser gegen Schmutz, Wasser und Staub geschützt..


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Lederaufbewahrung



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