Bares Geld Sparen

Inhaltsverzeichnis


  1. durch Gegenüberstellung der
    Einnahmen : Ausgaben
  2. durch allgemeine Tipps beim Einkaufen
  3. beim Einkaufen von Lebensmitteln


  1. beim Einkaufen im Internet
  2. bei Fabrikverkäufen,
    Ausschussware
    oder Outlet-Centern
  3. Flohmärkte, Schlussverkäufe
    und Secondhand

  1. Versicherungen (Einleitung)


  1. Energie und Ressourcen Sparen
  2. Sparen - Gesamtinhaltsverzeichnis

Durch Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben

Um eine Bilanz zu den finanziellen Verhältnissen aufstellen zu können, empfiehlt sich das Anlegen einer Tabelle mit Einnahmen und Ausgaben (Haushaltsbuch), deren gegenüberstellung eine Einschätzung der Situation erlaubt und aufzeigt ob bzw. wo Handlungsbedarf besteht. Da alle Kosten auf einen Blick ersichtlich sind, werden vermeidbare Ausgaben bzw. Einsparungspotenziale schnell auffallen.

[+] - Auf die Seite der Einnahmen,
kommen all die positiven Begriffe ... bspw.


  • Lohn/Gehalt bzw. Pension/Rente der im
    Haushalt lebenden Personen (jeweils in eigenen Zeilen)
  • Einnahmen durch Nebenbeschäftigungen
  • Arbeitslosengeld
  • Beihilfen (Wohnen, Kinder, Erziehung usw.)
  • Krankengeld
  • Dame mit Cash

[-] - Die Seite der Ausgaben ist in der Regel umfangreicher ...


  • Miete (kalt zzgl. Nebenkosten) bzw.
  • die Erhaltungskosten für ein Haus
  • Hohe Rechnung
  • Heizung
  • Kfz-Kosten (Steuern, Versicherung, Treibstoff)
  • Handy- und Internetkosten, Rundfunkgebühren, Telefon
  • Strom, Unterhaltszahlungen
  • diverse Versicherungen (Haushalt, Haftpflicht, usw.)
Auch unregelmäßige bzw. abweichende Kosten wie bspw.
  • Lebens- und Genussmittel
  • Kreditzahlungen
  • Sparveranlagungen
  • Hobbies
usw., gehören auf die Seite der Ausgaben.
Sobald die Ausgaben höher sind als die Einnahmen, besteht klarerweise Handlungsbedarf ...


  • Viel Einsparungspotenzial gibt es meist bei bspw. Versicherungen, Vorsorge, Mobilität, Kommunikation und Energieverbrauch.

    Vorsorge und Sparanlagen sollten von Fachleuten überprüft werden, bspw. durch Verbraucherschutzzentralen die relativ unabhängig und preiswert sind, oder auch durch Kostenvergleiche im Internet.

  • Auch bei Lebensmitteln ergibt sich ein hohes Sparpotenzial, ohne dabei zwabgsläufig auf Qualität verzichten zu müssen, bspw. indem nur gekauft wird was man wirklich braucht (mithilfe eines Menüplans gelingt das leichter) statt zuviel zu kaufen und die Hälfte wegzuschmeißen weil es abgelaufen ist.
  • Auch das allgemeine Verhalten beim Einkaufen kann den einen oder anderen Euro einsparen.


Das Internet bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, Preise von eigentlich so gut wie allem relativ mühelos zu eruieren.


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Allgemeine Tipps zum Einkaufen

Frau mit Einkaufskorb
  1. Skonto
    Besonders bei größeren Einkäufen in einem Geschäft, aber auch bei kleineren, lohnt sich oft die höfliche Nachfrage nach einem Preisnachlass (das so genannte „Skonto“, ein Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist oder bei Barzahlung).

    Das Skonto gehört zur Einstandspreiskalkulation, wobei der Preis vor dem Skontoabzug der Zielverkaufspreis und danach der Barverkaufspreis ist. Skonto kann auch als Verzugszinserlass bezeichnet werden, weil der Rechnungsbetrag bereits Verzugszinsen enthält die bei Einhaltung der Skontofrist abgezogen werden können. Üblicherweise beträgt der Skontosatz 2–3 %.

  2. Um unüberlegt Spontaneinkäufe einzudämmen, sollte statt mit EC- oder Kreditkarte besser Bar bezahlt werden – damit wird allgemein umsichtiger umgegangen.
  3. Immer wieder mal die Inserate von diversen (kostenlosen) Zeitungen lesen – dort finden sich meist die Rubriken „Zu verschenken“ und „Biete“ in denen sich oft Schnäppchen finden (vor allem sperrige Güter; i.d.R. zur Selbstabholung).
  4. Produktpreise und unabhängige Meinungen zur Qualität eines Produkts, können am einfachsten im Internet gefunden werden.
    Siehe auch: Kostenvergleiche


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Sparen beim Einkaufen
von Lebensmitteln

Vor dem Einkauf

  1. Mit einem Speiseplan für die ganze Woche bzw. der nächsten Tage, ist die Wahrscheinlichkeit das nur gekauft wird was momentan tatsächlich benötigt wird wesentlich höher als ohne einen vergleichbaren Plan ... oder ein gewisses Mass an Selbstbeherrschung.
  2. Ein Einkaufzettel hilft dabei Gelegenheitskäufe zu vermeiden und nur das Einzukaufen was man auch wirklich braucht. Bspw. könnte man einen Zettel an einer magnetischen Tafel in der Küche aufhängen, auf der vermerkt wird was an Lebensmitteln und sonstigem gerade benötigt wird. Mit dem Einkauf zu großer Mengen und dem entsorgen verdorbener Waren, verschwendet man nicht nur Lebensmittel sondern auch Geld.
  3. Es tunlichst vermeiden mit knurrendem Magen einkaufen zu gehen - hungrig wird in der Regel mehr gekauft als wirklich gebraucht wird.
  4. Oft senken viele Supermärkte die Preise am Samstag kurz vor Ladenschluss - auch vor Feiertagen gibt es manchmal Angebote.
  5. Zum Einkaufen sollte man stets einen Korb, eine Tasche bzw. einen Einkaufstrolley mitnehmen – so spart man sich zumindest schon mal den Kauf umweltschädlicher Plastiktüten. Beim Kauf eines Plastiksackerls pro Woche und einem Preis von 10 cent pro Stück, spart das rund 5 € im Jahr ... jedenfalls dient es der Umwelt.
  6. Immer auch auf die Treibstoffkosten achten – sonst wird die Ersparnis fürs Tanken verbraucht.


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Psychologische Tricks der Supermärkte

  1. Die teuersten Produkte in Supermärkten sind i.d.R. leicht zu erreichen und in Augenhöhe platziert. Um die günstigeren Angebote zu erreichen, muss der Kunde entweder (demütig) in die Knie gehen oder sich bis zur Belastungsgrenze strecken. So bietet die moderne Form der Jad auf Nahrung zumindest die Möglichkeit Gymnastik zu machen.
  2. Ein anderer Trick von Supermärkten: Lock-Angebote werden so platziert, das die Mehrheit der Bevölkerung (Rechtshänder) eher dort zugreifen – d.h zur rechten Hand. Bevor man hastig zugreift, kann sich ein Blick auf die andere Seite also auszahlen.
  3. Gutscheine, Sonderangebote und Großpackungen

    • Großpackungen sind verglichen mit der kleineren Packung (Preis nach Nettogewicht) meist teurer! Hersteller gehen hier psychologisch vor: Sie nutzen den Glauben der Kunden aus, das Großpackungen günstiger sein müssen also kleine Packungen, bspw. wegen geringerer Verpackungskosten … Genaue Preisvergleiche funktionieren am einfachsten mit den Kilopreisen auf den Preisschildern.
    • Daher: Immer ausrechnen ob die Großpackung oder das Angebot auf das Nettogewicht umgerechnet wirklich billiger ist als das normal verpackte Produkt. Nach einer neuen EU-Verordnung dürfen Hersteller jetzt auch die Füllmenge frei bestimmen, was meist dazu führt das Packungsgröße und Preis gleich bleiben, das Nettogewicht jedoch sinkt – im Prinzip Betrug oder zumindest eine bewusste Täuschung …
    • Gutscheine und Angebote verleiten dazu mehr zu kaufen als eigentlich geplant. Sonderangebote also möglichst immer nur dann nutzen, wenn auch Bedarf an dem Lebensmittel besteht.
    • Bei länger haltbaren Lebensmitteln wie Backzutaten, Eingemachtem, Essig, Kartoffeln (die in einem Keller Monate halten können), Konserven, Nudeln, Öl, Reis, Wein usw. oder Lebensmittel die eingefroren werden können, empfiehlt es sich sogar Angebote zu nutzen und vorsorgend einzukaufen.


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Beim Einkaufen

  1. Bei der Auswahl von frischen Lebensmitteln auf einwandfreie Qualität achten (frische, Geruch, auf vorhandene Verfärbungen oder faule Stellen kontrollieren) und das gekaufte zu Hause sofort sachgemäß einräumen (ältere Lebensmittel nach vorne schlichten). Siehe auch: Kühlschrank richtig einräumen.
  2. Obst und Gemüse sollte idealerweise nach Saison und vorwiegend aus heimischer Produktion gekauft werden - Importware ist oft nicht nur wesentlich teurer als heimische Ware, der Umwelt tut man aufgrund der Transportwege auch keinen Gefallen.
  3. Vorallem Lebensmittel wie Fisch und Hackfleisch sollten erst am Tag der Zubereitung gekauft werden – leicht verderbliche Nahrungsmittel verlieren schnell an Qualität und sind im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich.

    Weil Fleisch im Verhältnis relativ teuer ist, sollte öfter darauf verzichtet und stattdessen fleischlos gekocht werden - das kommt auch der Gesundheit zu gute ... und schmeckt!

  4. Billige Markenwaren
    Hinter vielen Eigenmarken von Supermärkten bzw. Produkten bei Discountern, verbergen sich Erzeugnisse von Markenherstellern. Eigenmarken unterliegen den gleichen Qualitätsstandards wie Markenprodukte, sind aber sind deutlich billiger (Produkte von Hausmarken werden häufig mit gut oder sehr gut getestet).

    Um den Hersteller eines Discounter-Produktes zu ermitteln, können so genannte „Marken-Führer“ zu Rate gezogen. Durch einen Vergleich der Nährwertangaben, der Adresse oder der in der EU für Molkerei-, Fisch- und Fleischprodukte vorgeschriebenen Veterinärkontrollnummer (welche den Ort bezeichnet, an dem die Ware zuletzt bearbeitet wurde; siehe z.B.: Prüfziffernberechnung.de), kann leicht festgestellt werden ob es sich um den selben Hersteller handelt. Jedoch bedeutet das nicht, das die Produkte in Geschmack oder Zutaten identisch sind!

    Weiterführende Informationen zu Firmennamen und Handelsmarken: Wer zu Wem (Firmen und No-name Produkte) | VetLex (Betriebslisten der EU)

  5. Leitungswasser anstelle von Mineralwasser

    • Bei einem Preis von 20 cent pro Flasche Mineralwasser und einem Verbrauch von 2 Litern am Tag, kostet das Leitungswasser rund 3€, Mineralwasser hingegen 146€ im Jahr.

      Um Leitungswasser mit Kohlensäure (Kohlenstoffdioxid) zu versetzen, kann ein Trinkwassersprudler verwendet werden. Abhängig von der Kartuschengröße und einem sparsamen Einsatz, können damit bis zu 100 Liter Wasser mit CO2 versetzt werden und die Anschaffungs- und Transportkosten sowie Lagerung und Entsorgung von Mineralwasserflaschen entfallen.

  6. Lebensmittel deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vor dem Ablauf ist, werden häufig (eventuell auf Nachfrage) vergünstigt angeboten. Wie der Name schon verrät, halten Produkte mindestens bis zu diesem Datum – bei vielen industriell gefertigten Produkten i.d.R. einige Zeit darüber hinaus ... Einerseits um auf Nummer sicher zu gehen und andererseits um den Verkauf anzukrubeln ...
  7. Viele Bäcker verkaufen Brot und Gebäck vom Vortag zum halben Preis – wird das Gebäck leicht mit Wasser benetzt (umso trockener desto mehr) und kurz aufgebacken, schmeckt es wie frisch gebacken!
  8. Direkt nach dem Bezahlen immer den Kassenbon kontrollieren und ggf. reklamieren – Kassierer und manchmal auch Kassensysteme können Fehler machen.


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