Energie und Ressourcen Sparen

Inhaltsverzeichnis


  1. Stromkosten


  1. Kühlschrank
  2. Waschmaschine
  3. Wäschetrockner
  4. Bügeln
  5. Geschirrspüler und Handwäsche

  1. Kochen und Backen
  2. Wasser – Bad und Toilette

  1. Energieverbrauchskennzeichnung
  2. Heizkosten


  1. Bares Geld Sparen
  2. Sparen - Gesamtinhaltsverzeichnis

Stromkosten

Bei ungewöhnlich hohem Stromverbrauch ohne ersichtlichen Grund, könnte es sich um so genannten Stromdiebstahl handeln, das abzweigen von Strom.

Ein möglicher Test um das zu überprüfen: Alle Sicherungen ausschalten und dann denn Stromzähler beobachten - kommt dieser nicht nach kurzer Zeit zum Stillstand, könnte die Stromversorgung angezapft sein. In so einem Fall sofort den Stromversorger verständigen – aber Vorsicht, im Falle eines Fehlalarms kann man auf den Kosten für den Techniker sitzen bleiben.



Grundlegende Einsparungsmassnahmen

Siehe auch: Sparen beim Kochen und Backen


  1. Stromanbieter wechseln
    Für niedrigere Stromkosten ist vor allem ein günstiger Stromanbieter von Bedeutung (mit dem jeweils zu den Gewohnheiten am besten passenden Tarif).Da es inzwischen viele alternative Anbieter gibt, ist niemand mehr auf den örtlichen Stromanbieter angewiesen. Ein Wechsel des Stromanbieters geht bei geringem Aufwand schnell und ist kostenlos (mit einem Einsparungspotenzial von 20 - 40%).

    Zur Ermittlung eines günstigen Anbieters im eigenen Versorgungsbereich, gibt es im Internet verschiedene Kostenvergleiche.

  2. Stand-By Geräte vom Strom trennen
    Elektronische Geräte wie Computer, Fernseher oder Stereoanlage sollten komplett vom Strom getrennt werden statt sie in Bereitschaftsbetrieb (Stand-By) zu versetzen. In Bereitschaft verbrauchen diese Geräte zwar nicht viel Energie aber immerhin soviel, das übers Jahr hinweg ein beträchtlicher Betrag zusammen kommen kann.

    Um die Geräte unkompliziert komplett vom Stromkreis zu trennen (also ohne sie jedes Mal abzustecken), sind Steckdosenleiste mit Schalter ideal. Mit dieswen kann der Stromkreis durch Betätigung eines Schalters komplett getrennt werden - das kann auf der Stromrechnung etwa 5-10 % der Kosten einsparen.

    Anmerkung: Im Vergleich zu einem konventionellen Steckernetzteil, verbraucht ein elektronisches Modell weniger Energie.
    Der bei Unterhaltungselektronik oft installierte Betriebsschalter schaltet lediglich den Schwachstrom – wie bei Geräten mit einem separatem Netzteil, ist der Transformator des Gerätes also ständig am Netz und kann in der Regel nur durch Trennen von der Stromversorgung deaktiviert werden. Viele, oft hochwertige Geräte, haben an der Gehäuserückseite einen Betriebsschalter welcher auch den Transformator ausschaltet.

  3. Auch Ladegeräte für Handys verbrauchen etwas Strom, wenn sie stecken ohne ein Handy aufzuladen.
  4. Wiederaufladbare Akkus zu verwenden macht vor allem bei erhöhtem Batterieverbrauch Sinn – so ein Akku kann bis zu 1.000 mal aufgeladen werden.
  5. Reparieren statt neu zu kaufen: Nicht jedes Gerät das kaputt zu sein scheint muss gleich auf den Müll (auch wenn das die Industrie gerne so hätte). So gibt es bspw. spezielle Werkstätten, die sich auf solche Reparaturen spezialisiert haben.


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Beleuchtung

Für den Vergleich der Helligkeit ist der Lichtstrom in Lumen entscheidend. Die elektrische Leistung in Watt hat hingegen keine Aussagekraft, da sie den Stromverbrauch und nicht die Helligkeit angibt.


  1. Die Farbgestaltung der Räume hat indirekte folgen für den Stromverbrauch: Licht wird von dunklen Farben „geschluckt“ und von hellen reflektiert. Um dieselbe Helligkeit zu erreichen sind also event. mehr Lampen bzw. stärkere Birnen notwendig, wodurch wiederum der Stromverbrauch steigt.
  2. Energiesparlampen sind in der Anschaffung zwar teurer, verbrauchen aber bis zu 80 % weniger Strom und haben zudem auch eine wesentlich längere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen.
  3. Halogenlampen mit 300-Watt die rund 4 Stunden am Tag in Betrieb sind, verbrauchen Strom im Wert von ca. 115€ im Jahr. Eine Energiesparlampe dageen kostet im selben Zeitraum nur rund 3€.
  4. Der Einsatz von LEDs (Light Emitting Diode) kann sich schnell bezahlt machen, da diese etwa 80% weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne verbrauchen und zudem eine deutlich längere Lebensdauer haben.
  1. Bei Leuchtstofflampen wird, im Gegensatz zur Glühbirnen, durch häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer verringert. Daher sollten Leuchtstofflampen nicht jedes Mal, sondern nur bei längerer Abwesenheit ausgeschaltet werden.
  2. Licht ausschalten
    Darauf achten dass in Räumen und Fluren, die gerade nicht genutzt werden, das Licht ausgeschalten ist. Geht man aus der Wohnung / dem Haus, sollten alle Lampen ausgeschaltet sein.
  3. Ein Bewegungsmelder im Flur schaltet das Licht nur ein, wenn es gebraucht wird – so sind Einsparungen von ca. 0,35 kWh am Tag möglich.
  4. Durch eine optimale Planung von Gebäuden, kann durch Nutzung des Tageslichts viel Energie für die Beleuchtung eingespart werden.


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Computer

Siehe auch: Computer- und Peripheriegerätereinigung


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Viele der privat eingesetzten Desktop-Computer sind für die Nutzung zum Surfen und Schreiben oftmals weit überdimensioniert, wodurch ein großer Teil der Energie dafür benötigt wird Bauteile zu versorgen, die der Benutzer selten oder überhaupt nicht braucht. Zusätzlich wir die vom Rechner benötigte Energie in From von Wärme abgegeben, die aus dem Gerät transportiert werden muss.


Im Vergleich dazu ist ein Notebook, das als Mobilgerät auf eine lange Akkulaufzeit und damit auf niedrigen Stromverbrauch ausgelegt ist, in der Regel deutlich sparsamer – ein Notebook verbraucht im Vergleich zu einem PC rund 6x weniger Energie.

  1. Prozessoren verfügen über integrierte aktivierbare Stromspartechniken, durch die sie bei geringer Rechenleistung mit nur einem Bruchteil (etwa 10 – 20 %) des normalen Energiebedarfs arbeiten. Sobald mehr Rechenleistung benötigt wird, beschleunigt das Betriebssystem den Prozessor automatisch.
  2. Moderne Netzteile erreichen einen Wirkungsgrad von 85-95 %, ältere und billige dagegen deutlich weniger.
  3. Beim Herunterfahren des Betriebssystems wird der PC lediglich in einen Bereitschaftsmodus versetzt, bestimmte Komponenten werden dabei noch mit Energie versorgt. Wirklich ausgeschaltet ist der PC erst durch Betätigung des Schalters am Netzteil an der Gehäuserückseite.
  4. In Software und Hardware sind verschiedene Energiesteuerungssysteme integriert: das Betriebssystem kann einen Leerlauf (Idle) anhand der Nichtbenutzung von Tastatur und Maus erkennen und den Bildschirm ausschalten sowie die Festplatten anhalten. Oder die Energiesparmodi S1 bis S5 nach dem ACPI (Advanced Configuration and Power Interface)-Standard, bspw. der Standby-Modus (Suspend to RAM, STR, Suspend to memory, STM) oder der wesentlich sparsamere Ruhezustand (englisch „hibernation“, „suspend to disk“, „STD“).
  5. Auch bei kurzen Arbeitspausen lohnt es sich zumindest den Monitor auszuschalten - Bildschirmschoner verbrauchen mehr Strom als ein schwarzes Bild – je aufwendiger dieser gestaltet ist desto mehr. Bei längeren Arbeitspausen sollte der PC mittels Ruhezustand (suspend to disk) oder Standbymodus (suspend to RAM) abgeschaltet werden.
  6. Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, USB-Sticks usw. sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie benötigt werden - nicht benötigte Datenträger sollten aus dem Laufwerk genommen werden.
  7. Sogenannte Master-Slave-Steckdosen haben eine elektronische Schaltung, die den fließenden Strom erkennt und Slave-Steckdosen erst einschaltet, wenn ein bestimmter Grenzwert der Stromstärke überschritten wird und bei Unterschreiten des Grenzwertes wieder ausschaltet. Die Master-Slave-Steckdose selbst hat meist eine relativ geringe Leistungsaufnahme von zum Teil unter 1 Watt.
  8. Nicht benötigte, im Rechner eingebaute Komponenten (wie bspw. eine alte analoge Modem-Karte), sollten ausgebaut werden.
  9. In der Regel kann die Sendeleistung von WLAN-Geräten auf das Nötigste reduziert werden (bei Antennen in selben Raum reichen oft schon 20 % der Sendeleistung) - neben dem Energiebedarf verringert das auch die Strahlungsintensität!


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