Energie und Ressourcen Sparen

Inhaltsverzeichnis


  1. Kühlschrank
  2. Waschmaschine
  3. Wäschetrockner
  4. Bügeln
  5. Geschirrspüler und Handwäsche


  1. Kochen und Backen
  2. Wasser – Bad und Toilette

  1. Energieverbrauchskennzeichnung
  2. Heizkosten


  1. Stromkosten


  1. Bares Geld Sparen
  2. Sparen - Gesamtinhaltsverzeichnis

Kühlschrank

Siehe auch: Kühlschrank (Funktionsweise, Klimaklasse, Energiebedarf, richtig einräumen, Abtauen, Reinigung und Pflege)

Weil der thermostatgesteuerte Kompressor regelmäßig anspringt, verbrauchen Kühlgeräte trotz der relativ geringen Anschlussleistung viel Energie – umso schlechter die Wärme aus dem Gerät an die Umgebungsluft abgegeben werden kann, umso mehr Energie wird auch verbraucht.


  1. Temperatur
    Je niedriger die eingestellte Temperatur desto höher der Energieverbrauch.
    7° C im Kühlschrank und -18° C im Gefriergerät sind selbst im Sommer ausreichend kühl. Um die Temperatur zu überprüfen empfiehlt sich ein Kühlschrankthermometer. Auch an der Butter lässt sich erkennen ob der Kühlschrank die richtige Temperatur hat. Butter (richtig gelagert im Seitenfach des oberen Türbereichs) sollte streichfähig sein. Ist sie härter die Temperatur etwas verringern - das spart bis zu 10 % Energie.
  2. Kühlspirale
    Weil ein thermostatgesteuerter Kompressor regelmäßig anspringt, verbrauchen Kühlgeräte trotz der relativ geringen Anschlussleistung viel Energie – umso schlechter die Wärme aus dem Gerät an die Umgebungsluft abgegeben werden kann, umso mehr Energie wird auch verbraucht. Es sollte daher auf einen ausreichenden Abstand zwischen der Kühlspirale und der Wand geachtet werden. Außerdem sollte die Rückseite des Kühlschranks sauber gehalten werden, da Staub wie eine Dämmschicht wirkt und dadurch einen um bis zu 10% höheren Verbrauch verursachen kann.
  3. Sorgfältig einräumen und es vermeiden die Gerätetür unnötig lange offen zu lassen
    dadurch strömt warme Luft in den Kühlschrank und es wird zusätzliche Energie benötigt um die Temperatur nach dem schließen wieder zu senken. Außerdem kommt es zu vermehrter Eisbildung. In einem ordentlich eingeräumten Kühlschrank findet man schnell was man sucht und vermeidet die Kühlschranktür unnötig offen zu lassen. Plant man den Kühlschrank umzuräumen, ist das auch eine gute Gelegenheit das Gefrierfach abzutauen oder zumindest den Innenraum des Kühlschranks gründlich zu reinigen (siehe auch: Kühlschrankeinigung).
  4. Ein ausgelasteter Kühlschrank verbraucht weniger Energie als einer der mäßig befüllt ist
    Daher besser irgendetwas (und sei es nur ein Behälter mit kaltem Wasser) im Kühlschrank aufbewahren als ihn voll kalter Luft zu belassen, welche rasch entweicht wenn die Tür geöffnet wird. Der Kühlschrank benötigt dadurch nach dem öffnen nur einen Bruchteil der Energie um auf die eingestellte Temperatur zu kommen, weil die aufzuwärmende Luftmenge geringer ist – Wasser bspw. speichert die Kälte weit effizienter.

    Im Winter könnte man auch einige Flaschen mit Wasser im freien einfrieren lassen und diese dnn als Platzhalter irgendwo oben im Kühlschrank platzieren – die Luft kühlt an den Flaschen ab, strömt dann nach unten und hält so den Kühlschrank einige Zeit kühler. Leerräume in Kühlschrank und Kühlfach können mit Styropor ausgefüllt werden - es isoliert und der Wärmeaustausch wird weitestgehend unterbunden.

  5. Ein Kühlschrank sollte aber auch nicht zu voll geräumt sein
    weil ohne ausreichend Platz zwischen den Lebensmitteln die Luft nicht mehr richtig zirkulieren kann, dadurch die Lebensmittel nicht mehr ausreichend gekühlt werden und die optimale Luftfeuchtigkeit nicht mehr gegeben ist.
  6. Speisen immer auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank oder das Gefrierfach eingeräumt werden.
  7. Legt man Tiefkühlware zum Abtauen in den Kühlschrank, verringert das aufgrund der abgegeben Kälte den Energiebedarf zum Kühlen.
  8. Eine Gefriertruhe die bis zu etwa 70% gefüllt ist arbeitet am sparsamsten. Einige Modelle besitzen eine Sparschaltung für geringerer Füllemengen.
  9. Vor dem Einfrieren in der Gebrauchsanleitung des Gefriergeräts nachschlagen, welche Mengen auf einmal eingefroren werden können.
  10. Gummidichtung an Kühlschranktür ggf. erneuern - diese minimale Investition kann eine Ersparnis von bis zu 50 kWh im Jahr ausmachen.
  11. Den Kühlschrank während des Urlaubs abzuschalten spart ca. 1 kWh pro Tag.
  12. Abtauen
    Durch eine Vereisung der Wärmeübertrager im Inneren des Geräts, wird der Wirkungsgrad des Kühlkreislaufes ebenfalls verringert - regelmäßiges Abtauen beugt dem vor.
  13. Wenn der Kühlschrank zu wenig Platz bietet, nicht einen zweiten dazukaufen sondern gleich einen größeren.
  14. Bei einem Kühlschrank-Neukauf auf den Energieverbrauch achten, Geräte mit Effizienzklasse A+++ sind am sparsamsten.


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Waschmaschine

Siehe auch: Waschmaschine sowie Reinigung und Pflege von Textilien

  1. Beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf den durchschnittlichen Wasserverbrauch achten.
  2. Die Waschmaschine möglichst immer nur voll beladen nutzen, wobei das Höchstgewicht nicht überschritten werden darf - dadurch können Trommellager und Stoßdämpfer beschädigt werden, noch dazu wird die Wäsche nicht richtig sauber.
    Siehe auch: Waschmaschinenbeladung und -handhabung
  3. Waschmittel nach den Angaben Dosieren, zuviel macht die Wäsche nicht sauberer sondern kostet nur mehr Geld. Siehe auch: Waschmittel richtig Dosieren
  4. Eine Vorwäsche ist nur bei stark verschmutzter Wäsche notwendig. Für nur leicht verschmutzte Wäsche oder zum auswaschen von Schweiß, ist der Kurzwaschgang oder die Nutzung eines Energiesparprogramms ausreichend. Siehe auch: Pflege- und Reinigungshinweise sowie Flecken ABC
  5. Beim Wäschewaschen immer eine möglichst geringe Temperatur wählen - bspw. muss Kochwäsche nicht bei 90 °C gewaschen werden, auch bei einer Temperatur von 60 °C wird die Wäsche hygienisch sauber und man spart ca. die Hälfte an Energie (Keime werden trotzdem zuverlässig abgetötet). Auch viele Sonderprogramme wie die Vorwäsche sind oft nicht notwendig. Siehe auch: Wäsche Waschen und Flecken ABC
  6. Wird die Waschmaschine an die Warmwasserversorgung angeschlosen, können bis zu 25% der Stromkosten eingespart werden.
  7. Wer die Möglichkeit hat günstigeren Nachtstrom zu nutzen, sollte beim Kauf einer neuen Waschmaschine/Wäschetrockners darauf achten, das diese eine Startzeitvorwahl haben und die Maschinen so programmieren, dass sie erst mit Beginn der Nachtstromverrechnung starten.


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Wäschetrockner

Siehe auch: Wäschetrockner | Trocknen und Bügeln von Textilien

Das Trocknen der Wäsche durch das Verdampfen des Wassers ist sehr energieintensiv. Das Verdampfen von 1 kg Wasser (mit einer Temperatur von 25°) benötigt rund 0,73 kWh, das Trocknen von 1 kg Wäsche (Restfeuchte 60%) braucht ca. 0,5 kWh. Die Wärmerückgewinnung aus dem Wasserdampf ist technisch aufwendig und spart auch kaum Energie.


  1. Werden Wäschestücke wie Handtücher oder Unterwäsche statt zu bügeln manuell glatt gestrichen, spart eine Familie rund 50 kWh im Jahr ein.
  2. Schleudern
    Bevor die Wäsche in den Wäschetrockner gegeben wird sollte die Wäsche erst so gut wie möglich geschleudert werden um möglichst viel Wasser zu entfernen, damit die Wäsche im Trockner schneller und energiesparender getrocknet wird. Zusätzliches Schleudern verbraucht dabei weniger Energie als benötigt wird, um denselben Grad an Trockenheit im Trockner zu erreichen.

    Höhere Schleudertouren - Mit 1.400 Schleudertouren verbraucht der Trockner rund ein Viertel der Energie die er bei 1.000 Umdrehungen benötigt.

    Beim schleudern der Wäsche wird, je nach Umdrehungszahl und Trommelgröße, der Wasseranteil auf 80% bis 50% reduziert (bezogen auf das Trockengewicht der Wäsche). Da das Wasser kapillar an den Fasern gebunden ist, können höhere Trocknungsgrade auf diesem Weg schwer erreicht werden.

  3. Der Trockner sollte möglichst voll befüllt gestartet werden – eine halb volle Maschine braucht etwa 30% mehr Energie.
  4. Wer die Möglichkeit hat günstigeren Nachtstrom zu nutzen, sollte beim Kauf einer neuen Waschmaschine/Wäschetrockners darauf achten, das diese eine Startzeitvorwahl haben und die Maschinen so programmieren, dass sie erst mit Beginn der Nachtstromverrechnung starten.
  5. Luft trocknen
    Die Wäsche auf der Leine trocknen zu lassen statt sie in den Trockner zu stecken spart rund 460 kWh im Jahr - besonders größere Wäschestücke verursachen einen hohen Energieverbrauch pro Stück.
    Siehe auch: Leinentrocknung sowie Raumluft Wäschetrockner
  6. Flusensieb
    Um eine effiziente und sparsame Wirkungsweise zu ermöglichen, darf nichts die Luftzirkulation behindern. Deshalb sollte das Flusensieb/ der Luftfilter nach jedem Trockengang gründlich gesäubert und der Siebschacht mit z.B. einer langstieligen Rundbürste gereinigt werden. Flusen entstehen zu etwa 10 % durch das maschinelle Trocknen, die restlichen 90 % durch das Tragen und das Waschen.

    Da sich im Flusensieb zum Teil erhebliche Mengen an Fusseln ansammeln, sollte das Sieb am besten nach jeder Benutzung gereinigt werden. Siehe auch: Fusseln

  7. Ablufttrockner brauchen ca. 10% weniger Energie als ein Kondensationstrockner. Siehe auch: Ablufttrockner bzw. Kondensationstrockner


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Bügeln

Siehe auch: Bügeln und Trocknen


  • Um die Hitze des Bügeleisens zu reflektieren um dadurch die Arbeit zu beschleunigen (und so auch Strom zu sparen), über das Bügelbrett eine widerstandsfähige Alufolie spannen und mit einem Moltontuch abdecken.
  • Mit der Restwärme eines ausgeschalteten Bügeleisens können, letzte Textilien noch gebügelt werden - spart ebenfalls Strom.


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Geschirrspüler und Handwäsche

Siehe auch: Geschirrspülmaschine – Handhabung und Tipps


Wissenswertes

Im allgemeinen verbraucht maschinelles Geschirrspülen (bei voller Bestückung der Maschine) weniger Zeit, Wasser und Energie als das manuelle Spülen (etwa halb soviel Wasser und ein Drittel weniger Energie), benötigt dafür aber mehr Chemikalien. Mit der richtigen Technik und einer sparsamen Methode der Wassererwärmung, kann manuelles Geschirrspülen weniger Energie verbrauchen oder bei falscher Anwendung eben auch bis zu zehn mal mehr.

Der Vorteil beim manuellen Spülen ist, das auch stark anhaftende Speisereste entfernt werden können, welche mit der Maschine nicht oder nur sehr aufwendig gereinigt werden können. Auch ist nicht jede Art von Geschirr spülmaschinenfest, weil die aggressiven Reiniger und hohen Temperaturen dem Material zusetzen.


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Energiespartipps


Geschirrspüler - Technik

  • Wenn möglich das Warmwasser der Trinkwasserleitung nutzen (dieses wird effizienter erwärmt), wodurch weniger Energie als mit der eingebauten Heizung benötigt wird.
  • Wer die Möglichkeit hat günstigeren Nachtstrom zu nutzen, sollte beim Kauf eines neuen Geschirrspülers darauf achten das dieser eine Startzeitvorwahl hat und die Maschine so programmieren, dass sie erst mit Beginn der Nachtstromverrechnung startet.
  • Wer noch eine alte Spülmaschine besitzt, sollte deren Energieverbrauch überprüfen und gegebenenfalls auf ein neues Modell mit besserer Energieeffizienzklasse umsteigen (Siehe auch: Energieverbrauchskennzeichnung).
  • Etwas teurere Geschirrspüler besitzen eine Programmautomatik welche das Spülprogramm auf Geschirrmenge und Verschmutzungsgrad abstimmt. In größeren Haushalten mit 4 und mehr Personen kann sich ein solches Gerät schnell lohnen – es ist in der Anschaffung zwar teurer aber, vorallem auf Dauer, energiesparender im Verbrauch.
  • Geschirrspüler mit Wärmetauscherflächen geben die Wärme des verbrauchten Wassers an das Frischwasser für den nächsten Spülgang ab. Vor allem in Haushalten in denen eine Spülmschine etwa zweimal am Tag läuft, lohnt sich diese Investition.


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Geschirrspüler - Handhabung

  • Das Geschirr, vor dem Spülen in der Maschine heiß abzuwaschen ist in der Regel nicht notwendig. Läuft heißes Wasser täglich auch nur 2 Minuten, verursacht das Kosten von rund 20€ im Jahr.
  • Töpfen und Pfannen mit eingebrannten Resten sollten direkt nach dem benutzen mit etwas Wasser und Spülmittel befüllt und zurück auf die noch warme Herdplatte gestellt werden. So lösen sich die Reste in der Spülmaschine später leicht und ein stärkeres Spülprogramm ist nicht notwendig. Siehe auch: Reinigungsmethoden von Geschirr
  • Geschirrspülmaschine möglichst immer nur voll beladen nutzen, da so die Energie pro Spülvorgang besser ausgenutzt wird.
  • Durch kurzes Abspülen und Wiederverwenden von leicht verschmutztem Geschirr, können die Spülgänge pro Woche reduziert werden.
  • Geschirrspülmittel: Solche in Pulverform sind im Verhältnis billiger als Tabs oder Gels.
  • Das Spülmittel sollte nach den Herstellerangaben dosiert werden – durch einen Extra-Löffel Spülmittel wird das Geschirr nicht sauberer.
  • Ein Öko- oder Energiesparprogramm bringt mehr Ersparnis als bei den Kurzprogrammen. Wird mit 50 °C statt mit 70 °C gespült, erspart man sich rund 30% der Energiekosten - bei 200 Spülgängen im Jahr ergibt das ca. 30€ Ersparnis. Gerade bei nur leicht verschmutztem Geschirr sind sparsame Spülprogramme mit niedrigen Temperaturen mehr als ausreichend.
  • Das Restesieb sollte regelmäßig gereinigt werden, damit die Spülmaschine effizient und energieschonend funktionieren kann.


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Handwäsche

  • Beim Spülen von Hand sollte eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden, um das Warmwasser optimal zu nutzen: Zuerst die Essensreste mit einen Küchentuch vom Geschirr wischen, Vorspülen ist so nur in den seltensten Fällen notwendig (bspw. bei stark färbenden oder riechenden Lebensmitteln).
  • Die Reihenfolge in der das Geschirr gewaschen wird, sollte aufsteigend nach Verschmutzungsgrad erfolgen: d.h. zuerst die Gläser, dann Tassen, Besteck, Teller, Töpfe und zum Schluss die Pfannen.


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