Energie und Ressourcen Sparen

Inhaltsverzeichnis


  1. Kochen und Backen

  2. Wasser – Bad und Toilette

  1. Energieverbrauchskennzeichnung
  2. Heizkosten


  1. Stromkosten


  1. Kühlschrank
  2. Waschmaschine
  3. Wäschetrockner
  4. Bügeln
  5. Geschirrspüler und Handwäsche

  1. Bares Geld Sparen
  2. Sparen - Gesamtinhaltsverzeichnis


Kochen und Backen

Siehe auch: Reinigung von Küche, Geschirr und Utensilien


Technik

  • Gas- statt Elektroherd. Beim Planen einer neuen Küche sollte ein Gasherd bevorzugt werden – beim E-Herd kosten 235 kWh rund 46€ im Jahr, beim Gasherd sind es nur ca. 16 € im Jahr.
  • Ein Backofen ohne Sichtfenster und Innenbeleuchtung ist zwar gewöhnungsbedürftig, verliert aber wenig Wärme und ist dadurch sparsamer.
  • Beim Kauf eines neuen Elektroherds auf moderne Energiesparfunktionen achten. Beispielsweise gibt es Ceran-Kochfelder mit Sensoren die Größe des Topfes erkennen und nur den benötigten Bereich erhitzen.
  • Eine stufenlose Temperaturregulierung der Kochfelder ermöglicht einen sparsamen Einsatz des Stroms.
  • Kleingeräte wie einzelne Kochfelder (bspw. Induktion) oder ein Mini-Backofen, verbrauchen weniger Energie als Herd und Backofen. Um Brot, Semmeln usw. aufzubacken oder Fertiggerichte und Pizza zu erhitzen, sind solche Geräte vollkommen ausreichend. Nach Gebrauch sollte der Stecker gezogen werden, da einige Geräte sonst noch Strom verbrauchen.
  • Eine Mikrowelle verbraucht nur ein 1/10 der Energie die ein Backofen bei der Zubereitung einer z.B. Pizza benötigt – so spart man sich rund 11€ im Jahr.
  • Die Warmhalteplatte einer Kaffeemaschine verbraucht unnötig Strom, Kaffee in eine Thermoskanne umzufüllen hingegen spart Energie und somit Geld.


[zum Index]

Wasser


  • Obst und Gemüse sollte nicht unter fließenden Wasser gereinigt werden, da so unkontrolliert viel Wasser verloren geht. Stattdessen einen ausreichend großen, mit Wasser gefüllten Behälter zum Reinigen verwenden – bei mehreren Sorten zuerst die am wenigsten verschmutzten Nahrungsmittel und zum Schluss die stark verschmutzten waschen. Das Wasser kann zudem so weiterverwendet werden, z.B. als Gießwasser für Zimmerpflanzen.
  • Warmwasser aus der Leitung. Muss kaltes Leitungswasser nicht auf dem Herd aufgewärmt werden sondern kommt schon heiß aus der Leitung, spart das rund ¼ der Energie ein.
  • Wasser zum Kochen im Wasserkocher erhitzen und erst kurz vor dem Sieden den Herd einschalten (mit Übung schafft man bald einen fließenden Übergang). Das ist wesentlich effektiver als von Anfang an den Herd zu benutzen, nicht nur weil es schneller geht sondern auch weil es Energie spart (um 1 Liter Wasser zu erhitzen braucht ein Wasserkocher ca. 0,12 kWh, eine Kochplatte ca. 0,17 kWh).

    Oder man benutzt ein einzelnes Kochfeld (bspw. mit Induktion) das auch weniger Strom verbraucht als der E-Herd. Alternativ kann auch ein Tauchsieder verwendet werden, der ebenfalls das Wasser direkt aufheizt und so effizient wie ein Wasserkocher arbeitet. Einsparungspotenzial: Bis zu 50 % Strom.

  • Ein Wasserkocher mit frei liegender Heizspirale kann das Wasser direkter erhitzen als wenn die Hitze erst durch den Topfboden muss. Auch sollte nur soviel Wasser erhitzt werden wie tatsächlich benötigt wird – mehr Wasser kostet zusätzliche Energie.


[zum Index]

Pfannen und Töpfe


  • Elektrokochfelder und Topfböden sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden – Die Sauberkeit ist für eine optimale Wärmeübertragung wichtig.
  • Bei diversen Haushaltsgeräten wie der Kaffeemaschine und dem Wasserkocher, setzt sich mit der Zeit Kalk an – dieser bewirkt das dass Gerät mehr Energie braucht um Wasser zu erhitzen. Das regelmäßige Entkalken vermeidet diesen zusätzlichen Stromverbrauch und verlängert zudem die Lebensdauer des Gerätes.
  • Der Kochtopf sollte mit der Größe der Herdplatte übereinstimmen oder etwas größer sein. Am meisten Energie geht verloren, wenn der Topf kleiner als die Herdplatte ist - die Hitze der überstehenden Herdplatte wird zwecklos an die Raumluft abgegeben.
  • Beim erhitzen von Flüssigkeiten und dgl. unbedingt einen Deckel auf den Topf geben, damit nicht unnötig Wärme an die Raumluft abgegeben und so mehr Zeit zum aufheizen benötigt wird. Ein geschlossener Deckel spart rund 2/3 der benötigten Energie ein! Wer also täglich 3 Liter Flüssigkeit erhitzt, spart bei einem E-Herd rund 60€ im Jahr. Besonders ein gläserner Deckel weist eine verhältnismäßig geringe Wärmeleitung auf.
  • Gute Töpfe und Pfannen mit Energiesparpotenzial sind in der Anschaffung teurer aber lohnen sich auf Dauer. Sie haben einen ebenen, 3 - 5 mm starken Boden, der eine effiziente Wärmeübertragung ohne hohe Wärmeverluste, gewährleistet.
  • Ein Dampfkochtopf / Schnellkochtopf erhitzt auf über 100 °C und kann die Garzeit so um bis zu 70% verringern und 60% der Energie einsparen - umso länger die Kochzeit, desto mehr wird gespart.


[zum Index]

Kochen

  • Werden Lebensmmittel/Speisen mehrere Stunden vor dem Kochen aus dem Kühlschrank genommen, spart man Energie für deren Erwärmung.
  • Zum Kochen von etwa bis zu 6 Eiern ist ein speziell dafür gedachter Eierkocher wesentlich effektiver als der Topf am Herd.
  • Werden Semmeln mithilfe eines Brötchenaufsatzes auf dem Toaster statt im Backofen erhitzt, entfällt das lange Vorheizen des Backofens. Statt den Backofen 10 Minuten auf 100 °C aufzuheizen, sind die Semmeln so in 3 Minuten fertig. Alternativ kann man sich die Anschaffung eines Mini-Backofens überlegen.
  • Gemüse braucht nur wenig Wasser um gar zu werden - das spart Energie und schont Vitamine.
  • Beim Kochen von bspw. Kartoffeln oder Nudeln, kann die Herdplatte auf eine niedrige Stufe eingestellt werden. Bei Reis genügt nach dem aufkochen des Wassers auch die niedrigste Stufe.
  • Backofen und Herd etwa 5 - 10 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und die Restwärme zum Fertiggaren nutzen - so spart man rund 25% an Strom. Kochgeräte mit einer Restwärmeanzeige ermöglichen eine einfache Nutzung der Resthitze.


[zum Index]

Backen

  • Ein Backofen ohne Sichtfenster und Innenbeleuchtung ist zwar gewöhnungsbedürftig, verliert aber wenig Wärme und ist dadurch sparsamer.
  • Den Platz im Backofen so gut wie möglich ausnutzen – bspw. neben dem Auflauf gleich den Kuchen mitbacken. Bei Umluftherden können für Speisen mit gleicher/ähnlicher Gar-Temperatur bis zu 4 Ebenen gleichzeitig genutzt werden. Außerdem kann bei einem Umluftherd im Vergleich zu Herden mit Ober-/Unterhitze eine bis zu 30 °C niedrigere Temperatur zum Garen verwendet werden.
  • Mit einem Backraumteiler lässt sich der Innenraum des Backofens um ein Drittel verkleinern – dadurch wird der Stromverbrauch um bis zu 20% reduziert.
  • Auf das Vorheizen des Backofens kann meist verzichtet werden – notwendig ist das nur bei empfindlichen Speisen (bspw. Biskuit oder geformtem Gebäck) und bei kurzen Garzeiten.
  • Die Backofentür nur öffnen wenn es notwendig ist, weil dadurch jedes Mal viele Wärme verloren geht.
  • Backofen und Herd etwa 5 - 10 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und die Restwärme zum Fertiggaren nutzen - so spart man rund 25% an Strom. Kochgeräte mit einer Restwärmeanzeige ermöglichen eine einfache Nutzung der Resthitze.
  • Besonders für solche die viel und gerne Backen kann die Anschaffung einer so genannten Dauerbackfolie (statt Backpapier zu verwenden) eine sinnvolle Investition sein. Diese besteht aus Teflon-Glasgewebe oder Silikon, übersteht rund 5000 Anwendungen, muss nicht eingefettet werden um ein ankleben zu vermeiden, ist Spülmaschinenfest und kann zudem leicht gereinigt werden.


[zum Index]


Wasser – Bad und Toilette

Siehe auch: Reinigung von Bad und WC

Der höchste Warmwasserverbrauch im Haushalt wird durch die Körperpflege (Baden, Duschen, Zähneputzen) verursacht.


Wassertemperatur

  • Bei Durchlauferhitzern kann die zu erreichende Wassertemperatur eingestellt werden (entweder Digital oder mechanisch). Je heißer die Zieltemperatur gewählt ist, desto mehr kaltes Wasser muss zugesetzt werden um eine angenehme Temperatur zum Waschen zu erreichen – das Wasser wird also unnötig vorher aufgheeizt nur um wieder abgekühlt zu werden. Besonders im Sommer sollte die Einstellung überprüft werden.

    Achtung: Eine Temperatur von 60 °C sollte dauerhaft nicht unterschritten werden, da sonst die Gefahr besteht das sich gefährliche Legionellen vermehren - die Bakterien können eine Lungenentzündung oder grippeähnliche Erkrankungen (Legionärskrankheit, Pontiacfieber) verursachen. Zwar kann der Boiler zur Vorbeugung von Legionellen etwa einmal pro Woche auf über 70 °C erhitzt werden, jedoch erhöht sich bei Temperaturen über 60 °C der Kalkausfall in den Rohren stark und verengt dadurch auf Dauer den Rohrquerschnitt.

  • Eine Reduzierung der Wassertemperatur von 40 °C auf 36 °C spart rund 1/5 der Energie ein.


[zum Index]

Wasserhahn

  • Einhandmischer haben den Vorteil das die Regulation von warmem und kaltem Wasser schneller geht und so Wasser gespart wird, das sonst ungenutzt abfließt.
  • Wer keine Einhandmischer-Armaturen hat kann sich einen Aufsatz im Baumarkt besorgen, mit dem das Wasser mit einem Handgriff gestoppt wird – z.B. während des Einseifens – wird der Wasserfluss wieder geöffnet hat man Temperatur und Druck von vorhin und zudem auch Wasser gespart.
  • Ein am Wasserhahn montierter Wasserwirbler (Perlator) macht den Wasserstrahl fülliger, reduziert gleichzeitig die Durchflussmenge und hilft so Wasser zu sparen.
  • Den Wasserhahn zum Händewaschen nicht immer voll aufdrehen – ein schwacher Strahl genügt dazu vollkommen. Wird zum Händewaschen kaltes Wasser verwendet spart das bei 5x Händewaschen am Tag rund 38€/Jahr.
  • Bis das Wasser aus dem Hahn warm ist dauert es oft eine kurze Weile – statt das kalte Wasser abfließen zu lassen, kann es aufgefangen und bspw. zum Blumengießen verwendet werden.
  • Zum Ausspülen beim Zähneputzen einen Becher mit Wasser füllen statt das Wasser laufen zu lassen – spart einiges.
  • Während dem Zähneputzen oder Einseifen das Wasser abdrehen und nur aufdrehen wenn es wirklich gebraucht wird. In der Zeit die zum Einseifen benötigt wird, fließen durchschnittlich 15-20 Liter in den Abfluss.
  • Bei einer Nassrasur statt das Wasser ständig laufen zu lassen nur eine gewisse Menge ins Waschbecken einlassen und damit den Rasierer Reinigen.
  • Ein tropfender Wasserhahn nervet nicht nur sondern verschwendet tröpfchenweise auf Dauer auch einiges an Wasser (10 Tropfen in der Minute summieren sich auf 170 Liter Wasser im Monat). Daher sollten undichte Wasserhähne so schnell wie möglich repariert werden.


[zum Index]

Duschen

  • Öfter Duschen statt Baden: Ein Vollbad benötigt mit 140-180 Litern etwa dreimal so viel (Warm)Wasser wie eine fünfminütige Dusche. Wer statt 6 nur 3 Minuten duscht, spart ca. 10 Liter Wasser in der Minute bzw. 0,25 kWh Strom und damit rund 38€ im Jahr.
  • Mit einem Wassersparenden Brausekopf können bis zu 50% Wasser eingespart werden - die Austrittsgeschwindigkeit des Wasserstrahls wird trotz Reduzierung der Durchflussmenge deutlich erhöht, wodurch das Gefühl eines volleren Strahls entsteht.


[zum Index]

WC

  • Alte Toilettenspülungen verbrauchen viel Wasser. Bei neueren Systemen mit einer Wasserspar- und Stopp-taste, laufen statt 10 nur noch 5 Liter pro Spülung in den Kanal - pro Person spart man so etwa 12 Liter am Tag (ca. 4 m³) und spart dadurch rund 12€ im Jahr. Auch ein älterer Spülkästen kann mit einem Wasserstopper nachgerüstet werden.

    Andere Methoden den Wasserverbrauch zu reduzieren: Einen Backstein in den Spülkasten legen (so braucht es weniger Wasser zum auffüllen) oder ein kleines Gewicht kaufen (Baumarkt), das an den Hebel gehängt wird – so wird nur so lange gespült, wie die Spültaste gedrückt wird. Der Schwimmer der den Füllstand bestimmt, kann bei einigen Toiletten ein wenig nach unten versetzt werden - dadurch ist der Füllstand geringer und beim Spülen wird weniger Wasser verbraucht.

  • Um bei der Toilettenspülung Leitungswasser einzusparen, kann mit Brauchwasser (Badewasser, Duschwasser oder Spülwasser) gespült werden. Das Problem bei dieser Methode ist allerdings das sammeln des Brauchwassers – bspw. kann dazu ein Eimer verwendet werden. Auch das Nutzen von Regenwasser ist eine Möglichkeit.
  • Tropfende Toilette
  • Durch eine laufende Toilettenspülung fließen täglich bis zu 500 Liter Wasser ungenutzt in den Kanal – in einem Monat verursacht das Kosten von etwa 45€ im Jahr.


[zum Index]