Staub


Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eigentlich Staub und wie entsteht er?

  2. Gefährdung der Gesundheit durch Staub


  1. Beseitigung von Staub: Methoden

Was ist eigentlich Staub und wie entsteht er?

Der Begriff Staub bezeichnet feinste feste Teilchen (Partikeln), welche aufgewirbelt in Gasen (inbesondere der Luft) für längere Zeit schweben können. Staub wird entweder nach seiner Partikelgröße (bspw. Grob- und Feinstaub) oder der Staubart kategorisiert.

Staubteilchen bestehen aus ...

  • organischen Bestandteilen wie u.a. Bakterien, Blütenpollen und Pilzsporen und
  • anorganischen Bestandteilen wie z.B. Gesteinsstaub oder Mineralfasern.
Der unliebsame Hausstaub ist eine Mischung organischer und anorganischer Bestandteile.


Staub ist ein Bestandteil der übergeordneten Kategorie des Schwebstaubes, auch bezeichnet als Gesamtstaub (TSP = total suspended particulates), welcher neben dem Staub unter anderem auch Rauch und Rußpartikel umfasst.


Entstehung von Staub

Die Prozesse die zur Entstehung von Staub führen werden in primäre und sekundäre Prozesse unterteilt.

  1. Primärer Prozess bedeutet das die Partikel direkt erzeugt werden - wie bspw.durch die Kohleverbrennung in einem Kraftwerk oder durch Verwitterung von Gestein.
  2. Sekundäre Prozesse sind solche in denen die Partikel aus den Reaktionen bestimmter Gase entstehen - die entstehenden festen Reaktionsprodukte lagern sich an bereits vorhandene Partikel (sog. Kondensationskernen) an.



(Schweb)staub entsteht durch ...

Sandsturm über Libyen und Ägypten
  • mechanische Bearbeitung (Abrieb, Oberflächenbearbeitung, Zerkleinern) von Feststoffen. Bspw.: Verkehr (Abriebmaterial von Reifen, Brems- bzw. Straßenbelag) oder Bautätigkeiten.
  • die Erosion (Wind und Wetter) von Feststoffen.
  • das Aufwirbeln von Partikeln wie bei Sandstürmen oder durch den Pollenflug.
  • chemische Reaktionen in der Atmosphäre unter Partikelbildung (sekundäre Aerosole, einem Gemisch aus festen bzw. flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas) – die sogenannte „gas-to-particle conversion“ oder chemische Reaktionen die zur Bildung von feinst verteilten festen Teilchen (Rauch) führen. Bspw. durch Wald- und Buschbrände, Vulkanismus oder Abgase.


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Zusammensetzung von Hausstaub

Hausstaub besteht aus einer Mischung verschiedenster anorganischer und organischer Stoffe ...



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Staubansammlungen

Als Staubmaus oder Wollmaus (in Deutschland) bzw. Lurch (in Österreich), werden zusammengeballte Staubansammlungen von Hausstaub bezeichnet.

Diese entstehen wenn ein Luftzug oder Wind über eine verstaubte Fläche gleitet und dabei kleine Flocken ablöst die sich zu immer größeren Ballen entwickeln. Vor allem unter Betten und Schränken entsteht dieser flache Luftzug, aber auch elektrostatische Aufladung (insbesondere bei Kunstfasern), starke Sonneneinstrahlung sowie trockene Luft in geheizten Räumen, begünstigt die Bildung der Staubansammlungen.


Andere Bezeichnungen für Staubansammlungen sind: Lei(n)wisch (Salzburg und Tirol), (Staub-)Moggeln (Schwaben), Mutzeln (Sachsen), Staubflankerln (Wien und Kärnten), Staubflusen, Staubgewölle, (Staub-)Wuggal oder Wauggel (Bayern und Salzburg).


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Gefährdung der Gesundheit durch Staub

Sogenannte inerte Stäube werden von Partikeln einer Substanz gebildet, bei denen keine schädigende Wirkung auf den menschlichen Körper bekannt ist (bspw. Stärke und Zellulose).



Grob – und Feinstaub

Für eine mögliche Gesundheitsgefährdung des Staubes, ist neben dem Schadstoffgehalt die Größe der Staubpartikel entscheidend.


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Schadstoffgehalt

Die toxikologische Wirkung von Staub entsteht vor allem durch den Gehalt an Stoffen wie z.B Blei, Beryllium, Vanadium oder Quecksilber. Zusätzlich lagern sich an der Oberfläche der Staubteilchen andere Schadstoffe (z.B. Kohlenwasserstoffe, Schwefel- oder Stickstoffverbindungen) an, was die schädliche Wirkung und die Zahl von Erkrankungen der Atmungsorgane verstärkt.

So können gewöhnlicher Staub sowie Eisen- oder Kohlenstaub Erkrankungen wie Asthma, Bronchitis oder ein Lungenemphysem verursachen, Quarzstaub eine Silikose (Quarzstaublunge) oder Lungenkrebs, Asbeststaub eine Asbestose und ebenfalls Lungenkrebs und bestimmte Holzstaubarten Nasenkrebs.


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Mehlstaubexplosion

Staubexplosion

Ein Gemisch aus Staub und Luft kann explosionsfähig sein, wenn der Staub aus brennbarem Material (d.h. Stoffe die mit dem Luftsauerstoff exotherm reagieren) wie z. B. Cellulose, Holz, Kakao, Kaffee, Kohle, Mehl oder Stärke oder auch aus anorganischen Stoffen wie Aluminium, Magnesium und sogar Eisen oder Stahl (die zumindest brennbar sind) besteht.


Entscheidend neben der Brennbarkeit, ist eine geringe Partikelgröße des Materials. Eine Explosive Reaktion nimmt mit abnehmender Partikelgröße zu, da die Staubpartikel durch die größere Oberfläche einerseits schneller oxidieren und erhitzen und andererseits Wärme sehr gut aufnehmen und dadurch leichter zünden können.


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