Staubsauger


Inhaltsverzeichnis

  1. Beseitigung von Staub
  2. Der Staubsauger


  1. Staub: Definition, Entstehung und Gefährdung

Beseitigungsmethoden von Staub

Besonders Schaltkästen sollten von Staubsansammlungen freigehalten werden, da hier sonst Brandgefahr besteht. Auch alle wärmeabstrahlenden Geräte (Computer, Fernsehgeräte, Stereoanlagen, usw.), die durch elektrostatische Aufladung Staub und Fasern anziehen, sollten Staubfrei sein – es kann andernfalls zu einfachen Geräteausfällen bis hin zu einem Brand kommen.

Bei Computern im speziellen, kann es durch vom Lüfter eingesaugte Staubansammlungen zu kühlungsproblemen und im schlimmsten Fall zu Hardwareschäden kommen. Abhilfe schaffen hier entsprechende Staubfilter.


  1. Staubsaugen
  2. Filterung
    Die Luft wird kontinuierlich durch einen Filter bewegt und je nach Filtertyp von dem Staub getrennt. Nachteile sind die Lüftergeräusche und die Notwendigkeit des regelmäßigen Filterwechsels.
  3. Ionisierung
    Die Luft wird durch einen Ionisator ionisiert, wodurch sich Staubpartikel an der geerdeten Fläche ablagern.
  4. Verbrennung
    Die Luft wird kontinuierlich durch Kanäle eines elektrisch auf vorzugsweise 300 °C erhitzten Keramikkerns geleitet. Dadurch werden die organischen Staubbestandteile verbrannt (zu CO2 oxidiert). Vorteile dieses Systems sind das es keine Lüftergeräusche gibt und kein Filter gewechselt werden muss. Der Energieverbrauch ist mit ca. 50 W für ein Zimmer mit 30 m² relativ gering.


[zum Index]


Der Staubsauger


Staubsauger haben den Besen in vielen Bereichen abgelöst und sogenannte Klopfsauger (Bürstsauger) ersparen einem das mühsame Teppichklopfen. Erst die Erfindung des Staubsaugers schaffte die Voraussetzung für die heutige Verbreitung von Teppichböden.


Tipp: Immer zuerst aufräumen bzw. Platz schaffen und erst dann Staubsaugen – das erspart das umschlichten um eine bestimmte Stelle zu erreichen, während der Staubsauger sinnlos arbeitet und so zusätzlich Strom verbraucht.



Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip ist bei allen Staubsaugern prinzipiell gleich. Ein im Korpus des Gerätes verbauter Motor betreibt das Gebläse (einen ein- oder zweistufigen Radialverdichter) welches einen Unterdruck erzeugt. Durch den so erzeugten Luftstrom werden Staub und Schmutz in das innere gesaugt, wo die mit dem Schmutz angereicherte Luft durch einen Filter gereinigt und wieder ausgeblasen wird.


[zum Index]


Typen

Staubsauger werden in 3 Grundtypen unterschieden:

  1. Staubsauger mit Beutel
  2. Staubsauger ohne Beutel mit Einfachzyklon und Zentralfilter
  3. Staubsauger ohne Beutel mit dem sogenannten Multizyklonprinzip



Staubsauger mit Beutel

Der Luftstrom gelangt direkt in den luftdurchlässigen Beutel, der gleichzeitig auch die Hauptfilterarbeit leistet - spezielle Vliesfilter-Beutel erreichen dabei sogar Leistungswerte eines Schwebstofffilters.

Hinter dem Staubbeutel befindet sich ein Grobfilter der eingesaugte scharfe Objekte stoppt, um den Beutel vor dem einreißen zu bewahren und gleichzeitig Motor und Gebläse schützt. Im Abluftbereich befindet sich meist ein Mikrofilter der feinen Kohleabrieb des Motors festhält.


[zum Index]



Staubsauger (ohne Beutel) mit Einfachzyklon und Zentralfilter

Der eintretende Luftstrom wird mit hoher Geschwindigkeit in enger werdenden Kreisen in einem Behälter herumgeführt und so in Rotation (Wirbel/Zyklon) versetzt. Durch die entstehende Fliehkraft (Fliehkraftabscheider) werden die Schmutzpartikel nach außen gedrückt und in landen in dem Auffangfach für den Schmutz.

Bei größeren Schmutzteilen funktioniert dieses Prinzip recht gut, Feinstäube müssen aber durch einen Papierzentralfilter aufgefangen werden bevor die so vorgereinigte Luft dann nach außen geführt wird. Da sich der Zentralfilter dadurch relativ häufig zusetzt, wird die Saugleistung stark vermindert und der Filter muss daher regelmäßig unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Im Anschluß an die Reinigung muss das durch die Feuchtigkeit aufgequollene Papier des Filters vollständig trocknen, damit die Poren wieder durchlässig werden. Um die Funktion zu erhalten, muss der Filter (je nach Gebrauch) etwa einmal im Jahr ersetzt werden.


[zum Index]



Staubsauger (ohne Beutel) mit dem sogenannten Multizyklonprinzip

Wie auch beim Einfachzyklonsauger wird der eintretende Luftstrom zunächst in Rotation versetzt, um die größeren Schmutzteile abzuscheiden.

Im Anschluß wird die Luft aber nicht durch einen Zentralfilter geleitet sondern wird in einer weiteren Stufe in mehrere kleinere Zyklone geteilt. Die Luft wird dadurch in eine wesentlich höhere Rotationsgeschwindigkeit versetzt, wodurch auch feinere Schmutzpartikel abgeschieden werden und ein Zentralfilter nicht benötigt wird – der Saugkraftverlust beim Verstopfen des Filters wird so vermieden.

Allerdings ist zur Abscheidung von Feinststäuben auch bei diesen Modellen ein Schwebstofffilter notwendig.


[zum Index]


Spezielle Bauformen


Roboterstaubsauger (Staubsaugerroboter)

Roboterstaubsauger die selbsttätig Räume saugen, sind seit sind Ende der 1990er erhältlich und stellen die erste Form des Haushaltsroboters dar.

Meist sind Staubsaugerroboter diskusförmig und rund 30 cm hoch. Die meisten Modelle arbeiten mit verschiedenen rotierenden Bürsten oder Walzen mit Gummiwischer, einige verwenden statische Tücher um Staub von glatten Böden aufzunehmen. Der aufgenommene Schmutz landet bei den meisten Modellen in einem Auffangbehälter der entleert werden muss.



[zum Index]



Zentralstaubsauger (Haussauganlage)

Die Bauform der Haussauganlage ist bereits ca. 100 Jahre alt, konnte sich aber nur in bestimmten Regionen (u.a. die skandinavischen Länder und Nordamerika) etablieren. Die Planung einer solchen Anlage sollte auf eine vorhandene Lüftungsanlage abgestimmt sein.

Funktionsweise
Zentralstaubsauger bestehen aus einer stationären Saugeinheit die meistens im Keller oder der Garage installiert wird und von der ausgehend ein Rohrsystem im gesamten Haus verlegt wird. Das Saugrohr mit dem Bürstenkopf wird über eine Schlauchleitung über Kehrdosen an das Rohrsystem angeschlossen. Die angesaugte Luft wird entweder mit einem Zyklonfilter bzw. Lamellenfilter gereinigt und in der Regel aus dem Haus geblasen.

Die durch die Verwirbelung der Abluft entstehende Geruchsbelästigung bei herkömmlichen Staubsaugern entfällt dadurch, was vor allem für Feinstaub-Allergiker ein großer Vorteil ist. Solche Systeme verursachen außerdem wenig Lärm und sind in ihrer Gesamtenergiebilanz etwas besser als herrkömmliche Staubsauger. Bei sorgfältiger Installation und Pflege des Systems, sind Zentralstaubsauger für gewöhnlich außerdem länger haltbar als Staubsauger.


[zum Index]