Trocknen und Bügeln

Inhaltsverzeichnis


  1. Trocknen der Wäsche

  2. Bügelausrüstung


  1. Bügeln: Tipps und Tricks

  1. Textilien - Index

Trocknen der Wäsche

Siehe auch: Wäschearten und deren Behandlung beim Waschen


Grundlegendes


  1. Um Energie zu sparen die Wäsche, besonders im Sommer, im freien oder am Balkon auf einer Wäscheleine, dem Trockengestell oder einer Wäschespinne zum Trocknen aufhängen. Neben der Energie die so gespart wird, riecht an frischer Luft getrocknete Wäsche auch besonders angenehm und ist durch die Luftbewegung zusätzlich weicher.

    Außerdem haben die UV-Strahlen des Sonnenlichts einen bleichenden Effekt, der bei weißer Wäsche besonders zur Geltung kommt. Im Winter trocknet die Wäsche nicht mehr richtig, da kalte Luft fast keine Feuchtigkeit aufnimmt.

  2. Das Aufhängen feuchter Wäsche in beheizten Räumen ist nicht zu empfehlen da Verdunstungskälte entsteht (die durch vermehrtes Heizen ausgeglichen werden muss). Die zusätzliche Feuchtigkeit sollte aus den Räumen durch Luftaustausch abgeführt werden, um Schimmelpilzbildung zu vermeiden (siehe auch: Raumluft - Lüften).

    Daher sollten vor allem im Winter spezielle Räume (im Keller, gemeinschaftlicher Trockenraum, usw.) zum Trocknen genutzt werden – steht ein solcher Raum nicht zur Verfügung, liegt die Anschaffung eines Wäschetrockners nahe.


Praktische Tipps

Siehe auch: Glätten ohne Bügeleisen


  • Wäsche die unter permanentem Luftzug trocknet, wird wesentlich weicher als bei stehender Luft in geschlossenen Räumen! Sollte das nicht möglich sein, sollte die Wäsche vor dem zusammenlegen (sofern sie nicht ohnehin gebügelt wird) etwas gebeutelt bzw. gestreckt werden.
  • Bevor die Wäsche zum Trocknen auf die Leine gehängt wird, sie für 10 Minuten bei Kaltluft in den Trockner geben – dadurch erspart man sich in den meisten Fällen das Bügeln.
  • Oder die Wäsche nach dem Waschen in Form ziehen, glatt streichen und erst dann aufhängen. Siehe auch: Glätten ohne Bügeleisen
  • T-Shirts und Pullover nur über die Leine legen statt festzuklammern.
  • Wolldecken im Dreieck über die Wäscheleine hängen - so verziehen sie sich nicht.
  • Auch sollte die Wäsche richtig aufgehängt werden: Oberbekleidung wie Blusen, Hemden usw., werden am unteren Ende aufgehängt, Hosen und Röcke dagegen am oberen Ende (bspw. am Hosenbund).
  • Beim Trocknen von Daunentextilien sollte unbedingt ein Wäschetrockner, bei einer Maximaltemperatur von etwa 40 °C, verwendet werden. Damit Elastizität und Volumen der Daunen erhalten bleiben und die Daunen sich gut verteilen ohne zu verkleben, Tennisbälle oder Waschkugeln (Plastikball mit Noppen) in den Trockner geben.

    Auch Daunenkissen werden im Trockner so wieder füllig und weich.

  • Socken und Kniestrümpfe sollten zum Trocknen nicht an der Fußspitze sondern am Bund aufgehängt werden – so trocknet der Bund schneller und leiert auch nicht aus.

Leinentrocknung


  • im Freien (bei Regen unter einem Dach)
  • in Wohnräumen unter ausreichender Lüftung
  • in einem Trockenraum mit einem elektrtischem Lüftungsgebläse (mit geringem Energieverbrauch) welches die feuchte Luft ins Freie bläst.

Anmerkungen
Im Herbst und Winter trocknet die Wäsche an orten wie bspw. einem Dachboden oder einem schlecht belüfteten Wäschekeller oft erst nach mehreren Tagen oder sogar Wochen.

Das trocknen im Wäschetrockner ergibt weichere Wäsche als Luftgetrocknete.

Tipp: Wird die Wäsche noch leicht feucht entnommen und gleich gebügelt, fällt die Arbeit wesentlich leichter als bei trockener Wäsche!


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Bügelausrüstung


Bügeleisen

Siehe auch: Bügeln: Tipps und Tricks


Das Bügeleisen sollte eine Dampf- und eventuell eine Sprühfunktion (ein Zerstäuber tut’s aber auch) haben - integrierte Anti-Kalk-Systeme sind meist Standard.

Das Material der Sohle (Aluminium, Edelstahl oder beschichtet) spielt keine wirklich große Rolle.


Reinigung und Pflege

Ablagerungen und Verschmutzungen, werden meist von geschmolzenen, synthetischen Bestandteilen in den Textilien verursacht, die sich als dünner Belag auf die Oberfläche der Bügeleisensohle einbrennen und das Eisen stumpf machen und bräunlich verfärben.

Achtung: Bei Sohlen aus Keramik, Teflon oder anderen Gleitbeschichtungen, verursachen zu scharfe Reinigungsmittel und raue Gegenstände irreparable Beschädigungen - zum Reinigen solcher Bügeleisensohlen empfehlen sich spezielle Schmutzradierer.

Mit einem Dampfbügeleisen sollte vor dem Einsatz einige Male Dampf abgelassen werden, das entfernt leichte und beugt schweren Verkalkungen vor.


  • Raue und verschmutzte Stellen an einem Bügeleisen mit Salz oder Essig und event. ein wenig Wasser, z.B. auf einem weichen Tuch (wie Mikrofaser oder Baumwolle) oder Wattebausch, abreiben. Um die Wirkung zu verstärken, etwas Essig und Salz zu einem dickflüssigen Brei vermischen.
  • Um braune und stumpfe Stellen zu entfernen: Kerzenreste oder Bienenwachs in ein altes Tuch wickeln, damit mehrmals über die heiße Bügeleisensohle streichen und das Eisen abschließend über ein Tuch ziehen um die Wachsreste zu entfernen. Oder mit dem Wachs direkt über die heiße Fläche streichen und dann mit einem weichen Tuch (wie Mikrofaser oder Baumwolle) nachpolieren.
  • Um eingebrannte Stellen zu beseitigen, mit dem heißen Bügeleisen mehrmals über ein Stück zerknüllte Alufolie bügeln.
  • Feine Stahlwolle (herkömmliche Topfreiniger sind zu grobmaschig) eignet sich gut zum entfernen hartnäckiger Ablagerungen, auch bei Sohlen aus Aluminium.
  • Auf die handwarme Heizfläche eines stumpfen Edelstahl-Bügeleisens Backofenspray sprühen, etwas einwirken lassen und anschließend mit klarem Wasser gründlich abwischen – so wird das Bügeleisen wird blank und glatt.
  • Flecken, am lauwarmen Bügeleisen, mit einem in Reinigungsbenzin getauchten rauen Tuch abwischen. Alternativ können Flecken auch vorsichtig mit einem Cerankochfeld-Reiniger entfernt werden.
  • Die Bügelfläche mit einem in Waschmittellauge getränkten Schwamm reinigen - dadurch gleitet das Eisen wieder mühelos über die Wäsche.
  • Bei einer stumpf gewordenen Oberfläche des Bügeleisens, das Eisen für etwa zehn Minuten auf ein mit Essig oder Salmiakgeist getränktes Tuch stellen.

    Alternativ: Die Heizfläche mit Essig, Salmiakgeist oder Zahnpasta auf einem weichen Tuch abreiben. Nach der Behandlung gleitet das Bügeleisen wieder mühelos.

  • Rost am Bügeleisen entfernen: Die betroffenen Stellen mit dem Wachs einer Kerze einreiben, mit Salz bestreuen und mit einem Wolltuch abreiben.


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Kalk

Siehe auch: Wasserhärte und Kalk


Verkalkungen im Bügeleisen beeinträchtigen die einwandfreie Funktion, erhöhen den Stromverbrauch und können im schlimmsten Fall sogar zu irreparablen Schäden führen. Bemerkbar macht sich Kalk in Form von weißlich-grauen Ablagerungen direkt an den Düsen oder beim Bügeln wenn der Kalk herausrieselt. Bräunlich-gelbe Flecken auf der Wäsche können ebenfalls ein Anzeichen für Verkalkungen im Bügeleisen sein.

Das regelmäßige Entkalken beugt den genannten Problemen vor und erhöht so die Lebensdauer des Bügeleisens.


Es gibt auch Dampfbügeleisen und Dampfstationen, die durch eine Anti-Kalk-Patrone oder eine automatische Entkalkungsfunktion Kalkablagerungen bei Verwendung von unbehandeltem Leitungswasser vorbeugen soll. Allerdings kann es auch trotz Technik, abhängig von Modell und Wasserhärte, zu Verkalkungen kommen.


Kalk Vorbeugen

Um Kalkablagerungen in einem Dampfbügeleisen zu vermeiden, statt Leitungswasser destilliertes Wasser verwenden.

Tipp: Das Wasser, das beim Trocknen mit einem Kondensationstrockner anfällt, in einem verschließbaren Behälter auffangen und das Dampfbügeleisen damit befüllen – so erspart man sich den Kauf von destilliertem Wasser.


Kalk entfernen

Essig oder Citronensäure: Um Kalkablagerungen in einem Dampfbügeleisen zu entfernen, in den Wassertank Essigwasser (Verhältnis Essigessenz zu Wasser 1:2) oder einer Zitronensäurelösung (Verhältnis Citronensäure zu Wasser 1:1) füllen und das Eisen entweder einige Stunden so belassen oder ordentlich Dampf austreten lassen, das Bügeleisen danach abstecken und die Flüssigkeit einige Zeit wirken lassen.

Anschließend den Tankinhalt ausleeren und einige male mit klarem Wasser ausspülen und event. nachdampfen.


Anmerkung: Silikondichtungen können mit der Zeit und bei zu hoch konzentrierten Essiglösungen in Mitleidenschaft gezogen werden.


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Bügelbrett


  • Um Rückenschmerzen zu vermeiden, auf eine ausreichende Höhe des Bügelbretts achten (so dass man sich nicht ständig bücken muss).
  • Ein kleines Extrabrett für die Ärmel erleichtert das Bügeln von Blusen, Hemden und Co.
  • Bei Verwendung eines Dampfbügeleisen, die Bügelunterlage anschließend zum Trocknen aufhängen.
  • Anstelle eines Bügelbretts eignet sich im Prinzip fast jede ebene Fläche - Ein Tisch bspw. bietet in der Regel auch mehr Platz.

    Die Unterlage auf der gebügelt wird, darf nicht aus synthetischen Kunstfasern bestehen (schlechte Hitzebeständigkeit) und weder zu weich noch zu hart sein. Gut als Unterlage geeignet ist eine Wolldecke oder gefaltete Bettwäsche aus Baumwolle, die mit einem Leintuch überzogen wird. Im Fachhandel gibt es Bügeldecken und Bügeltischauflagen in verschiedenen Größen, mit denen jeder Tisch zu einem Bügeltisch modifiziert werden kann.


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