Wasch- und Pflegemittel

Inhaltsverzeichnis


  1. Waschmittel: Allgemeine Informationen


  1. Arten von Waschmitteln

  2. Weichspüler


  1. Textilien - Index

Siehe auch: Alternative Wasch- und Pflegemittel | Flecken ABC | Allgemeine Pflege- und Reinigungshinweise

Waschmittel: Allgemeine Informationen


Inhaltsstoffe von Waschmitteln

Waschmittel enthalten i.d.R. folgende Stoffe:


  • Duftstoffe (natürliche oder synthetische)
    zum Abdecken der Gerüche der Waschmittelsubstanzen und um der Wäsche einen bestimmten Geruch anzuheften – es sind aber auch Parfümfreie Waschmittel erhältlich.

    Duftstoffe gelten als Kontaktallergene - Nach der seit 2005 gültigen Europäischen Detergenzienverordnung/ INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients), müssen 26 Duftstoffe bei Konzentrationen von über 0,01 Gewichtsprozent auf der Verpackung angegeben werden.

  • Enzyme
    zum Lösen von Flecken mit Eiweiß-, Fett- und Stärkebestandteilen. Die Wirkung setzt bei niedrigen bis mittleren Temperaturen ein und wird durch hohe Temperaturen zerstört (denaturiert).
  • Kernseifen und Silikone
    halten die Schaumentwicklung gering.
  • Schmutzträger
    verhindern dass sich der Schmutz wieder auf der Wäsche absetzt.
  • Stellmittel/Streckmittel
    wie bspw. Natriumsulfat, erhalten Pulverwaschmittel pulverförmig und dienen gleichzeitig als Streckmittel, um mehr Gewinn zu erzielen (so genannte „Konzentrat“ Waschmittel enthalten weniger Streckmittel).
  • Tenside
    (anionische und nichtionische; etwa 20 - 30 %), der waschaktive Hauptbestandteil.
  • Waschalkalien
    um den pH-Wert der Waschlauge zu erhöhen, da die Fasern dadurch aufquellen und der Schmutz sich leichter lösen lässt.
  • Wasserenthärter
    um Kalkablagerungen in der Waschmaschine vorzubeugen und bewirken weiches Wasser, damit die Tenside ihre Wirksamkeit besser entfalten können (es bildet sich weniger Kalkseife).

    Verwendete Enzyme sind: Amylasen (spalten Stärke), Cellulasen (spalten Zellulose und vermeiden dadurch raue Baumwolle), Lipasen (spalten Fette) und Proteasen (spalten Eiweiße). Siehe auch: Wasserhärte, Wasserenthärter und weiche Wäsche


Wasch- und Pflegemittel auf empfindlicher Haut

Waschmittel, Weichspüler und dgl., die in Kontakt mit der Haut kommen, können aufgrund der enthaltenen Parfüm- und Konservierungsstoffe Allergien auslösen. Neben natürlichen Alternativen zum Waschen, gibt es auch Produkte die keine Duftstoffe und dgl. enthalten, oft bezeichnet mit Namen wie „Sensitive“ oder „Hypoallergen“.

Für Menschen mit empfindlicher Haut gibt es speziell entwickelte Waschmittel, deren Inhaltsstoffe sorgfältig ausgewählt werden und die bspw. keine Farbstoffe, Konservierungsmittel usw. enthalten.

Auch durch richtiges Dosieren des Waschmittels und Handhaben der Waschmaschine (bspw. durch zusätzliche Spülgänge), kann die Belastung durch Empfindlichkeitsreaktionen auslösende Substanzen niedrig gehalten werden.


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Unterschiede zwischen Flüssig- und Pulverwaschmittel

Qualitativ gleichwertige Flüssige oder Pulverförmige Waschmittel, unterscheiden sich bei korrekter Dosierung (nach Angaben auf der Verpackung) in der Waschleistung kaum voneinander. Aufgrund der Zusammensetzung lösen Flüssigwaschmittel Fett etwas besser als pulverförmige (was sie zur Fleckenvorbehandlung bei Handwäsche geeigneter macht) – jedoch enthalten Flüssige i.d.R. keine Bleichmittel mit denen farbstoffhaltige Flecken (Obst, Gemüse, Kaffee, Tee, …) entfernt werden, wodurch solche Art Flecken event. bestehen bleiben. Siehe auch: Flecken ABC


  • Um die Waschkraft von Flüssigwaschmittel zu erhöhen, empfiehlt sich die Beimengung eines so genannten Waschkraftverstärkers oder flüssigen Bleichmittels auf Sauerstoffbasis.
  • Bei Waschmittelpulver können auf der Wäsche gelegentlich weiße Waschmittelrückstände auf der Kleidung zurück bleiben (bei flüssigen nicht).
  • Waschmittelpulver ist wegen der guten Löslichkeit sehr feuchtigkeitsempfindlich, weshalb es trocken gelagert werden muss – verklumptes Pulver kann das Waschergebnis negativ beeinflussen.
  • Wasserenthärter sind nur pulverförmigen Waschmitteln zugesetzt, sollten bei flüssigen daher extra zugesetzt werden.


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Waschmittel richtig Dosieren

Die wirksame Waschmittelmenge hängt vom Waschmittel, dem Verschmutzungsgrad der Wäsche und der Härte des Wassers ab (der Wasserhärtegrad kann beim zuständigen Wasserwerk erfragt werden). Die Angaben auf der Packung geben Auskunft über die Dosierung bezogen auf die unterschiedliche Beladungsmengen. Die Dosierung sollte nach den Angaben auf der Verpackung erfolgen, jedoch muss in Gebieten mit hartem Wasser höher dosiert werden als in Regionen mit weichem Wasser.


  • Durch weniger Waschmittel wird die Umwelt und der Geldbeutel entlastet - zuwenig Waschmittel kann allerdings das Waschergebnis beeinträchtigen. Aufgrund der Effektivität moderner Waschmittel, reicht aber oft auch die Hälfte der angegebenen Menge aus.
  • Bei einer halben Waschmaschinenladung (wie bspw. beim Pflegeleichtprogramm) sollte 1/3 weniger als die angegebene Menge dosiert werden. Allerdings kann es bei zu geringer Dosierung passieren, das nochmals gewaschen werden muss.
  • Besonders bei zu hoher Dosierung des Waschmittels, meist bei pulverförmigen, können Waschmittelrückstände (Duftstoffe, Enzyme, Farbstoffe und dgl.) in den Fasern zurückbleiben, die nicht nur Flecken verursachen können, sondern bei Personen mit Allergien bzw. empfindlicher Haut auch Ekzeme, Hautirritationen oder Atembeschwerden (i.d.R. handelt es sich aber nicht um eine Allergie sondern um eine Überempfindlichkeit bzw. Unverträglichkeit).


Mit der auf einer Dosierkugel (oben offene Plastikkugel) meist vorhandenen Milliliter-Skala, können sowohl Flüssige als auch Pulverförmige Waschmittel abgemessen werden – die Kugel ist für alle Waschtemperaturen und Programme geeignet. Die Dosierkugel ist eine einfache Maßnahme um eine gleichmäßige Auflösung des (i.d.R. flüssigen) Waschmittels zu erleichtern (besonders bei einer Waschmaschine, die das Waschmittel nicht richtig einspült) und so Waschmittel Rückständen zu vermeiden.


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Waschmittelrückstände auf der Wäsche

Bei hellen Flecken und Streifen die nach dem Waschen in der Maschine auf dunklen Textilien zurückbleiben können, handelt es sich meistens um Waschmittelrückstände (verursacht durch den enthaltenen Wasserenthärter - in der Regel in pulverförmigen Mitteln).


Um solchen Flecken vorzubeugen ...

  • auf die richtige Dosierung des Waschmittels und eine ausreichende Wassermenge, Waschdauer und Temperatur (damit sich das Mittel lösen kann) achten - das Feinwaschprogramm arbeitet mit erhöhter Wassermenge.
  • Zusätzlich darauf achten die Waschmittelschublade sauber zu halten, da gerade alte Ablagerungen hartnäckige Flecken verursachen.
  • Eine weitere Möglichkeit solche Rückstände zu vermeiden ist das Verwenden eines flüssigen Waschmittels.
  • Auch die Beladung der Trommel hat einen Einfluss auf das Waschergebnis: Es sollte, ohne die Wäsche zusammenzudrücken, etwa eine Handbreit Platz zwischen Trommel und Wäsche sein – weil das Wasser so besser durch die Wäsche fließt, werden Waschmittelrückstände weitestgehend vermieden.
  • Ein Trick um Waschmittelrückstände, zumindest auf der sichtbaren Seite, zu vermeiden, ist es die Kleidung nach links gedreht zu Waschen (d.h. die Innenseitenach außen stülpen).


Anmerkung: Auch ein verschmutztes Flusensieb, ein Wasserzulaufschlauch der zuwenig Wasser einbringt wodurch sich das Waschmittel nicht vollständig lösen kann oder Probleme mit dem Wasserablauf, können Flecken von Waschmittelrückständen verursachen.

Flecken von Waschmittelrückständen können mit einem feuchten Tuch abgetupft oder trocken ausgebürstet bzw. ausgeschüttelt werden.


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