Autokauf

Inhaltsverzeichnis


  1. Gebrauchtwagen

  2. Kaufvertrag richtig abschließen

  3. Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

  4. Neuwagen Leasing

  5. Autokauf im Internet

Gebrauchtwagen

In jedem Fall sollte das ausgesuchte Auto vor dem Kauf bei einem Autombilklub oder einer Werkstätte überprüft werden lassen – wird das vom Verkäufer abgelehnt ist Mißtrauen angebracht. Der Kauftest kann in Österreich beim ARBÖ oder ÖAMTC durchgeführt werden lassen, in Deutschland beim ADAC.


Tipps für die Schnelle Überprüfung eines Gebrauchtwagens

Checkliste
  1. Die Auswahl der Fahrzeuge auf etwa 3-4 Stück eingrenzen.
  2. Ist ein gültiges Pickerl / der Prüfplakette? vorhanden? Was steht im Gutachten zum Pickerl / der Prüfplakette? Hier sind ggf. Mängel aufgezählt, die vom Besitzer eventuell nicht mehr behoben wurden.
  3. Überprüfen wieviele Servicekontrollen gemacht wurden und ob es noch laufende Garantien gibt.
  4. Im Typenschein kontrollieren, wie viele Vorbesitzer das Auto schon hatte. Im Falle von häufigem Besitzerwechsel die Gründe dafür hinterfragen.
  5. Sind Betriebsanleitung, Reservereifen und das Wartungsheft vorhanden?
  6. Macht der Zustand/Gesamteindruck des Fahrzeugs einen gepflegten Eindruck? Ist der Innenraum sauber?
  7. Kontrolle des Motorraums auf Schmutz und Ölspuren.
  8. Die Karosserie auf Dellen, Lackschäden oder Nachlackierungsarbeiten (unter Gummidichtungen) kontrollieren. Nachlackierte Teile können ein Hinweis auf einen event. schwereren Unfall hindeuten – daher auch die Spaltmaße auf Gleichmäßigkeit kontrollieren, bei unregelmäßigen Abständen wurde das Metall verbogen.
  9. Alle sichtbaren Beschädigungen sollten schriftlich festgehalten werden und das Auto unbedingt Fotografieren.
Autofahrt im Schlamm
  1. Eine Probefahrt ist Pflicht – auch auf der Autobahn!

    • Immer selbst fahren, denn als Beifahrer sind nicht alle Mängel erkennbar.
    • Das Radio abdrehen um die Fahrgeräusche wahrnehmen zu können.
    • Möglichst alle Gänge durchschalten und auch an den Rückwärtsgang denken!
    • Auf verkehrsarmen Strecken fahren um ohne Behinderung langsam und schnell fahren zu können.
    • Auch auf holprigen Straßen fahren um die Reaktion von Federung und Stoßdämpfer abschätzen zu können.
    • Um die Spureinstellung zu überprüfen, das Lenkrad bei voller Fahrt kurz loslassen. Bei scharfer Bremsung muss das Fahrzeug die Spur halten.


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Den Wert des KFZs bestimmen (Eurotax)

Die Eurotax-Fahrzeugbewertung ist eine Auflistung des durchschnittlich erzielten Erlöses für bestimmte Automodelle (Fahrzeugrücknahme bzw, Verkauf) von KFZ-Händlern und ist der Richtwert bei Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen.

Dabei wird zwischen der

unterschieden.


Die Geschichte der Eurotax-Fahrzeugbewertung begann 1957, als Hanns W. Schwacke in Frankfurt am Main eine systematische Marktbeobachtung für Gebrauchtwagen publizierte und darin erstmals deren Preise in einer Liste zusammenfasste. In Österreich publizierte erstmals Helmuth H. Lederer 1961 diese Preisinformationen für Gebrauchtwagen. Als sich Schwacke und Lederer 1971 zusammenschlossen, wurden die Preisinformationen unter dem Namen Eurotax auf weitere Länder ausgedehnt.

Zur Bewertung des Wertes eines Autos, werden die genauen Fahrzeugdaten und die unterschiedlichen Ausstattungen und vor allem die Sonderausstattungen benötigt (die sich klarerweise auch im Preis niederschlagen).


Weblinks

Rechtsfreund.at
Eurotaxglass.at
Stadt Wien.at (Eurotax Rechner)


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Kaufvertrag richtig abschließen


Vertrag

Kauf Privat zu Privat

  • Eine sorgfältige Probefahrt durchführen.
  • Den technischen Zustand des Fahrzeuges vor Kaufabschluss prüfen lassen (Kauftest bei z.B. einem Automobilklub).
  • Es muss unbedingt ein schriftlicher Kaufvertrag abgeschloßen werden, aber kein x-beliebiger sondern ein rechtlich einwandfreier!
  • Zudem sollte alles mündlich Vereinbarte auch schriftlich im Vertrag festgehalten werden.
  • Zwar kann eine Gewährleistung ausgeschlossen werden, jedoch kann der Käufer beim privaten Verkäufer trotzdem nachträgliche Forderungen stellen – bspw. einen Preisnachlass verlangen wenn der Kilometerstand manipuliert oder Unfallschäden verschwiegen wurden.


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Kauf von Händler zu Privat


Vertragsinhalte vor einem Vertragsabschluss verhandeln und alle mündlichen Vereinbarungen schriftlich im Vertrag festhalten! Desweiteren sollte das Auto im Vertrag ganz genau beschrieben werden (Ausstattung, Baujahr, Farbe, Marke, PS/kW).

Den Kaufvertrag vor dem unterzeichnen gründlich und in aller Ruhe durchlesen, sich nicht zur Vertragsunterzeichnung drängen lassen. Sobald der Vertrag unterschrieben wurde ist man daran gebunden – Gerüchte von einem 14-tägigen Rücktrittsrecht sind schlichtweg falsch. Bei der Fahrzeugübernahme sollte man sich genügend Zeit nehmen und das Auto nochmal genau kontrollieren. Oft werden dabei dann Mängel entdeckt, aufgrund derer das Fahrzeug nicht übernommen werden muss!


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Musterkaufverträge für den Kauf von Gebrauchtfahrzeuge


Privatkauf bzw. -verkauf

Händlerkauf


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Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung


Garantie

Die Garantie ist eine vertragliche aber freiwillige Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer.

Es gibt zwei Arten der Garantie

Achtung: Aufgrund der neuen Gruppenfreistellverordnung von 2010, kann ein Service auch von einer anderen Werkstätte vorgenommen werden - solange diese dieselben fachlichen und technischen Voraussetzungen wie der Hersteller erfüllt.


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Gewährleistung

Die Gewährleistung ist vom Gesetz vorgeschrieben und besagt, dass der Verkäufer für Mängel welche spätestens zum Zeitpunkt der Übernahme vorhanden sind haftet.

Die Gewährleitungsfrist beträgt 2 Jahre ab dem Datum der Übergabe. Bei einem Gebrauchtwagen betrifft die Gewährleistung letztlich nur Materialmängel, bei einem Neuwagen Mängel des Materials und von Teilen, die unter den „natürlichen Verschleiß“ fallen.

Zwar kann der Händler beim einem Gebrauchtwagen (Fahrzeugalter ab 1 Jahr) die Frist auf ein Jahr reduzieren, jedoch muss dies einvernehmlich geschehen und ausdrücklich im Kaufvertrag vermerkt sein. Gänzlich ausgeschlossen werden darf die Gewährleistung bei einem Kauf vom Händler jedoch nicht!



Rechtsfolgen
Zunächst muss dem Verkäufer die Möglichkeit gegeben werden eine Reparatur durchzuführen. Liegt ein wesentlicher, unbehebbarer bzw. unzumutbarer Mangel (bspw. nach mehr als 2 erfolglosen Reparaturversuchen) vor, kann eine Wandlung begehrt werden: Dabei wird das Geschäft rückabgewickelt (Geld gegen Fahrzeug), allerdings abzüglich der Abnutzung.

Für die Abnutzung gibt es jedoch weder eine gesetzliche Bestimmung noch eine einheitliche Judikatur, wodurch die Abzüge von der jeweiligen Übereinkunft bzw. von dem was ein Gericht entscheided, abhängen.


Liegt ein unwesentlicher aber unbehebbarer Mangel vor, kann zwar eine Preisminderung begehrt werden jedoch gibt es für diese keine Berechnungsmethode.


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VORSICHT !

Misstrauisch werden sollte man, wenn der Händler im Vertrag einen Ausschluss der Gewährleistung angibt. Zwar darf ein Händler keinen vollständigen Ausschluss der Gewährleistung vornehmen, aber die Verkäufer können diesbezüglich sehr erfinderisch sein ("verkauft wie besichtigt", "verkauft wie gesehen" oder "verkauft wie probegefahren").

Allerdings dürften derartige Formulierungen im Gewährleistungsfall vor Gericht keinen Bestand haben. Anders verhält es sich dagegen bei einer so genannten "Beschaffenheitsvereinbarung" – bei dieser müssen vorhandene Schäden allerdings verständlich und klar benannt werden. Allgemein gehaltenen Formulierungen wie: „Fahrzeug wird mit optischen und technischen Mängeln verkauft“ oder „vorhandene Mängel sind dem Käufer bekannt“, dürften rechtlich ungenügend und damit wirkungslos sein.

Auch Beschreibungen wie „Bastler- oder Schrottfahrzeug“ bzw. "Unfallwagen" sind bei Händlern ein beliebtes Mittel, das Gesetz wenn möglich zu umgehen und so eine Garantie zu vermeiden. Solche Fälle sind problematisch und müssen juristisch individuell bewertet werden.

Ein anderer Trick einiger Händler ist es Bezeichnungen wie „Agenturgeschäft“ in den Vertrag zu schreiben – damit soll vermittel werden, das der Händler nicht der Besitzer des Fahrzeugs ist sondern lediglich als eine Art Zwischenhändler fungiert und es sich seinerseits um einen „Privatverkauf“ handelt (wodurch eine Garantieleistung theoretisch ausgeschlossen wäre). Fallen einem solche Täuschungen erst später auf, kann denoch auf eine Gewährleistung bestanden werden (lt. einem Urteil des Bundesgerichtshofes).


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Neuwagen Leasing

Der Begriff Leasing stammt von englischen "to lease", was "mieten" bzw. "überlassen" bedeutet – es bezeichnet somit die Überlassung einer Sache gegen ein Entgelt und für eine bestimmte Zeit.


Grundsätzliches

Meist übernimmt eine Leasinggesellschaft oder Bank die Rolle des Leasinggebers. Diese kaufen das Fahrzeug vom Produzenten bzw. Händler und schließen mit dem Leasingnehmer den so genannten Leasingvertrag ab - es handelt sich also zwei unterschiedliche Geschäfte: einerseits der Erwerb des Autos und andererseits dessen Finanzierung.

Durch diesen Umstand ist der Leasingnehmer also nicht der Eigentümer des Leasingfahrzeuges, sondern darf es "lediglich" für eine vereinbarte Dauer nutzen – dennoch trägt er nahezu alle Risiken die auch ein wirklicher Eigentümer hat.


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Finanzierung

Während das Fahrzeug im Eigentum des Leasinggebers verbleibt, zahlt der Leasingnehmer monatlich einen bestimmten Betrag für dessen Nutzung. Dadurch das am Ende der Laufzeit in der Regel ein Restwert des Fahrzeugs bestehen bleibt, fällt die monatliche Belastung beim Leasing geringer aus als bei einer Kreditfinanzierung.


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Vorteile

Leasing ist für Privatpersonen immer dann eine Überlegung wert wenn...


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Nachteile


Weitere Informationen: Verband Österreichischer Leasinggesellschaften


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Autokauf im Internet

ARBÖ: Eigenimport von Fahrzeugen


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