Treibstoffkosten Sparen

Inhaltsverzeichnis


  1. Allgemeine Tipps
  2. Reifen
  3. Fahrweise

Allgemeine Tipps


  1. Auftanken nicht nur wenn der Tank schon fast leer ist, sondern sobald man an einer Tankstelle mit günstigen Preisen vorbei kommt - egal wie voll der Tank ist. Bei hohen Preisen nur so viel wie nötig tanken.

    An den Autobahn-Tankstellen sind die Treibstoffpreise in der Regel höher.

  2. Der Kraftstoff bei so genannten "Freien Tankstellen" ist qualitativ gleichwertig wie jener bei Marken Tankstellen, das ist gesetzlich geregelt. Also immer dort Tanken wo es preiswert ist – allerdings ohne einen langen Umweg dafür in Kauf zu nehmen, sonst verfährt man die Einsparung sofort wieder oder verliert eventuell sogar noch Geld.
  3. In der Regel ist das Tanken zwischen 12 und 14 Uhr am teuersten. Am günstigsten ist es meist vormittags zwischen 10 und kurz vor 12 Uhr.
  4. Vor längeren Ausfahrten (siehe auch: Tipps für die Fahrt in den Urlaub) lohnt sich die Suche im Internet nach billigen Tankstellen am Weg:

    In Österreich: Spritpreisrechner (E-Control) | ARBÖ | ÖAMTC | Arbeiterkammer

    In Deutschland: ADAC | Clever-Tanken | Freenet: Tankstellen Suche | Auskunft

  5. Beim Kauf eines Autos sollte auf den durchschnittlichen Benzinverbrauch geachtet werden. Aber auch die Steuerklasse sollte berücksichtigt werden um laufende Kosten gering zu halten. Ein Fahrzeug mit Dieselmotor lohnt sich wenn jährlich 20.000 oder mehr Kilometer zurücklegt werden.

    Siehe auch: Geld Sparen bei Versicherungen

  6. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist ein wichtiger Faktor - Leichtlauföle können den Spritverbrauch aufgrund verbesserter Motorleistung um bis zu 5% senken. Der erhöhte Kaufpreis dürfte sich besonders bei Vielfahrern schnell amortisieren.
  7. Reifendruck kontrollieren!
  8. Dachträger abmontieren wenn er nicht benötigt wird – durch den erhöhten Luftwiderstand verbraucht man sonst ebenfalls mehr Kraftstoff. Falls genug Platz vorhanden ist, können Skier auch im Auto (eingewickelt in eine Decke) transportiert werden – so erspart man sich oft einige Liter Treibstoff.
  9. Das Auto so schnell als möglich entladen und darauf achten keinen Unnötigen Ballast mitzuführen (bspw. Schneeketten im Sommer) – mehr Gewicht wird mit beschleunigt bzw. abgebremst und verursacht so mehr Kraftstoffverbrauch.
  10. Elektronsiche Funktionen wie eine Klimaanlage oder Heckscheiben- bzw. Sitzheizung erhöhen den Treibstoffverbrauch (0,5 Liter und mehr auf 100 km).

    • Eine Klimaanlage verbraucht zusätzlich relativ viel Treibstoff (etwa 1 Liter mehr Kraftstoff auf 100 Kilometer) und auch die Motorleistung verringert sich oft merklich. Eine Klimaanlage sollte deshalb nur eingeschalten werden wenn es unbedingt notwendig ist - es stattdeßen öfter mit geöffneten Fenstern versuchen.

      Siehe auch: Bedienung und Wartung einer Klimaanlage

  11. Die Standheizung sollte nur kurz laufen, sie verbraucht rund 1 Liter Treibstoff in der Stunde.


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Reifen

Siehe auch: Reifen (Reifenkennzeichnung, Reifendruck, Profiltiefe, und mehr)
  1. Der Reifendruck sollte regelmäßig kontrolliert werden - ein zu niedriger Reifendruck erhöht durch den erhöhten Reibungswiderstand nicht nur den Benzinverbrauch erheblich (0.5 Bar zu wenig Druck im Reifen kann den Verbrauch um etwa 5% erhöhen) sondern verstärkt auch die Abnutzung der Reifen, was wiederum ein Sicherheitsrisiko darstellt. Siehe auch: Reifendruck - Fahrsicherheit und Kraftstoffverbrauch

    Der richtige Reifendruck für vorne bzw. hinten und die jeweilige Beladung (Gewicht) des Fahrzeugs, ist auf einem Aufkleber entweder beim Tankdeckel, in der Nähe des Fahrersitzes oder der Bedienungsanleitung nachzulesen. Bei einer höheren Beladung des Autos muss auch der Reifendruck höher sein.

  2. Winterreifen sollten möglichst spät aufgezogen und frühzeitig gegen Sommerreifen getauscht werden. Siehe auch: Reifenwechsel
  3. Werden neue Reifen gekauft, solche mit geringem Rollwiderstand wählen – das senkt auch den Kraftstoffverbrauch.
  4. Bei einem Neukauf von Reifen sollte auf Sonderangebote in Autohäusern geachtet werden - so lässt sich einiges sparen.
  5. Runderneuerte Reifen sind ebenfalls ein günstigster Weg an Reifen zu kommen. Jedoch können diese von Anfang an Probleme machen, bspw. mit Höhen- und Seitenschlägen – das liegt daran das die Karkasse nicht erneuert wird.

    Im allgemeinen haben runderneuerte Reifen keinen erhöhten Rollwiderstand mehr gegenüber Neureifen, dürfen aber auf vielen Fahrzeugen nicht verwendet werden weil bei Sommerreifen der Geschwindigkeitsindex des Reifens höher sein muss als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs (der Geschwindigkeitsindex muss aufgrund der alten Karkasse herabgesetzt werden).

  6. Ganzjahresreifen haben aufgrund der weicheren Gummimischung im Sommer einen höheren Abrieb (Verschleiß) und verursachen einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch als an die Saison angepasste Reifen.


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Fahrweise

Mit folgenden Maßnahmen können übers Jahr durchaus 10 bis 20% Kraftstoff eingespart werden.
  1. Den Motor erst dann starten wenn man abfahrbereit ist (Angeschnallt, Spiegel eingestellt, im Winter die Scheiben vom Eis befreit usw.). Den Motor im Winter warm laufen zu lassen verbraucht unnötig Treibstoff, durchs fahren wird er ohnehin warm. Bereits ab 50 Sekunden Stehzeit steigt der Verbrauch.
  2. Gerade bei kurzen Strecken ist der Treibstoffverbrauch am höchsten, da das Fahrzeug mit kaltem Motor am meisten verbraucht (bevor der Motor richtig warm ist, hat man das Ziel oft schon erreicht). Um zu sparen, empfiehlt es sich so oft es geht Kurzfahrten zu vermeiden und stattdessen entweder zu Fuß zu gehen oder Fahrrad bzw. öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Außerdem machen kurze Strecken, vor allem im Winter, dem Motor zu schaffen.

    Lässt sich eine Kurzfahrt nicht vermeiden, kann man versuchen mehrere kurze Fahrten zusammenzulegen damit das Auto nicht gleich wieder am nächsten Tag gebraucht wird. Durch geplante Einkaufsfahrten (z.B. 1x wöchentlich) vermeidet man unnötige Spontanfahrten.

  3. Immer vorausschauend fahren da jeder unnötige Bremsvorgang oder Stillstand übermäßig viel Kraftstoff kostet. Wenn bspw. die Ampel auf Rot steht vom Gas gehen und mit eingelegtem Gang (Motorbremsung) darauf zurollen – durch diese so genannte „Schubabschaltung“ verbraucht ein moderner Motor sehr wenig Kraftstoff, im Leerlauf hingegen etwa 1 Liter pro Stunde.

    Neben dem erhöhten Kraftstoffverbrauch beim ständigen Gasgeben, werden durch häufiges Bremsen auch die Bremsbeläge schneller abgenutzt. Wenn möglich daher beim Bergab-Fahren den ersten Gang einlegen - moderne Autos verbrauchen so keinen Sprit.

    Das vorausschauende, flüssige fahren in einem möglichst hohem Gang, ist nicht nur eine effiziente Methode um Treibstoff einzusparen sondern bedeutet automatisch mehr Abstand, erhöht dadurch die Sicherheit und entspannt so den Fahrer – übrigens auch event. mitfahrende Personen werden eine solche Fahrweise schätzen.

  4. Schalten - Die Überzeugung das alle Gänge durchgeschalten bzw. gar ausgefahren werden müssen, ist so nicht mehr aktuell. Werden ein oder zwei Gänge übersprungen, ist lediglich die Beschleunigung langsamer - dafür werden aber Treibstoffkosten gespart.

    Das Frühzeitige Hochschalten, also untertouriges Fahren, spart besonders innerhalb von Ortschaften viel Kraftstoff ein. Das bedeutet das nach dem Anfahren zügig, d.h. schon beim Anrollen, in den zweiten Gang geschaltet werden sollte (im ersten Gang ist der Spritverbrauch am höchsten) und man auch innerhalb der Stadt so rasch als möglich in den 4 Gang kommt.

    Mit modernen Motoren kann man auch im Stadtverkehr mit dem 5. Gang fahren. Generell gilt: Nie Vollgas geben und zügig vom 1. in den 2. und 3. Gang Hochschalten (2000 Umdrehungen sind ausreichend). Durchschnittliche Autos benötigen bei Tempo 60 im 2. Gang etwa 10 Liter, im 3. Gang 6,5 Liter und im 4. Gang 4,8 Liter.

  5. Bei einem Gefälle den Fuß vom Gas nehmen und die Motorbremse nutzen, das schont auch die Bremsen.

    Bei schwachem Gefälle in den Leerlauf schalten und den Wagen rollen lassen. Beim bergab anrollen kann mitunter aus dem Leerlauf gleich in den 2. oder 3. Gang geschalten werden (ausprobieren welche Minimalgeschwindigkeit das Auto in hohen Gängen schafft, bevor der Motor absäuft).

  6. Während dem Abbremsen sollte so lange wie möglich im höchst möglichen Gang gefahren und erst runter geschalten werden, wenn es notwendig wird.
  7. Wenn möglich sollten Verkehrsituationen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gemieden werden (bspw. Berufspend- und Ferienverkehr) in denen mit Staus zu rechnen ist.
  8. Bei längeren Wartezeiten an Ampeln, Bahnübergängen, Stau oder ähnlichen Situationen, lohnt sich das Ausschalten des Motors bei älteren Wagen erst bei Wartezeiten über einer Minute.

    Bei neueren Kraftfahrzeugen mit Start-Stop Automatik kann sich oft schon bei Wartezeiten von nur 30 Sekunden eine Ersparnis einstellen, moderne Motoren haben damit keinerlei Probleme - allerdings beziehen sich solche Schätzungen auf einen bereits warmgelaufenen Motor.

    Bei Autos die keine Start-Stop Automatik haben, bedeutet das ständige starten einen erhöhten Verschleiß des Anlassers und der Batterie und kann so mehr kosten als Nutzen!

    Achtung: Bei Dunkelheit den Zündschlüssel soweit drehen das die Beleuchtung eingeschalten ist!

  9. Geschwindigkeit - Schnelles Fahren und häufiges Beschleunigen (überholen) auf der Autobahn kostet viel Kraftstoff - eine möglichst gleichmäßige Geschwindigkeit von etwa 120-130 km/h ist am effizientesten.

    • Generell gilt auch: Besser dem Verkehrsfluss folgen als ständig versuchen zu überholen. Im Schnitt ist man so sogar langsamer und es wird auch mehr Kraftstoff verbraucht. Höhere Geschwindigkeiten bedeuten auch einen höheren Treibstoffverbrauch – bei Tempo 130 auf der Autobahn, kann mit einer konstanten Geschwindigkeit von 120 einiges eingespart werden.
  10. Licht am Tag (außer es ist gesetzlich vorgeschrieben) besser vermeiden – der Verbrauch erhöht sich sonst um rund 0,2 Liter je Stunde Fahrzeit.
  11. Am meisten Kraftstoff wird logischerweise eingespart, wenn der Motor nicht läuft :o

    So können bspw. Fahrgemeinschaften genutzt werden oder man kurze Wege sinvoll verbindet und mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder einfach zu Fuß erledigt - das geht oft sogar schneller als mit dem Auto und fördert zudem die Gesundheit.


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