Auto - Wartung und Reparaturen
Reifen

Inhaltsverzeichnis


  1. Reifenkennzeichnung
  2. Reifendruck

  3. Profiltiefe

  4. Reifenwechsel

  5. Reifenarten

  6. Reifenlagerung

  1. Motoröl
  2. Klimaanlage

  1. Arbeitsschutz
  2. Reparaturkosten einsparen
  3. Lackschäden
  4. Smart Repairs
  5. Autobatterie (Starthilfe)
  6. Zündkerze
reifen.com

Reifenkennzeichnung

Die für das eigene Fahrzeug zulässigen Bereifungen, sind in den Fahrzeugpapieren aufgelistet.
Reifenkennzeichnung


Die Kennzeichnung der Reifen befindet sich am äußeren oberen Rand, seitlich auf jedem Autoreifen - die Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen ist verpflichtend und geregelt durch die ECE 30 (ECE= Economic Commission for Europe).


[zum Index]

Ich suche:

Sommerreifen
Winterreifen
Ganzjahresreifen

Reifenmaße:
Geschwindigkeitsindex:
Preiskategorie:


Bspw. bedeutet die Aufschrift 185/65 R15 85H ...


185 Reifenbreite in mm - nominelle Breite des unbelasteten Reifens an der breitesten Stelle (nicht der Lauffläche)
65 Verhältnis Flankenhöhe (Laufflächenbreite in %) - das prozentuale Verhältnis von Flankenhöhe (Schafthöhe) zu Reifenbreite beträgt hier 65%; die Flankenhöhe beträgt daher 120 mm (185 mm × 65%). Fehlt diese Angabe, wie etwa bei der Reifenbezeichnung „155 R 15“, so ist dieses Verhältnis 82%.
R Bauweise der Karkasse (Diagonal- oder Radialreifen); laut ECE 30, muss die diagonale Bauweise nicht gekennzeichnet werden.
15 Felgendurchmesser in Zoll - der benötigte Felgendurchmesser beträgt hier 15 Zoll.
85 Tragfähigkeitsindex (Last je Reifen in kg) - im Beispiel 515 kg. Weiterführende Informationen: Wikipedia
H Geschwindigkeitsindex (Speed Index, Geschwindigkeitskategorie) - gibt in Buchstaben kodiert die maximal zulässige Geschwindigkeit an (im Beispiel sind maximal 210 km/h erlaubt). Weiterführende Informationen: Wikipedia


[zum Index]


Witterungskennzeichnung

Bei Reifen für den Winter- oder Schlechtwegeeinsatz, befinden sich am Ende des Schriftzuges die Abkürzungen M+S (Matsch und Schnee; aus dem Englischen „mud and snow“). Bei Reifen mit Spikes findet sich noch ein E hinter dem S.



UTQG (Uniform Tire Quality Grade)

Die UTQG Klassifizierung gibt das Leistungsniveau eines Reifens anhand drei verschiedener Kriterien an:

  1. Treadwear - Das Verschleißverhalten eines Reifens gegenüber einem „Normreifen“. Normreifen besitzen einen Treadwear-Wert von 100. Ein Autoreifen mit dem Wert „Treadwear 300“, nutzt sich dreimal langsamer ab als der Normreifen. Ein moderner Alltagsreifen für einen PKW besitzt einen Treadwear-Wert von etwa 250 bis 400.
  2. Traction - Die Haftungseigenschaften auf nassem Untergrund. „AA“ gilt vor „A“ und „B“ als haftungsstärkster, „C“ ist der schlechteste zulässige Wert.
  3. Temperature - Die Temperaturkennung gibt an, wie effizient der Reifen die durch Rollreibung entstehende Hitze abführen kann. Die beste Kennung ist „A“, die niedrigste Klasse ist „C“.


Weitere Reifenkennzeichnungen: Siehe Wikipedia


[zum Index]


Logo 120x60

Reifendruck

Der Ratschlag bei schlechten Fahrverhältnissen den Luftdruck in den Reifen zu verringern ist schlicht und einfach falsch – er war lediglich für die früher üblichen Diagonalreifen gültig. Bei den heute verwendeten Gürtelreifen bewirkt ein zu niedriger Reifendruck sogar eine schlechtere Traktion und außerdem steigt auch noch der Treibstoffverbrauch.


  1. Der Luftdruck der Reifen sollte immer dann gemessen werden, wenn diese noch kalt sind. Sobald die Reifen warm gelaufen sind dehnt sich die Luft im inneren durch die Erwärmung aus und die Messwerte zeigen ein verfälschtes Bild.
  2. Der für das eigene Auto optimale Reifendruck (der so genannte „Komfortreifendruck“) steht entweder in der Bedienungsanleitung, der Innenseite des Tankdeckels oder am Rahmen der Fahrertür. Dabei gilt: Diese Angabe darf stets um 0,2 bar überschritten werden, was vor allem bei hoher Zuladung oder regelmäßigem Fahren mit hoher Geschwindigkeit sinnvoll ist - außerdem spart das Treibstoff und ergibt keinen messbar höheren Verschleiß.

    Der Luftdruck der beiden Reifen sollte an einer Achse stets identisch sein.

  3. Bei zu niedrigem Reifendruck (ab minus 0,5 Bar) kann durch die schlechteren Fahreigenschaften jedes Brems- oder Ausweichmanöver sogar lebensgefährlich werden, da die Spurstabilität in Kurven um rund die Hälfte abnimmt und der Bremsweg sich um mehrere Meter verlängert – aufgrund der geringen Stabilität erhöht sich zudem die Schleudergefahr (besonders bei Nässe oder Glatteis).

    • Durch einen zu geringen Reifendruck und den damit verbundenen erhöhten Rollwiderstand, werden auf 100 km um etwa 0,3 Liter mehr Treibstoff verbraucht. Außerdem erhöht sich der Verschleiß eines Reifens bei zu geringem Luftdruck deutlich.

  4. Aber auch ein zu hoher Reifendruck hat Folgen: Der Reifen berührt die Fahrbahn nicht mehr optimal (geringere Haftfläche) und nutzt sich so stärker ab. So verkürzt sich die Lebensdauer und der Bremsweg wird noch dazu länger. Auch das Kurvenverhalten und der Fahrkomfort werden negativ beeinflusst.
  5. Der Reifendruck sollte mindestens einmal im Monat überprüft werden – ebenso wie das Reserverad (siehe auch Punkt 1).


[zum Index]



Reifendruck: Fahrsicherheit und Kraftstoffverbrauch

Siehe auch: Treibstoffkosten sparen


Jeder Fahrzeughersteller schreibt für jeden Fahrzeugtyp den Mindest-Reifendruck vor, meist unterschiedlich je nach Belastung (leeres oder voll beladenes Fahrzeug). Diese Angaben sind in der Regel auf einem Aufkleber an der Tür, im Handschuhfach- oder im Tankdeckel oder im Handbuch ersichtlich. Der Reifendruck beeinflusst nicht nur das Fahrverhalten und damit die Fahrsicherheit, sondern auch den Kraftstoffverbrauch und die Lebensdauer der Reifen.


Bei der Überprüfung des Reifendrucks (nur bei kalten Reifen durchführen!), sollte zusätzlich auch der Druck des Reserverades kontrolliert werden. Durch eine Erhöhung des Reifendruckes von etwa 0,2 bar (über dem angegebenen Mindestwert des Herstellers), wird ein etwas niedrigerer Rollwiderstand erreicht, welcher sich auch in einem geringfügig niedrigerem Kraftstoffverbrauch bemerkbar macht (Faustregel: 0,2 bar mehr ergeben 2% weniger Verbrauch).

Darüber hinaus können durch eine Erhöhung des Reifendrucks auch Lenkgenauigkeit, Fahrstabilität und damit die Straßenlage insgesamt verbessert werden – das liegt daran, das der Reifen in sich steifer wird und so der Seitenkraftaufbau schneller erfolgt.

Anmerkung: Der Reifendruck sollte nur dann leicht über den Mindestwert des Herstellers (der so genannte „Komfortreifendruck“) erhöht werden, wenn diese Abweichung explizit in der Betriebsanweisung des Fahrzeuges angegeben wird!


Die Nachteile einer solchen Erhöhung können einen Verlust an Fahrkomfort (durch die höhere Federsteifigkeit des Reifens) und einen Verlust an Bodenhaftung bei geringen Geschwindigkeiten (wegen der geringeren Auflagefläche) mit sich bringen. Die Befürchtung das sich das Profil in der Mitte der Lauffläche schneller abnutzen könnte als an den Reifenkanten, konnte in der Praxis nicht bestätigt werden (solange der Maximaldruck, üblicherweise 3,0 bar, nicht überschritten wird).

Die Laufflächen werden bei zu niedrigem Reifendruck seitlich stärker abgenutzt. Bei stark überhöhtem Druck verringert sich die Fläche (da der Reifen weniger walken kann) und die Lauffläche sich nach außen wölbt.

Die Autohersteller empfehlen bei Geschwindigkeiten über 130–160 km/h meist den Reifendruck um 0,2–0,6 bar zu erhöhen.

Bei Weltrekordfahrten für den niedrigsten Treibstoffverbrauch bzw. die längsten erreichten Wegstrecken mit einer Tankfüllung, wird der Reifendruck in der Regel um ca. 0,5 bis 1,5 bar erhöht (auf Kosten der Sicherheit).


[zum Index]


Profiltiefe


Zum leichteren erkennen der verbleibenden Profiltiefe, sind sogenannte Indikatoren (TWI-Markierungen; Tread Wear Indicator, Abnutzungs-Indikator oder Reifenverschleißanzeige) vorhanden. Das sind kleine Stege (meist quer zur Laufrichtung) in den Rillen des Hauptprofils. An den entsprechenden Stellen am Reifen sind meistens die Buchstaben TWI aufgedruckt.

Ist ein Reifen so weit verschlissen dass der Indikator mit dem Profil eine Ebene bildet, muss der Reifen ersetzt werden. Der TWI-Indikator zeigt jedoch nicht zwangsläufig den vermuteten Wert an, sondern je nach Hersteller auch mehr (damit nicht erst bei Erreichen des, von vielen Experten als zu gering bemängelten, Minimums neue Reifen gekauft werden).

Durch abgefahrene Reifen verlängert sich der Bremsweg besonders auf nasser oder glatter Fahrbahn und erhöht so die Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer.


[zum Index]


Methoden zum Messen der Profiltiefe


[zum Index]


Reifenwechsel

Frühling 468x60


[zum Index]


Checkliste



[zum Index]



Reifenpanne

Neben Ermüdungserscheinungen des Reifens, können auch defekte Bremsen oder Schäden am Fahrwerk Ursachen für eine Reifenpanne sein.

Wenn der Reifen platzt, sollte auf keinen Fall mit einem abrupten Bremsmanöver darauf reagiert werden! Der Wagen sollte vielmehr, mit eingeschaltetem Warnblinklicht, durch ausrollen lassen zum stehen gebracht werden.

Am Pannenstreifen sollten sämtliche Insassen das Fahrzeug über die Beifahrerseite verlassen, hinter die Leitplanke gehen und dabei eine Warnweste tragen (daran denken, das Warndreieck in ausreichendem Abstand aufzustellen).



[zum Index]


Reifenarten


Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen werden auf der Seite des Reifens gekennzeichnet mit entweder: „All Season(alle Jahreszeiten), „Allweather(jedes Wetter) oder dem Symbol einer Schneeflocke (für hinreichende Wintertraktion).

Wie der Name bereits vermuten lässt, können Ganzjahresreifen das ganze Jahr über verwendet werden - der Gesetzgeber fordert lediglich Reifen, welche den verschiedenen Wetterbedingungen angepasst sind. Ein Unterschied zu speziell angepassten Sommer- und Winterreifen liegt jedoch in der Qualität: diese ist etwas geringwertiger als bei den saisonalen Reifen. Wichtig bei der Entscheidung ist, unter welchen Bedingungen hauptsächlich gefahren wird. So sollten in Wintersportgebieten mit viel Schnee vollwertige Winterreifen bevorzugt werden. Bei Fahrten hauptsächlich in Städten oder im Flachland, sind die Ganzjahresreifen in der Regel vollkommen ausreichend.

Ganzjahresreifen werden meist von Personen verwendet die relativ wenig fahren und so Sommer- und Winterreifen nicht innerhalb von etwa sechs Jahren verschleißen würden. Der Vorteil der Ganzjahresreifen liegt in der finanziellen Ersparnis: Anstatt zweier verschiedener Reifensätze braucht nur einer gekauft werden, der geringe Aufpreis denn Ganzjahresreifen haben fällt dadurch kaum ins Gewicht. Auch der Umstand des zweimal jährlichen Reifenwechsels entfällt.

Zusammenfassen kann gesagt werden: Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss, den auf Schnee erreichen sie nicht die Eigenschaften von guten Winterreifen und im Sommer haben sie (aufgrund der weicheren Gummimischung) einen höheren Abrieb (Verschleiß) und verursachen einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch.

Handel: Ganzjahres-Alukompletträder bei reifenshop.at


[zum Index]


Runderneuerte Reifen

Zur Herstellung eines runderneuerter Reifens wird bei einem abgefahrenen Reifen die alte Lauffläche maschinell abgeraut bzw. mit Messern abgeschält, anschließend eine neue Lauffläche aufgebracht und diese dann vulkanisiert. Diese Art der Herstellung ist bis zu einem Drittel billiger als die Erzeugung eines Neureifens.

Runderneuerte Reifen sind nicht als Hochgeschwindigkeitsreifen (Kennung VR, W, ZR, Y) erhältlich – dürfen daher auf vielen Fahrzeugen nicht eingesetzt werden (der Geschwindigkeitsindex des Reifens müsste aufgrund einer vorgeschriebenen Sicherheitserhöhung größer sein als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs) da die Hersteller runderneuerter Reifen, aufgrund der Alterung der Karkasse, den Geschwindigkeitsindex ihrer Reifen herabstufen. Dagegen haben runderneuerte bei LKW-Reifen einen Marktanteil von etwa 40 Prozent.

Runderneuerte Reifen haben durch verbesserte Herstellungstecniken, im Vergleich zu Neureifen im Allgemeinen keinen erhöhten Rollwiderstand. Jedoch können bei runderneuerten Reifen von Anfang an Probleme auftreten, bspw. Höhen- und Seitenschläge die sich ähnlich auswirken wie ein schlecht ausgewuchtetes Rad.


[zum Index]


Lagerung von Reifen

Die Art der Lagerung von Sommer- sowie Winterreifen kann Auswirkungen auf die Lebensdauer haben: Der Gummi aus dem die Reifen bestehen, kann durch verschiedene Einflüsse wie Licht und Wärme, den Kontakt mit Benzin, Fett, Lösungsmitteln und Öl angegriffen werden, wodurch seine Haltbarkeit deutlich verkürzt werden kann.

Ein sachgemäßer Lagerort für Reifen sollte trocken und kühl sein.


[zum Index]