Auto - Wartung und Reparaturen

Inhaltsverzeichnis


  1. Motoröl - Einleitung

  2. Klimaanlage

  1. Arbeitsschutz
  2. Reparaturkosten einsparen
  3. Lackschäden
  4. Smart Repairs
  5. Autobatterie (Starthilfe)
  6. Zündkerze

  1. Reifen

Motoröl - Einleitung


Öl Förderpumpe
Das Motoröl bildet einen Schmierfilm zwischen Kolben und Zylinderwand - ebenso an allen Stellen im Motor wo Verschleiß herrscht sowie an allen Lagern des Motors. Zusätzlich hat Motoröl auch eine kühlende Wirkung auf den Motor.

Aufgrund der natürlichen Alterung von Motoröl verliert es nach einer bestimmten Zeit seine Schmierfähigkeit und macht daher einen regelmäßigen Ölwechsel notwendig. Der Grund für die Alterung ist der Abbau der enthaltenen Additive (Zusatzstoffe welche die Eigenschaften des Öls verbessern) durch die außerordentliche chemische, thermische und mechanische Beanspruchung im Motor. Aber auch Verschmutzungen wie Staub oder Ruß beeinträchtigen die Qualität und damit die Schmierfähigkeit von Motoröl mit der Zeit.


Ölwechsel Intervall

Ein vollständiger Wechsel des Motoröls sollte in der Regel etwa alle 15.000 bis 30.000 gefahrenen Kilometer bzw. etwa alle 2 Jahre gemacht werden. Angaben für den genauen Wechselintervall finden sich in der Betriebsanleitung des Autos bzw. auf dem Informationsaufkleber im Motorraum.

Wann der Ölwechsel notwendig wird, hängt aber auch vom Baujahr des Autos und dem Fahrzeugmodell ab. Etwa alle 1.000 Kilometer sollte zudem der Ölstand gemessen und ggf. auf den empfohlenen Stand nachgefüllt werden.


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Das richtige Öl für das eigene Fahrzeug

! Achtung: Weder das teuerste noch das billigste Öl sollte unbedarft verwendet werden. Allein die Empfehlung des Fahrzeugherstellers sollte beim Kauf beachtet werden, denn missachtet man diese kann im schlimmsten Fall ein Garantieverlust drohen!

Daher sollte man unbedingt im Serviceheft nachschauen welches Öl und wieviel davon empfohlen wird und diese Angaben sicherheitshalber auch mit den Angaben auf dem Ölbehalter vergleichen. Das Öl kann dann statt an der Tankstelle auch, in der Regel günstiger, in Baumärkten gekauft werden.


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Ölwechsel durchführen


Ölfilter Schraubenschlüssel



Checkliste: Was für einen Ölwechsel benötigt wird


  1. Motoröl ;-)
    Welches Öl und wieviel davon eingefüllt werden muss, kann der Betriebsanleitung, dem Serviceheft oder den Angaben auf dem Ölbehalter entnommen werden.
  2. Ölfilter
    erhältlich bspw. bei ATU, im Baumarkt oder (meist teurer) bei der Vertragswerkstatt.
  3. Ölfilterkette
    Wird zum lösen des Ölfilters benötigt (in Verbindung mit einer Knarre/Ratsche, einem Werkzeug zum durchführen einer umlaufenden Drehbewegung innerhalb eines begrenzten Arbeitsraumes, zumeist zum Lösen oder Festziehen von Schraubverbindungen).

    Zwar ist die Ölfilterkette etwas teurer, aber eine gute Qualität ist wichtig da Ölfilter manchmal nur sehr schwer zu lösen sind. Nach etwa zweimaligem Ölwechsel sind die Kosten dafür und auch die des anderen Werzeugs wieder amortisiert.

  4. Wekzeug zum lösen der Ölablaßschraube
    Je nach Hersteller gibt es verschiedene Ölablaßschrauben, meist sind es Außen– bzw. Innensechskantschrauben.
  5. Flacher Behälter
    zum auffangen des Motoröls. Flach deshalb, weil das Auto meist nicht hoch genug aufgebockt werden kann (Ausnahme Hebebühne).
  6. Trichter
    wird benötigt wenn der Öleinfüllstutzen am Motor schwer erreichbar ist.
  7. Pappe
    als Schutz vor daneben tropfendem Motoröl (1 Tropfen reicht schon um 600 Liter Grundwasser zu verschmutzen!).
  8. Putztuch/-lappen


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Anleitung zum Ölwechsel



Der Ölwechsel kann entweder von Personal in einer Fachwerkstätte durchgeführt werden, was keiner weiteren Erklärung bedarf, oder man führt den Wechsel einfach selbst durch - was sich aufgrund der hohen Preise des Öls sowie ggf. auch die der Werkstätte finanziell sicher lohnt. Dauer der Aktion: Etwa 1 Stunde, einziger Nachteil: man macht sich die Hände schmutzig.

Wichtig: Ein Ölwechsel sollte bei einem betriebswarmen Motor durchgeführt werden - so fließt das alte Öl leichter ab und es verbleiben kaum Schwebeteilchen in der Ölwanne!



  1. Das Auto aufbocken – idealerweise mittels Hebebühne, sonst die Vorderachse mittels Wagenheber anheben. Sollte genug Platz unter dem Auto vorhanden sein, ist das ggf. auch gar nicht notwendig.
  2. Unter die Ölwanne kommt ein absolt dichter und event. verschließbarer Behälter zum auffangen des Öls (für den Abtransport zur Entsorgung) .
  3. Die Ölablaßschraube vorsichtig herausdrehen (vorsichtig weil schnell etwas Öl daneben gehen kann).
  4. Abwarten bis das ganze Altöl in den Behälter gelaufen ist und die Ölablaßschraube vorsichtig und nicht zu fest (auf das Drehmoment achten) wieder zuschrauben. Hat die Schraube einen Dichtring, sollte diese gleich erneuert werden.

    Altöl kann dort entsorgt werden, wo das neue Öl gekauft wurde oder auch bei Problemstoffsammelstellen.

  5. Bei dieser Gelegenheit sollte auch gleich der Ölfilter getauscht werden. Dieser filtert Verunreinigungen aus dem Öl und vermindert so den Verschleiß mechanischer Bauteile. Den Ölfilter mittels der Ölfilterkette und der Knarre/Ratsche lösen.
  6. Ölfilter montieren - Vorher die alte Dichtung vom Ölfilter entfernen, die neue Dichtung mit Altöl einschmieren und den Ölfilter handfest anziehen.
  7. Falls aufgebockt wurde, das Auto wieder auf den Boden bringen.
  8. Ölmeßstab herausziehen, Öldeckel entfernen und langsam die vorgeschriebene Menge an Öl einfüllen. Öldeckel zuschrauben und den Ölmeßstab wieder reinstecken.
  9. Den Motor starten und für etwas 30 Sekunden laufen lassen (auf die Öldruckwarnleuchte, die rote Leuchte mit der Ölkanne, achten - diese sollte nach kurzer Zeit erlöschen).
  10. Denn Motor ausschalten und etwa 10 Minuten warten, bis sich das Öl in der Ölwanne gesetzt hat.
  11. Mit dem Ölmeßstab den Ölstand messen und ggf. nachfüllen (zuviel vermeiden - das Öl kann sonst Schaum schlagen und im schlimmstenfalls droht ein Motorschaden!).


Weiterführender Link: Wikipedia


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Klimaanlage

Weil eine funktionierende Klimaanlage während der heißen Tage für Abkühlung sorgt, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr. Denn schon ab Innenraumtemperaturen von mehr als 24 °C, sinkt die Konzentration und Reaktionsfähigkeit des Fahrers drastisch.


Doch Vorsicht, eine Klimaanlage kann auch Erkältungskrankheiten und Muskelverspannungen sowie allergische Reaktionen (durch Bakterien und Schimmelsporen) bewirken. Abgesehen von dem stark erhöhtem Treibstoffverbrauch.

Der Innenraum eines stehenden, 15°C kühlen Autos, erhitzt sich in der prallen Sonne bei Außentemperaturen von über 30°C innerhalb von 10 Minuten auf über 60°C! Daher sollten Kinder, ältere und geschwächte Menschen sowie Tiere sich auch nicht für kürzere Zeit alleine im Auto aufhalten.


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Funktion

Die Klimaanalge saugt von Frischluft von aussen oder als Umluft aus dem Fahrzeuginnenraum ein, leitet diese zur Reinigung durch einen Pollenfilter und anschließend durch das Kühlsystem. Die Luft kühlt durch das entlang strömen am Kühlkörper ab, wodurch der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensieren kann und schließlich in flüssigem Zustand bis an den Boden des Kühlgehäuses rinnt und als Kondenswasser durch eine Abtauöffnung ins Freie geleitet wird.

Bei einer Betriebsdauer der Klimaanlage von mehr als etwa einer Stunde, kann sich am Klimakühler auch Eis bilden. Dadurch kann der Abtauvorgang, vor allem im Winter, zum Beschlagen oder gar Vereisen der Scheiben im Fahrzeuginneren führen.

In das Wageninnere eingebrachte Feuchtigkeit (feuchte Schuhe, Schweiß, …) kann durch die Luftentfeuchtungsfunktion der Klimaanlage leicht hinausbefördert werden. Wasserdampf der mit dem Luftstrom im Fahrzeuginneren durch die Klimaanlage gelangt, kondensiert ebenfalls und wird nach außen abgeleitet - trockene Luft gelangt durch die Gebläsedüsen wieder in den Fahrzeuginnenraum.

Wichtig ist dabei, das der Umluftbetrieb aktiviert ist – so wird nur die Luft aus dem inneren durch den Klimakühler geleitet und entfeuchtet.


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Bedienung

Eine falsch eingestellte Klimaanlage im Auto ist eine häufige Ursache für Erkältungen im Sommer.Ist der Innenraum des Autos durch die Sonne stark aufgeheizt, auch bei vorhandener Klimaanlage erst durch die Fenster und einem eventuell vorhandenen Schiebedach die heiße Luft entweichen lassen. Das spart Kraftstoff den die Klimaanlage sonst zum runterkühlen benötigt!



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Wartung

Durch einen unsachgemäßen Betrieb oder auch schlechte Wartung, kann Feuchtigkeit im Klimagehäuse verbleiben und so schnell zu schlechten Gerüchen und Schimmelbildung führen. Im Laufe der Zeit breiten sich in Klimaanlagen so Pilze und Keime aus , welche beim Umluftbetrieb ins Auto geblasen werden und bei den Insassen auch allergische Reaktionen auslösen können.



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Überprüfung einer Klimaanlage

Bei einer professionelle Reinigung werden alle Schlüsselkomponenten wie Kompressor, Kondensator und Verdampfer, ebenso wie die Verschleißteile getestet und auf Dichtheit überprüft. Das Kältemittel, welches nach etwa 2-3 Jahren langsam entweicht, wird getauscht bzw. nachgefüllt.

Durch eine professionell durchgeführte Überprüfung wird eine optimaler Funktion gewährleistet und sie schützt durch eine rechtzeitige Fehlererkennung vor teuren Reparaturen. Zudem wird der Treibstoffverbrauch gesenkt und der Verschleiß des Systems minimiert.


Sinnvoll ist so eine Überprüfung wenn:


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