Fliegen

Inhaltsverzeichnis

  1. Fruchtfliege / Taufliege (Drosophilidae)

  2. Fliegen (Brachycera)


Fruchtfliege / Taufliege

(Drosophilidae)


Schwarzbäuchige Taufliege
Die Taufliegen, auch bekannt als Frucht-, Obst-, Gär-, Most- oder Essigfliege, gehören zur Familie der Fliegen (Brachycera) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera).


Die Bezeichnung „Taufliege“ leitet sich von dem Verhalten der Tiere ab, überwiegend morgens und abends zu fliegen – d.h. zu Zeiten in denen sich häufig Tau niederschlägt. Es sind kleine, meist 2 mm lange und fast überall vorkommende Fliegen, die von faulenden Früchten sowie Getränkeresten in offenen Flaschen angezogen werden (um sich von den gärenden Substanzen zu ernähren).


Lebensraum

Die weltweit über 3000 bekannten Arten werden in Wildarten (ökologisch an Gehölze gebunden) oder Kulturfolger unterteilt. Die Kulturfolger haben sich auf menschliche Lebensgewohnheiten spezialisiert und leben vorwiegend im Kompost bzw. überall dort wo Früchte gären.

Ein Kulturfolger der Art ist beispielsweise die Art Drosophila melanogaster („Schwarzbäuchige“ Taufliege), etwa 2 - 3 mm lang, gelbbraun gefärbt mit schwarzen Hinterleibsringen und roten Augen. Diese wurde im 20. Jahrhundert zu einem Standard-Untersuchungsobjekt der Genetik.


Fortpflanzung

Die Weibchen legen ihre bis zu 400 Eier meist in gärenden Pflanzenstoffen ab, welche später als Nahrung für die Larven dienen. Die meisten Larven ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten oder fauligen Früchten, besonders von den Mikroorganismen welche die Früchte zersetzen (bspw. Hefen und Bakterien), andere widerum verzehren Pflanzenstängeln bzw. Blätter oder auch Pollen und Nektar in Bienennestern.

Wie andere Fliegenlarven auch, durchlaufen die Larven drei Stadien an deren Ende sich eine braune Puppe bildet die überwintert. In einem Jahr entwickeln sich oft mehrere Taufliegen-Generationen, da der Zeitraum vom Ei bis zur fertig entwickelten Fliege nur ca. 14 Tage beträgt.


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Gegenmaßnahmen

Weil die kleinen Fliegen krankheitserregende Mikroorganismen übertragen können, ist deren Bekämpfung sinnvoll.


Vorbeugen

Siehe auch: Allgemeine Maßnahmen zur Vorbeugung


Vertreiben


Fallen


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Fliegen

(Brachycera)


Schmeißfliege Fliegen bilden eine Unterordnung der Zweiflügler (Diptera). Abhängig davon wie die Fliegen aus den Puppen schlüpfen, werden sie in zwei Untergruppen unterteilt: Spaltschlüpfer (Orthorrhapha), die durch einen Längsspalt schlüpfen und Deckelschlüpfer (Cyclorrhapha), die mit ihrer Stirnblase den Deckel der Puppe abheben.


Lebensweise

Die Lebenserwartung einer ausgewachsenen Fliege beträgt nur wenige Wochen oder Tage. In unseren Breiten ist das Imago (lat. für „Bild“; das geschlechtsreife Insekt/Adultus gedacht als das ‚Bild der Art‘) hauptsächlich von April bis Oktober aktiv, den Winter überstehen die Tiere in geschützten Lebensräumen (einige Arten sind auch als erwachsene Tiere nur im Winter aktiv).

Ernährung und Schadwirkung

Die Nahrung von Fliegen umfasst alle organischen Substanzen - im Zerfall befindliche sowie gejagte Insekten. Da einige Fliegen (wie bspw. zahlreiche Bohrfliegen) sich bevorzugt von Pflanzen ernähren die von Menschen angebaut werden, gelten sie als Schädlinge. Außerdem verbringen einige Fliegenarten einen Teil ihres Lebenszyklus in Fleisch, Kot oder verwesendem organischen Material, wodurch es sein kann das sie dort pathogene Keime aufnehmen die sie dann als Krankheitsüberträger auf Mensch und Tier übertragen können.


Kopulierende Stubenfliegen Vor allem verschiedene Arten der Familien der Fleischfliegen (Sarcophagidae), der Schmeißfliegen (Calliphoridae) und der Echten Fliegen (Muscidae; zu der bspw. auch die weit verbreitete Stubenfliege zählt), gelten als Lästlinge und Krankheitsüberträger.

Die Maden dieser Arten sind Abfallverwerter und leben hauptsächlich von toten pflanzlichen und tierischen Substanzen.


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Gegenmaßnahmen


Vorbeugen / Vertreiben

Siehe auch: Allgemeine Maßnahmen zur Vorbeugung



Fallen


Fliegenschmutz


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