Gemeiner bzw.
Gewöhnlicher Nagekäfer

a.k.a. Holzwurm

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Aussehen
  3. Lebenszyklus
  4. Lebensraum
  5. Gegenmaßnahmen

  1. Lästlinge und Schädlinge Index


Gemeiner bzw. Gewöhnlicher Nagekäfer / Holzwurm

(Anobium punctatum)


Gemeiner Nagekäfer von oben


Der Der Gemeine oder Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum) ist eine Art der Nagekäfer (Ptinidae), der in der freien Natur sehr selten aufgefunden wird - wenn dann vor allem an trockenem Laub- und Nadelholz, häufig unter Efeu.

Gemeiner Nagekäfer von unten
Die umgangssprachliche Bezeichnung „Holzwurm“ bezieht sich auf die Aktivität der Larven.


Aussehen

Gemeiner Nagekäfer, Seitenansicht
Der Kopf ist unter einem kapuzenartig gehöckerten Halsschild verborgen, das erste Bauchsegment ist länger als das dritte. Die Fühler sind elfgliedrig wobei die letzten drei Glieder stark verlängert und die mittleren Glieder am Innen- wie am Außenrand abgerundet sind.


Die gesamte Mittelbrust sowie der Großteil der Hinterbrust ist durch eine Aushöhlung gekennzeichnet, in welche Fühler und Beine im Bereich zwischen den Mittelhüften teilweise eingelegt werden können. Der ausgewachsenen Käfer wird etwa 2,5 - 5 mm lang.


Lebenszyklus

Nach der Befruchtung legt das Weibchen die Eier in Ritzen, Spalten und Gänge im Holz ab - bevorzugt in jenem Holz, in dem der Käfer auch selbst aufgewachsen ist. Da der Nagekäfer grundsätzlich flugfähig ist, kann er sich fliegend neue Plätze für die Eiablage suchen.

Die Larven des Holzwurms sind Trockenholzschädlinge, weshalb die Eier nicht in frischem sondern nur in verbautem Holz abgelegt werden.
Larve des Gemeinen Nagekäfers


Aus den abgelegten Eiern schlüpfen die Larven, welche sich nur durch das Frühholz (Splintholz) fressen - das Spätholz (Kernholz) hingegen wird i.d.R. verschont und bleibt lamellenartig stehen.

Die Aktivität der Larven ist an herausquellendem Holzmehl erkennbar.



Nach mehreren Wachstumszyklen verpuppen sich die ausgewachsene Larven, die nach ihrer Wandlung (Metamorphose) als geschlechtsreifer Käfer aus der Puppe schlüpfen. Die Löcher im Holz aus welchen die Käfer ausfliegen, haben einen Durchmesser von 1 - 2 mm.

Unter günstigen Bedingungen dauert die Entwicklungszeit der Larve ein Jahr, bei ungünstigen Bedingungen bis zu acht Jahre.


Lebensraum

Die Larven benötigen eine Holzfeuchtigkeit von mindestens 10 % und bevorzugen kühlere Orte – in zentralbeheizten Räumen tritt ein Befall daher nur selten auf.

Besonders anfällige Bereiche sind feuchte Räume oder Orte an denen Bodenkühle/-feuchte auftreten kann. Ein Befall ist nicht von einem Höchstalter des Holzes abhängig, der Gemeine Nagekäfer kann also durchaus auch jahrhundertealtes Holz befallen.


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Gegenmaßnahmen

Um einen Befall zu erkennen, kann man schwarzes Papier unter die betroffene Stelle legen – wenn ein Befall vorliegt, findet sich nach wenigen Tagen Holzmehl auf dem Papier. Ein Zeitraum einiger Tage ist notwendig, da die Larven gelegentlich Fraßpausen einlegen.



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