Silberfischchen

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Eigenschaften

  3. Gegenmaßnahmen

Einleitung


Silberfischchen (Lepisma saccharina)sind flinke, äußerst lichtscheue und flügellose Insekten die zur Ordnung der Fischchen (Zygentoma) gehören (die seit ca. seit 300 Millionen Jahren existiert). Ihre Bezeichnung bezieht sich auf den silbergrauen, stromlinienförmigen Körper wohingegen der wissenschaftliche Name „Zuckergast“ sich auf die Vorliebe der Tiere für Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke bezieht. Silberfischen


Vereinzelt auftretende Silberfischchen sind harmlos, ein starker Befall kann ein Anzeichen für ein Feuchtigkeitsproblem und einen damit verbundenen Schimmelbefall sein. Jedoch haben die Silberfischchen selbst damit nichts zu tun, sie vermindern den Schimmelbefall sogar da sie sich von diesen Pilzen ernähren. Außerdem vertilgen sie auch Hausstaubmilben, welche beim Menschen Allergien auslösen können. Aus diesen Gründen können Silberfischchen auch als Nützlinge betrachtet werden.

Da Silberfischchen keine Krankheitsüberträger sind, ist eine Bekämpfung aus hygienischer sowie wissenschaftlicher Sicht nicht erforderlich. Jedoch können sie Lederwaren und Kunstfasergewebe durch Lochfraß beschädigen.


Fressfeinde des Silberfischchens sind bspw. der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) als auch Spinnen. Da sich Silberfischchen tagsüber in engen Verstecken aufhalten, ist ihre Jagd jedoch nicht sehr erfolgreich.


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Eigenschaften


Aussehen

Ohne Anhänge beträgt ihre Länge etwa 1 cm, die 2 Tastfühler sind lang und fadenförmig und die Füße bestehen aus zwei, drei oder vier Gliedern. Der metallische Glanz entsteht durch die silbrigen Schuppen (welche nach der dritten Häutung auftreten) mit denen sie bedeckt sind.

Ernährung

Silberfischchen die über einen Zeitraum von mehreren Monaten ohne Nahrung auskommen und bevorzugen bei ihrer Nahrungssuche vor allem stärkehaltige Stoffe oder das Dextrin in Klebstoffen. Das Spektrum umfasst dabei neben toten Insekten oder der eigenen abgestreiften Haut (Exuvien) bspw. Bucheinbände, Fotos, Haare, Hautschuppen, Hausstaubmilben, Tapetenkeister und Zucker aber auch Stoffe wie Baumwolle, Leinen, Seide, Papier oder Kunstfasern werden akzeptiert.

Die Silberfischchen zählen zu einer der wenigen Tiergruppen, welche körpereigene Cellulasen besitzen und dadurch zum Verdauen von Cellulose nicht auf Endosymbionten angewiesen sind.


Entwicklung

Bevorzugt in Spalten und Ritzen, legt das Weibchen etwa zwanzig Eier ab wenn die Temperatur an dem Ort zwischen 25 - 30 °C beträgt. Kälte und Trockenheit verhindern eine Vermehrung. Bis sie ausgewachsen sind brauchen abhängig von den Lebensbedingungen Silberfischchen mindestens 4 Monate, manchmal auch bis zu 3 Jahre (bei Zimmertemperatur innerhalb eines Jahres) und können ein Alter von zwei bis acht Jahren erreichen.

Bis das Silberfischchen geschlechtsreif ist, hat es etwa acht Häutungen durchlaufen – weil das Tier weiterwächst, finden noch bis zu vier Häutungen pro Jahr statt.


Lebensweise

Die nachtaktiven und äußerst lichtscheuen Silberfischchen, halten sich unter Tags in dunklen Ritzen und Fugen oder auch hinter Leisten und losen Tapeten versteckt.

Da sie Wärme bevorzugen und eine höhere Luftfeuchtigkeit benötigen (optimal sind 20 - 30 °C sowie eine relative Luftfeuchte 80 - 90 %), findet man sie häufig in Küche, Bad oder der Waschküche, aber auch in gut geheizten Toilettenräumen oder unter dem Kühlschrank, wenn die Bodenfliesen Risse und Spalten aufweisen.


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Gegenmaßnahmen



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