Nützlinge

Insekten und Bakterien
(Insecta & Bacteria)

Inhaltsverzeichnis

  1. Wespen

  2. Käfer (Coleoptera)

  3. Zweiflügler (Diptera)

  4. Bakterien (Bacteria)


Wespen

Siehe auch: Echte Wespen



Lagererzwespe

(Lariophagus distinguendus)


Zeichnung einer Erzwespe
Die Lagerezwespe wird vorwiegend in Getreidespeichern eingesetzt und erlangte besonders im biologischen Landbau Bedeutung, da hier die Anwendung von Insektiziden im Lager verboten ist. Die Kornkäferlarven können bis zu einer Lagertiefe von 4 Metern aufgespürt werden.

Um sich fortzupflanzen, werden von der Lagererzwespe verschiedener Arten von Larven parasitiert welche sich in Getreide entwickeln. Dazu lähmt das Weibchen die Larve mit einem giftigen Stich des Legebohrers und legt ihre eigenen Eier daneben in das Getreidekorn ab.

Parasitierte Schädlinge sind: Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica), Kornkäfer (Sitophilus granarius), Kornmotten (Sitotroga cerealella), Kugelkäfer (Gibbium psylloides), Messingkäfer (Niptus hololeucus), Reiskäfer (Gattung Sitophilus)


Siehe auch: Wikipedia


Aphelinidae

aus der Überfamilie der Erzwespen (Chalcidoidea)

Encarsia formosa hat sich in Gewächshäusern zur Bekämpfung der Weißen Fliegen (Trialeurodes vaporariorum) bewährt.


Brackwespen

(Braconidae)

In Massen gezüchtet wird Dacnusa sibirica in Gewächshäusern gegen die Minierfliegen eingesetzt.


Eulophidae

aus der Überfamilie der Erzwespen (Chalcidoidea)

Diglyphus isaea wird wie Dacnusa sibirica (siehe oben) in Gewächshäusern gegen Minierfliegen eingesetzt.


[zum Index]


Käfer

(Coleoptera)


Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)


Marienkäfer (Coccinellidae)

Der zur Schädlingsbekämpfung eingeführte Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis), droht die einheimischen Arten in Europa und Nordamerika zu verdrängen ...


Siehe auch: Risiken der biologischen Schädlingsbekämpfung | Wikipedia


NÜTZLING SCHÄDLING

Siebenpunkt-Marienkäfer

(Coccinella septempunctata)
Bevorzugt Blattläuse

Australischer Marienkäfer

(Cryptolaemus montrouzieri)

Der australische Marienkäfer vertilgt rund 250 Schädlinge täglich.

Woll- oder Schmierläuse


[zum Index]


Zweiflügler

(Diptera)



Gallmücke (Cecidomyiidae)

Gallmücken (Cecidomyiidae)

Eine Familie der Mücken (Nematocera) die weltweit mit ca. 5.000 Arten (über 1.600 Arten und Unterarten sind in Europa bekannt, 700 davon in Mitteleuropa) in 530 Gattungen vorkommen.

Fast ihr ganzes Leben verbringen Gallmücken im Larvenstadium, die voll entwickelten Imagines (geschlechtsreifen Insekten) leben nur kurz und nehmen dabei kaum Nahrung auf.

Siehe auch: Stechmücken (Gegenmaßnahmen) | Wikipedia


NÜTZLING SCHÄDLING

Feltiella acarisuga

Spinnmilben

Blattlausgallmücke

(Aphidoletes aphidimyza)

Da die Larven diese Art über 60 Arten an Blattläusen als Beutetiere verspeist, wird sie in Gewächshäusern als effektiver Nützling eingesetzt.

Die Imagines (geschlechtsreifen Insekten) ernähren sich ausschließlich von Honigtau. Ein Weibchen legt bis zu 200 Eier (bevorzugt in Blattlauskolonien) ab. In einem Zeitraum von 5 bis 8 Tagen, fressen die Larven 20 bis 80 Blattläuse.

über 60 Arten der Blattläuse


[zum Index]


Bakterien

(Bacteria)


Bacillus thuringiensis


Kristalle des Bt-Toxins Ein Bakterium das vor allem im Boden aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern vorkommt. Die von dem Bakterium produzierten Bt-Toxine, werden zur Biologischen Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft sowie zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Stechmücken eingesetzt.

B. thuringiensis produziert kristalline Proteine (Bt-Toxine, siehe Abbildung links), die spezifisch auf verschiedene Insektenarten der Ordnungen Käfer (Coleoptera), Schmetterlinge (Lepidoptera), Hautflügler (Hymenoptera) und Zweiflügler (Diptera) sowie Fadenwürmer (Nematoda) toxisch wirken.

Bei Pflanzen, Wirbeltieren und Menschen zeigen die Bt-Toxine keine Wirkung und sind zudem vollständig biologisch abbaubar.

Siehe auch: Wikipedia


[zum Index]