Schuhe - Begriffsglossar

Inhaltsverzeichnis

  1. Absatz
  2. Absatzoberfleck
  3. Appretur
  4. Ausballung
  5. Blatt
  6. Blattschnitt
  7. Blücher
  8. Brandsohle
    (Innensohle)
  9. Brogues

  10. Broguing
  11. Budapester
  12. Decksohle
  13. Durchgenähte Machart
  14. Derby
  15. Einlegesohle
  16. Fußbett
    (Einlegesohle)
  17. Futter(leder), Schuhfutter
    (Innenschaft)
  1. Gelenkfeder und Gelenkstück
  2. Gemband
  3. Hinterkappe
    (Fersenkappe)
  4. Hinterriemen
  5. Innenschaft
  6. Innensohle
  7. Keder
  8. Lasche (Zunge)
  9. Laufabsatz
  10. Laufsohle
  11. Leisten
  12. Lochverzierungen
  13. Lyralochung
  14. Machart
  15. Monkstrap
  16. Oberfleck
    (Laufabsatz)
  17. Oberleder
    (Außenschaft)
  18. Oxford
  19. Pariser Stich
  1. Passform
    (Sitz)
  2. Quartiere
  3. Rahmen
  4. Rahmengenähte Machart
  5. Rosette
  6. Risslippe
  7. Schaft
    (Schuhschaft)
  8. Schlupfriemen
  9. Schlüpfschuhe
  10. Schnallenschuh
  11. Schnürschuh
  12. Schnürung
  13. Schuhboden
  14. Sprengung
  15. Überstemme
  16. Veldtschoen Machart
  17. Vorderkappe
  18. Zunge (Lasche)
  19. Zwicken
  20. Zwiegenähte Machart

Buchtipp (Amazon): Alles über Herrenschuhe - von Helge Sternke


Absatz

Absatz bezeichnet jenen (verdickten) Bereich des Schuhbodens, welcher sich unterhalb der Ferse des Fußes befindet. Viele Schuhe wie bspw. Mokassins oder Sneakers, haben keine Absätze. Ist kein Absatz vorhanden, spricht man von einem Nullboden.

Siehe auch: Schuhaufbau / Absatz


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Absatzoberfleck

Ein Stück grubengegerbtes Leder, das in Form des Absatzes ausgeschnitten wird und einen guten Absatzstand bewirkt.


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Appretur

(Lackschicht)
Eine Appretur (auch Lackschicht) ist die zuletzt auf eine Lederoberfläche aufgetragene Schicht. Durch sie wird das Leder geschützt und erhält seine endgültige Optik.

Anmerkung: Für die Wahl eines richtigen (geeigneten) Schuhpflegemittels, sind Kenntnisse über die vorliegende Appretur wichtig.


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Ausballung

Bezeichnet elastisches Material wie Kork oder Filz, das in den Hohlraum zwischen Brand- und Zwischensohle eingearbeitet wird. Durch die Wärme und das Gewicht des Trägers, verformt sich diese Ausballung später und schafft dadurch ein individuelles Fußbett. Außerdem dämpft die Schicht den Auftritt und schützt den Träger vor Hitze und Kälte.


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Blatt

(auch Vorderblatt)
Als Blatt wird der vordere Bereich des Schuhschaftes bezeichnet, der aus einem oder mehrern Teilen bestehen kann.


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Blattschnitt

Bezeichnet den Grundschnitt bei Schuhen mit geschlossener Schnürung, bei welchen das Blatt seitliche auf die Schaftteile aufgesetzt wird.


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Blücher

(Bluecher)
Ein Grundmodell eines klassischen herrenhalbschuhs mit einteiligem Schaftgrundschnitt und offener Schnürung. Die aufgesetzten Schnürungsteile sind als aufgesetzte Bänder (Deckbänder) seitlich auf den Schaft genäht – ein charakteristisches Merkmal des Blücher.

Die Bezeichnung „Blücher“ geht zurück auf den preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt (1742 – 1819), welcher seine Soldaten mit dem Schuhmodell (zu jener Zeit noch als Stiefel) für den Siegeszug gegen Napoleon ausstatten ließ.

Siehe auch: Herrschuhmodelle / Blücher


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Brandsohle

(Innensohle)
Eine von der Schuhspitze bis zur Ferse reichende, etwa 2,5 - 3,5 mm dicke Lederschicht, auf welcher der Fuß steht. Die Brandsohle beeinflusst Fußklima und Tragekomfort erheblich, ihre Fertigung aus hochwertigem, vegetabil gegerbten Rindsleder ist daher wichtig. (Siehe auch: Decksohle)


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Brogues

Siehe auch: Broguing (Schuhglossar) | Herrenschuhmodelle - Brogue

Brogue (von schott.-gäl. bròg, ir. bróg für „Schuh“) ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Schuhmodellen, die dezente bis hin zu extravagante Lochverzierungen (Zierlöcher) des Schafts (an den Schaftteilkanten und der Vorderkappe) aufweisen.

Alle Grundmodelle (wie bspw. Blücher, Budapester, Derby, Herrenstiefel, Monkstrap, Oxford) können Broguings (Lochverzierungen) aufweisen, das zu Grunde liegende Herrenschuhmodell spielt dabei keine Rolle. Mit Broguingsversehene Schuhe sind meist Herrenschuhe und sind als Half-Brogue (Semi-Brogue), Full-Brogue oder Full-Brogue Longwing erhältlich. Siehe Modellvarianten


Ursprung

Hirten in Schottland und Irland bohrten sich einst Löcher in ihre Schuhe, damit das auf sumpfigem Boden eingedrungene Wasser ausfließen konnte (außerdem ermöglichten die Öffnungen eine schnellere Trocknung des Schuhs). Die Praxis wurde später durch Jäger des schottischen Adels gesellschaftsfähig und im 18. Jahrhundert kam der Brogue auch als fester Standardschuh der arbeitenden Landbevölkerung Großbritanniens zum Einsatz (Siehe auch: Geschichte des Schuhs).

Im Laufer der Jahre wurde das Broguing dann nicht mehr durch das Leder gestanzt sondern nur als Zierde auf den Schaft gesetzt. Die zwei typischen Muster des Broguings sind die Lyralochung (je zwei übereinander stehende kleine Löcher folgen auf ein größeres Loch) und die Rosette (ornamentale große und kleine Löcherlinien).


Modellvarianten


Half- oder Semi-Brogue
Half-Brogues sind meist aus glattem Boxcalf (Leder vom Milchkalb) oder Rindbox (entspricht dem Boxcalf, unterscheidet sich jedoch deutlich in der Faserdicke seiner Fläche) gefertigt und meist mit der offenen Derby- oder der geschlossenen Oxfordschnürung ausgestattet - nur die aufgesetzte Vorderkappe weist ein dezentes Lochmuster auf.


Full-Brogue
Dieses (in den USA entwickelte) Modell wird meist mit geprägtem Scotchgrain Oberleder gefertigt und hat statt der geraden Vorderkappe (Querkappe) des Half-Brogue eine Flügelkappe, welche bis zurSeite des Schafts reicht. Die Kanten der Flügelkappe wie auch sonstige Schaftteilkanten, sind mit einer Lyralochung versehen und/oder ausgezackt - das Muster variiert meist nur in der Lochgröße, seltener auch in der Lochform. Oberhalb der Schuhspitze (mittig auf der Oberseite der Flügelkappe) ist als Lochverzierung eine Rosette angebracht. Typisch für einen Full-Brogue ist auch die aufgesetzte Fersenkappe.


Full-Brogue Longwing
Longwings sind eine Weiterentwicklung des Full-Brogues. Sie haben eine Flügelkappe, deren seitliche Ausläufer (Flügel) bis nach hinten an die Fersennaht verlaufen - weshalb auch keine zusätzlich aufgesetzte Fersenkappe vorhanden ist - ansonsten hat das Modell die Merkmale des Full-Brogues. Im Gegensatz zu Half- oder Full-Brogues, gibt es den Longwing nur mit offener Schnürung. Ein Full-Brogue Longwing wirkt sehr sportlich und gilt daher als passender Schuh zu Freizeitkleidung.


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Broguing

(Schottische Lochung)
Broguing bezeichnet die bei Schuhen häufig zu sehende Lochverzierung des Schuhschafts, der vor allem bei Männerschuhen zu sehen ist. Die in der Stanzerei mit dem Muster versehenen Lederteile werden entlang der Nähte aufgesetzt.

Schuhmodelle mit einem Broguing werden als Brogues bezeichnet - alle Grundmodelle (Blücher, Budapester, Derby, Herrenstiefel, Monkstrap, Oxford) können Broguings aufweisen, das zu Grunde liegende Herrenschuhmodell spielt dabei keine Rolle. Das Wort Brogue stammt vom schott.-gäl. bròg, ir. bróg und bedeutet „Schuh“.


Ursprung

Hirten in Schottland und Irland bohrten sich einst Löcher in ihre Schuhe, damit das auf sumpfigem Boden eingedrungene Wasser ausfließen konnte (außerdem ermöglichten die Öffnungen eine schnellere Trocknung des Schuhs). Die Praxis wurde später durch Jäger des schottischen Adels gesellschaftsfähig und im 18. Jahrhundert kam der Brogue auch als fester Standardschuh der arbeitenden Landbevölkerung Großbritanniens zum Einsatz.

Im Laufer der Jahre wurde das Broguing dann nicht mehr durch das Leder gestanzt sondern nur als Zierde auf den Schaft gesetzt.

Wegen der Herkunft der Lochverzierung, wird für das Broguing gelegentlich auch der Ausdruck "schottische Lochung" verwendet.


Für Broguings sind zwei Arten typisch:

  • Die Verzierung der Schaftteilkanten mit der so genannten Lyralochung, bei der je zwei übereinander stehende kleine Löcher auf ein größeres Loch folgen.
  • Die Verzierung der Schuhvorderkappe mit der so genannten Rosette, ornamentale große und kleine Löcherlinien oben auf der Schuhspitze. Die Rosette (auch als Bout fleurie bezeichnet) ist eine in gedachten Linien ausgeführte ornamentale Verzierung, die aus großen und kleinen Löchern besteht.


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Budapester

(Karlsbader)
Siehe auch: Herrenschuhmodelle / Budapester

Der Budapester ist ein klassisches Herrenschuhmodell in zwiegenähter Machart, der auf einem breiten und relativ geraden Leisten gefertigt wird.

Der Schuh im Derby-Schaftschnitt (offene Schnürung) hat eine aufgesetzte Hinterkappe (Fersenkappe) und eine hohe (aufgeworfene) und relativ breit gerundete Spitze (Vorderkappe). Weitere Merkmale sind die Flügelkappe, eine Full-Brogue-Lochverzierung, die doppelte Sohle und ein großer Absatz.

Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Full-Brogue im Derbyschnitt, gilt unter Fachleuten (neben der relativ breiten und gerundeten Spitze) die unverwechselbare Leistenform (Budapester Leisten) als Hauptkennzeichen des Budapesters. Budapester sind im Grunde kein eigenes Schuhmodell sondern eher eine eigene Leistenform – genauer gesagt ein rahmengenähter Derby mit offener Schnürung, aufgesetzter Fersenkappe und Flügelkappe, verziert mit einer Lyralochung.


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Decksohle

Eine weiche Lederabdeckung welche die Brandsohle überzieht. Die dem Fuß zugewandte Seite muss dabei abriebfest und außerdem farb- und schweißbeständig sein. Abhängig vom Schuhmodell, kann eine Decksohle die gesamte Länge, dreiviertel oder auch nur ein Viertel der Brandsohle bedecken.


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Derby

Siehe auch: Herrenschuhmodelle - Derby

Der Derby (im englischen auch „Gibson“, im französischen „Molière“ und in Nordamerika gelegentlich - fälschlich - auch Blucher genannt) ist ein klassisches Schuhmodell, charakterisiert durch die offene Schnürung und den Derbyschaftschnitt, der durch zwei die Schnürung (mit 3-5 Ösenpaaren) tragende Seitenteile (Quartiere) gebildet wird, die von der Fersennaht zum Vorderteil des Schafts (dem Vorderblatt das in die Zunge zum Fuß hin ausläuft) verlaufen und auf diesem aufliegen (aufgenäht sind).

Der Außenschaft eines Derby besteht also aus 3 Teilen: Dem Vorderblatt und den zwei Quartieren (Schaftteile/Seitenteile). Die Quartiere werden mit dem so genannten Derbyriegel (das kurze Nahtstück unterhalb der Öse = Verstärkungsnaht) gegen ein Abreißen gesichert. Die beim klassischen Derby typische Form der beiden Quartiere wird als „Derbybogen“ bezeichnet – eine bogenförmig nach oben geschwungene untere Kante im vorderen Abschnitt.


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Durchgenähte Machart

Das Merkmal durchgenähter Schuhe ist die direkt mit der Laufsohle (unterste Sohlenschicht) vernähte Brandsohle (Innensohle). Durchgenähte Schuhe benötigen dadurch keine Ausballung und zusätzliche Isolierschicht.

Für die durchgenähte Machart wird eine spezielle Langhorn-Nähmaschine verwendet, welche die Laufsohle ohne Rahmen direkt durch die Brandsohle und den Zwickeinschlag des Schaftes hindurch vernäht. Da bei der durchgenähten Machart weniger Arbeitsschritte notwendig sind als bei der rahmengenähten Machart, ist auch der Preis solcher Schuhe niedriger.

Ein typischer durchgenähter Schuh ist bspw. der Loafer.

Siehe: Machart (im Schuh Glossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung)


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Einlegesohle

Eine Einlegesohle ist eine aus Gründen des Tragekomforts oder aus orthopädischen Gründen zusätzlich in den Schuh gelegte lose Innensohle. Einlegesohlen dienen bspw. dazu Fußschweiß aufzunehmen, gegen eine Auskühlung zu isolieren, zur Dämpfung, einem Größenausgleich usw.

Medizinisch kann eine Einlage (Fußbettung) der Gesundung des Fußes oder der Schmerzlinderung dienen (orthopädische Einlage).


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Full-Brogue

Siehe: Brogues

Full-Brogue Longwing

Siehe: Brogues

Fußbett

(Einlegesohle)
Als Fußbett (auch Einlegesohle) wird eine anatomisch geformte und herausnehmbare Innensohle bezeichnet, welche das Fußgewölbe unterstützt und das Schuhklima reguliert. Meist besteht es einfach nur aus einer Lage Nadelfilz, kann aber zusätzlich auch eine aus einer Lage Leder und Schaumstoff bestehen. Es ist in verschiedenen Stärken erhältlich.


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Futter(leder), Schuhfutter

(Innenschaft)
Das Futter oder Schuhfutter ist die Innenauskleidung eines Schuhs und bestehet entweder aus Leder, Textilien, Kunststoff oder einer Kombination der Materialien. Leder das zum Füttern von Schuhen genutzt wird (Futterleder), sollte weich sein und eine hohe Atmungsaktivität haben - es stammt daher häufig von Kalb oder Ziege und ist idealerweise Vegetabil gegerbt. Futterleder wird beim Schuhbau von innen an das Oberleder genäht - es verleiht dem Schaft einen besseren Halt und schützt die Füße vor Kälte.

Um möglichen allergenen Reaktionen aufgrund des möglichen direkten Hautkontakts vorzubeugen, sollten Futterleder vegetabil gegärbt und ungefärbt sein.


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Gelenkfeder

und


Gelenkstück

Die Gelenkfeder ist ein in den Hohlraum von Rahmen und Brandsohle (zwischen Fersen- und Ballenbereich) zur Verstärkung eingesetzter Federstahl (alternativ auch Weiß- bzw. Rotbuche), mit einer dem Bogen der Sohle angepassten Form von etwa 10 cm länge und 1,5 cm breite. Beim Gehen gibt die Feder dem Fuß einen stabilen Halt und verhindert das Wackeln des Absatzes, stabilisiert also den Gelenkbereich des Schuhs.

Das Gelenkstück besteht entweder aus Leder oder Pappe, wird zwischen Brand- und Laufsohle eingesetzt und erstreckt sich (parallel zur Gelenkfeder) von der Mitte des Absatzes bis zum Anfang des Vorderfußes. Das Gelenkstück verhindert das ausbrechen der Gelenkfeder durch die Sohle, falls diese locker wird (meist durch einen schlechten Stand des Schuhs oder durch eine Über- bzw. Fehlbelastung des Gelenkbereichs durch hohes Gewicht oder einen Senk- bzw. Plattfuß).


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Gemband

Das Gemband ist ein etwa 2x4 mm starker Kunststoffbalken, welcher nachträglich auf der Unterseite der Brandsohle (Innensohle) angebracht wird. Bei einem rahmengenähten Herrenschuh werden Schaft und Rahmen an dem Gemaband angenäht. Von Hand eingestochenen Schuhen wird kein Gemband eingesetzt - die Kante wird stattdeßen direkt aus dem Material der wesentlich robusteren Brandsohle gearbeitet.


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Half (Semi)-Brogue

Siehe: Brogues

Hinterkappe

(Fersenkappe)
Ein Lederstück das an der hinteren Verbindung zwischen Futter- und Außenschaft (Oberleder) zur Verstärkung eingesetzt wird – eine Art Verlängerung des Schuhabsatzes die den Fuß im Schuh fest hält. Außerdem gibt es dem Fuß beim Gehen Führung, stützt ihn und erhält die Form des Schuhs in diesem Bereich.


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Hinterriemen

Ein auf die Fersennaht genähter Riemen, welcher sich von der oberen Schaftabschlusskante bis zur Schnittkante des Zwickeinschlags erstreckt. Der Hinterriemen verdeckt und verstärkt nicht nur die Fersennaht sondern verstärkt auch die Fersenpartie des Schaftes.


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Innenschaft

Siehe: Futterleder/Schuhfutter

Innensohle

Siehe Brandsohle

Keder

Ein 2 cm breiter und 3 mm dicker Lederstreifen der, als Grundlage für den Absatzbereich bzw. als Basis für die Laufsohle, auf die Brand- und Laufsohle genagelt (bei rahmengenähten Schuhen) oder vernäht (bei zwiegenähten Schuhen) wird.

Der Keder dient entweder der optischen Verstärkung des Sohlenrandes oder dem Ausgleich von Bodenteilen.


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Lasche

(Zunge)
Die Lasche, umgangssprachlich auch Zunge, ist eine Lederlasche unterhalb der Schnürung, welche den Verschlussbereich vor Reibung und Schmutz schützt und den Fußrücken gegen die Schnürung abpolstert.


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Laufabsatz

(Oberfleck)
Siehe: Oberfleck

Laufsohle

(Außensohle)
Die unterste Sohlenschicht des Schuhs welche beim Gehen direkt den Boden berührt. Bei eleganten Herrenschuhen besteht die Laufsohle meist aus beonders abriebfestem und wasserdichtem, vegetabil-grubengegerbtem Leder von etwa 5 mm Stärke. Bei preiswerten Schuhen besteht die Laufsohle auch aus Gummi, Kunststoff oder Holz.

Siehe auch: Schuhboden (im Schuhglossar) und Schuhboden (Schuhaufbau)


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Leisten

Der Leisten ist ein dreidimensionales Formstück das ein vereinfachtes Abbild des Fußes zeigt und traditionell aus Holz (ideal ist das Holz der Rot- und Hainbuche) aber auch aus Kunststoff oder Metall besteht, um welches der Schuh (auf)gebaut wird.

Der Leisten entspricht dem Abbild des Fußes in einer normalen Haltung bei mittlerer Belastung und weist gleichzeitig die Formmerkmale des geplanten Schuhmodells auf – das sind vor allem Form ( Ballen-, Fersen- und Ristmaß), Größe und Länge der Leistenspitze sowie die Sprengung. Der Leisten ist somit für die spätere Passform verantwortlich und ein perfekt passender Schuh kann daher nur auf einem guten Leisten entstehen.

Siehe auch: Schuhfertigung - Leisten | Passform und Schuhgröße


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Lochverzierungen

Siehe: Brogues, Broguing, Lyralochung, Rosette (Schuhglossar) | und: Herrenschuhmodelle - Brogue

Lyralochung

Bezeichnet eine Stanztechnik bzw. Lochverzierung, bei der jeweils zwei übereinander stehende kleine Löcher auf ein einzelnes größeres Loch folgen. Das Muster variiert dabei in der Regel nur in der Lochgröße aber selten in der Lochform. Die in der Stanzerei der Schuhfabrik ausgestanzten Lederteile werden entlang der Nähte aufgesetzt. Die Lyralochung ist ein typisches Brogue-Lochmuster.

Siehe auch: Broguing | Brogues (Schuhglossar) | Herrenschuhmodelle - Brogue


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Machart

Im Schuhbau bezeichnet „Machart“ die Art und Weise der Verbindung von Schuhschaft (Oberteil) und Schuhboden – die verschiedenen Konstruktionsweisen von Schuhen entwickelten sich aus überlieferten Verfahren, die durch neue technische Möglichkeiten erweitert wurden.

Die Machart eines Schuhs hat grossen Einfluss auf dessen Preis, seine Haltbarkeit, die Passformtabilität und Reparaturfreundlichkeit und ist, neben dem verwendeten Material, das Hauptkriterium zur Beurteilung der Qualitäts eines Schuhs. Je nach den gestellten Anforderungen an den Schuh, wird eine bestimmte Machart angewandt – so sollten hochwertige Businessschuhe rahmengenäht und robuste Wanderschuhe zwiegenäht sein.

Siehe auch: Durchgenähte-, Rahmengenähte-, Veldtschoen- und Zwiegenähte Machart (im Schuhglossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung)


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Monkstrap

Siehe auch: Herrenschuhmodelle / Monkstrap

Der Monkstrap ist ein Grundmodell klassischer Herrenhalbschuhe im Derbyschnitt, das statt einer Schnürung mit einem bzw. zwei Riemen verschlossen wird.

Der Schaftgrundschnitt des Monkstrap entspricht dem des Derbys - wobei das hintere innere Schaftteil (Quartier) in einen (bzw. zwei Riemen) ausläuft, welche mit einer (oder zwei) auf der Spitze des hinteren äußeren Schaftteils befestigter Dornschließen geschlossen werden. Monkstraps mit zwei Riemenverschlüssen werden auch als Doppel-monks bezeichnet. Die Verschlussschnalle kann golden, silber, schwarz, braun oder messingfarben, eckig oder rund und mit glatter oder gemusterter Oberfläche sein.

Der Monkstrap ist meist unverziert, es gibt ihn jedoch auch als Half-Brogue und eher selten auch als Modell mit einer verzierten Flügelkappe. Die Monkstraps sind in den Kollektionen aller Hersteller klassisch rahmengenähter Herrenschuhe vertreten.


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Oberfleck

(Laufabsatz)
Als Laufabsatz bzw. Oberfleck, wird die oberste Schicht des Absatzes bezeichnet welche unmittelbar mit dem Boden in Berührung kommt. Ein Laufabsatz aus Leder hat meist eine abriebfeste Kante aus Gummi oder auch Metall, zum Teil ist der Oberfleck auch vollständig aus Gummi.

Der Laufabsatz ist für Reparaturen austauschbar. Zur Erhöhung der Abriebfestigkeit eines großflächigeren Oberflecks (bspw. bei Trotteurabsätzen üblicher Herrenhalbschuhe) aus Leder, ist dieser aus zwei Teilflecken aufgebaut von denen der hintere i.d.R. aus besonders abriebfestem und gleichzeitig auftrittsdämpfendem (Gummi-)Material besteht.


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Oberleder

(Außenschaft)
Das meist chromgegerbte Leder der äußeren Schuhoberteile (des Schuhschaftes). Es besteht häufig aus Kalbsleder bzw. bei Wander- und Bergschuhen aus Rinderleder und ist meist 1,2 mm stark. Siehe auch: Schaft


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Oxford

Siehe auch: Herrenschuhmodelle - Oxford

Der Oxford ist ein miest aus Boxcalf gefertigtes klassisches Herrenschuhmodell mit geschlossener Schnürung (5 Ösenpaaren) und einem charakteristischen Blattschnitt, der als eines der elegantesten Herrenschuhmodelle gilt. Von seiner Lasche ist nur der obere Rand sichtbar, wodurch der Oxford idealerweise wie aus einem Guss wirkt.


Beim Plain Oxford mit seinen klaren Linien, der schmalen Form und der glatten Oberfläche, wird auf zusätzliche Broguings (Lochverzierungen) weitestgehend verzichtet.

Der Captoe Oxford weist oberhalb der Zehen eine quer verlaufende Vorderkappennaht auf.

Ein Wholecut Oxford hat neben der Schaftkantennaht lediglich eine sichtbare Fersennaht, dem Seamless Oxford hingegen fehlt diese Naht.


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Pariser Stich

Der Pariser Stich bezeichnet in der Schuhindustrie eine Maßeinheit, die um 1800 in Frankreich festgelegt wurde. 1 Pariser Stich entspricht dabei 0,666 Zentimetern.

Zur Berechnung der Schuhgröße, wird die Leistenlänge (in cm) durch den Pariser Stich geteilt. Die Schuhgröße mal dem Pariser Stich ergibt umgekehrt die Leistenlänge. In der Regel ist die Leistenlänge 1,5 - 2 cm länger als die Fußlänge.

Siehe auch: Passform und Schuhgröße


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Passform

(Sitz)
Passform bezieht sich auf die Anpassung der Form der Schuhe an den menschlichen Fuß – sie trägt entscheidend zum Tragekomfort bei.

Da jeder Mensch unterschiedliche Fussabmessungenund -proportionen hat, ist die Schuhgröße allein noch keine Garantie das die Schuhe optimal an die Füße angepasst sind. Auch deshalb weil die angegebene Schuhgröße noch nicht viel über die tatsächliche Größe aussagt, da die Hersteller die Vorgaben oft nicht exakt umsetzen. Zudem sind die Leisten häufig mit englischen Größen bemessen, deren Staffelungen mit halben Größen (7, 7½, usw.) feiner sind als die in Kontinentaleuropa gebräuchlichen Größen (40, 41 usw.) - so entstehen bspw. Dopplungen, Lücken im Größengang oder Rundungsfehler.


Probleme mit der Passform bei Schuhen ergeben sich vor allem durch ...

  • eine von der Norm abweichende Fußform (wie breite oder fleischige Füße, hoher Spann) bzw. krankhaft veränderte Füße (z. B. Senk- und Spreizfuß)
  • voneinander abweichende Fußproportionen in den unterschiedlichen Ländern bzw. Regionen (bspw. sind italienische und japanische Schuhe für Nordeuropäer oft zu schmal)
  • zuviel an der Mode und zu wenig am Fuß selbst orientierte Leistenformen

Eine optimale Passform, kann in der Regel daher allein durch die Maßanfertigung durch einen Schuhmacher erreicht werden.


Siehe auch: Passform und Schuhgröße | Schuhfertigung


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Quartiere

Andere Bezeichung für die seitlichen Schaftteile welche die Schnürung aufnehmen bzw. die beiden hinteren Schaftteile welche seitlich den Einschlupf umgeben.


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Rahmen

Ein etwa 60 cm langer und 3 cm breiter Streifen aus Rindsleder, der die Tragekonstruktion des Herrenschuhs bildet, indem er Schaft, Brandsohle und Sohle zusammenhält. Bei Rahmen- und Zwiegenähten Schuhen wird der Rahmen seitlich an die Kante unter der Brandsohle genäht und daran die Laufsohle befestigt. Bei billig produzierten Schuhen hat der Rahmen oft nur eine Zierfunktion.

Siehe auch: Rahmengenähte Machart (im Schuhglossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung)


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Rahmengenähte Machart

(Goodyear welted)
Bei der rahmengenähten Machart (Konstruktionsweise) liegt der Rahmen zwischen Schaft und Laufsohle. Einer der Vorzüge dieser Machart ist das die Innensohle (Brandsohle) beim vernähen nicht durchstochen wird und so kein Wasser in das Schuhinnere dringen kann. In rahmengenähter Machart werden bspw. Oxford und Derby hergestellt.

Synonym für die rahmengenähte Machart steht die Bezeichnung „Goodyear welted“, eine von Andreas Eppler erfundene und 1872 von Charles Goodyear Junior patentierte maschinelle Fertigungsmethode für Herrenschuhe mittels Goodyear Einstechmaschine und Goodyear Aufdoppelmaschine. Zuerst wird der Schaft mittels einer Einstechnaht von außen mit der Brandsohle (Innensohle) vernäht, gleichzeitig wird auf der Außenseite des Oberschuhs der Rahmen (ein ca. 3mm breiter Lederstreifen) mit einer unsichtbaren Einstechnaht aufgenäht – mit einer zweiten Naht (Doppelnaht) wird anschließend der Rahmen von unten mit der Laufsohle vernäht.

Siehe auch: Machart (im Schuh Glossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung der verschiedenen Macharten)


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Rosette

Die Rosette (auch als Bout fleurie bezeichnet) ist eine ornamentale, in gedachten Linien ausgeführte Lochverzierung (Broguing) der Vorderkappe, die aus großen und kleinen Löchern besteht.


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Risslippe

Risslippe bezeichnet entweder

  • einen Schnitt der schräg bis zur Hälfte (der Materialstärke) der Laufsohle reicht, an den Seiten aufgestellt und nach dem Nähen wieder verschlossen wird.
  • Oder eine Lederkante die nach dem Schnitt in die Brandsohle, an der gerissenen Seite aufgestellt und durch eine Einstechnaht mit Schaft und Rahmen verbunden wird.


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Schaft

(Schuhschaft)
Als Schaft bzw. Schuhschaft, wird der Schuhoberteil bezeichnet welcher den oberen Fuß bedeckt. Er besteht in der Regel aus mehreren Teilen, u.a. aus dem Außenschaft (Oberleder; Vorderblatt, Quartiere: Seiten- und Hinterteile), dem Innenschaft (das Futter ) und dem Zwischenschaft (Lasche, Zwischenfutter).

Siehe auch: Aufbau eines (Herren)Schuhs - Schaft


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Schlupfriemen

Ein an der Längsseite der Fersenfutternaht verlaufender Riemen, der die innere Fersennaht schützt und den Einstieg in den Schuh erleichtert.


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Schlüpfschuhe

Schuhe in welche der Träger einfach nur hineinschlüpfen braucht, ohne die Schuhe danach in irgendeiner Form zu verschließen.

In Österreich werden solche Schuhmodelle als „Schlüpfer“ und in England manchmal als „Slipper“ bezeichnet – allgemein durchgesetzt hat sich mittlerweile die amerikanische Bezeichnung „Loafer“. Neben dem Loafer als eigenständigem Schuhmodell, zählen auch der Bootsschuh und der Mokassin zu den typischen Schlüpfschuhen.


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Schnallenschuh

Ein Schuhmodell das durch eine bzw. höchstens zwei Schnalle(n), ähnlich jener eines Gürtels, verschlossen wird.Ein Vertreter solcher Schuhe ist bspw. der Monkstrap.


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Schnürschuh

Schnürschuh bezeichnet die am meisten verbreitete Methode um Schuhe zu öffnen bzw. zu schließen. Das Prinzip beruht auf einem Schnürsenkel der durch Ösen oder Schlaufen verläuft und wird unterteilt in die offene und die geschlossene Schnürung.

Bei den klassischen Herrenschuhen werden, je nach Schnürung, drei Basismodellen unterschieden:
Oxford (geschlossene Schnürung), Derby (offene Schnürung) und Blücher bzw. Bluecher (offene Schnürung).

Bei der offenen Schnürung liegen liegen die Seitenteile (Quartiere) auf dem Vorderblatt auf, welches in die Zunge übergeht. Bei der geschlossenen Schnürung sind die Seitenteile unter das Vorderblatt genäht und schließen sich über eine angenähte Zunge.


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Schnürung

in System bestehend aus Ösen, Haken (Agraffen) oder Schlaufen/Ringe (Ghillyschnürung) und Schnürsenkeln, mit dem sich der Schuh (genauer Schaftteile) öffnen und schließen lässt. Da sie keine Vorteile bieten, sind Haken bei Halbschuhen nicht gebräuchlich.


Es wird dabei zwischen zwei Arten der Schnürung unterschieden:

  1. Die offene Schnürung (Budapester, Derby, die meisten Herrenstiefel und Blücher)
    Die beiden zu schnürenden Schaftteile liegen entweder seitlich auf dem Vorderblatt auf (Derby) oder sind auf die Seitenteile (Quartiere) aufgesetzt (Blücher). Die Schnürung lässt sich relativ weit öffnen, wodurch der Einstieg in bzw. der Ausstieg aus dem Schuh erleichtert wird.
  2. Die geschlossene Schnürung (Oxford)
    Die Seitenteile (Quartiere) sind unter das Vorderblatt genäht und schließen sich über eine angenähte Zunge (Lasche), was die Öffnungsweite der zu schnürenden Seitenteile begrenzt. Die Schuhe erscheinen dadurch wie aus einem Guß, d.h. der Schuh schließt dadurch so exakt und elegant, dass nur der obere Rand der Lasche sichtbar ist.


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Schuhboden

Die Schuhsohle (Fachbegriffe: Laufsohle oder Außensohle) ist die Lauffläche des Schuhs, also der untere Teil des Schuhbodens - dem Bereich des Schuhs, der sich zum Schuhschaft unterhalb des Fußes abgrenzt.

Der Boden des Schuhs besteht modellabhängig aus zumindeste einer Sohle (bspw. Mokassins) bzw. kann, wie bei einem typischen Lederhalbschuh, aus mehreren Lagen/Schichten (Sohlen) bestehen.

Vom Fuß in Richtung Untergrund kann der Aufbau wie folgt sein: Deck(brand)sohle / Teildeck(brand)sohle - Innensohle (Brandsohle) - Zwischensohle - Laufsohle (Außensohle)

Siehe auch: Schuhaufbau - Schuhboden


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Sprengung

Der Begriff Sprengung bezeichnet die Ausformung an der Sohle, welche das Abrollen des Fußes beim Gehen ermöglicht. Unterschieden wird dabei zwischen der Spitzensprengung (auch Spitzenhub), dem Abstand der Schuhspitze zum Erdboden (wenn der Schuh auf einer ebenen Fläche steht) und der Absatzsprengung, die rückwärtige Kurve der Fersenkappe einschließlich des Absatzes.


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Überstemme

Ein circa 4 cm breiter Lederstreifen, welcher sowohl im Schaft zwischen Ober- und Futterleder als auch zwischen Vorder- und Hinterkappe angebracht wird. Die Überstemme verhindert das Ausdehnen des Oberleders, verleiht beiden Schuhseiten einen starken Halt und schafft einen glatten Übergang zwischen Vorder- und Hinterkappe (die Kanten zeichnen sich daher kaum unter dem Oberleder ab).


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Veldtschoen Machart

Die Veldtschoen Machart ist einer Variante der Rahmengenähten Machart, genauer gesagt eine rahmengenähte Bodenmachart.

Bei dieser Machart wird zuerst das Futter (ohne das Oberleder) mit dem Rahmen an das Gemband bzw. die Einstechlippe genäht. Anschließend wird das zuvor ausgelassene Oberleder auf den Rahmen gelegt und durch diesen hindurch an die Zwischensohle gedoppelt. Eine zweite Naht verbindet das Oberleder mit dem Rahmen und der Laufsohle. Bei dieser Machart entstehen formstabile, robuste und wasserdichte Schuhe wie Englische Countryschuhe oder Bergschuhe.

Siehe auch: Machart (Schuh Glossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung) | Schuhboden


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Vorderblatt

Siehe: Blatt

Vorderkappe

Ein 1,2 - 2 mm dickes Lederteil das zwischen Ober- und Futterleder eingesetzt wird um der Schuhspitze eine elegante Form zu verleihen, hilft diese zu erhalten und dem Fuß einen gewissen Schutz vor äußeren Einwirkungen bietet.


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Zunge

Siehe: Lasche

Zwicken

Zwicken bezeichnet einen Arbeitsschritt bei der Schuhfertigung, bei welchem der Schaftrand vom Oberleder mit dem Futter über den Leisten gezogen und mit kleinen Metallnägeln unter der Brandsohle (Innensohle) befestigt wird. Dadurch erhält der Schuh erstmals eine dreidimensionale Ausformung.


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Zwiegenähte Machart

Die zwiegenähte Machart ist eine Variante der Rahmengenähten Machart (wie auch die Veldtschoen Machart), die überwiegend für besonders robuste Schuhe (wie z. B. Bergschuhe) zum Einsatz kommt. Zwiegenähte Schuhe sind im direkten Vergleich zu rahmengehnähten deutlich widerstandsfähiger und wasserdichter, sehen aber auch dementsprechend uneleganter aus.

Bei dieser Machart wird der wird der Rahmen (statt von unten) von der Seite an die Brandsohle genäht, wodurch die Einstechnaht nicht innen auf der Brandsohle, sondern außen auf dem breiten Rahmen neben der Doppelnaht liegt. Die Bezeichnung zwiegenäht bezieht sich darauf, das Schaft und Boden durch zwei sichtbare Nähte miteinander verbunden sind.

Siehe auch: Machart (Schuh Glossar) | Macharten (mit genauer Beschreibung)


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