Damenschuhmodelle

Inhaltsverzeichnis

  1. Damenschuhmodelle



  2. Einleitung (Geschichte)


  1. Schuhmodelle Inhaltsverzeichnis

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Rahmengenähte Damenschuhe


Siehe auch:
Schuhaufbau / Absatz

Schuhtick: Von kalten Füßen und heißen Sohlen [bei Amazon]


Mary Jane

Roter Mary Jane
In ihrer klassischen Form sind Mary Janes Spangenschuhe (Riemen mit Verschluss), d.h. schwarze Lackschuhe mit flachen Sohlen und flachen Absätzen, welche vorne eine breite und abgerundete Kappe haben. Über den Spann des Fußes verläuft eine Ristspange die seitlich geknöpft wird.

Ursprung und Bezeichnung

Das Schuhmodell existiert seit den 1920er Jahren und wurde ursprünglich von Kindern getragen.

Mary Janes, von denen es mittlerweile zahlreiche Varianten gibt, erlangten in den 1960ern einen hohen Bekanntheitsgrad (weil das Modell Twiggy Mary Janes trug) und werden seit dem auch von erwachsenen Frauen getragen. Ein weiterer Faktor der die Bekanntheit steigerte, war die Erwähnung des Schuhmodells in der amerikanischen TV-Serie Sex and the City in den 1990ern.

Für das Schuhmodell namensprägend war die Schwester von Buster Brown (der Hauptfigur in dem gleichnamigen amerikanischen Comic von Richard Felton Outcault).


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Overknees

(Überknieschaftstiefel) Overknee Boots
Stiefel die bis über das Knie reichen, sogenannte Überknieschaftstiefel.

In den 1980er-Jahren waren die Overknees ein Modetrend, insbesondere in der Lackversion als Fetischschuh wie sie auch von Julia Roberts im Film Pretty Woman getragen wurden. Mit dem Jahr 2009 wurden Overknees wieder populär und werden bevorzugt zu Leggings, Röhrenjeans, Shorts und Minikleidern getragen. Meist besteht der Stiefel aus Glatt- oder Wildleder.


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Pantolette

Die Pantolette ist ein mit dem Pantoffel verwandtes Schuhmodell mit Absatz, dessen Schaft ein geschlossenes Vorderteil hat und kein Hinterteil. Die Pantolette ist im Gegensatz zur Pantoffel aber nicht für den innerhäuslichen Bereich, sondern (aufgrund der straßentauglichen Laufsohlen) i.d.R. als sommerliches Schuhwerk für die Straße gedacht.


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Pumps

Pumps
Ein weit ausgeschnittener, sonst aber geschlossener Halbschuh ohne einen Verschluss (d.h. keine Elastikbänder, Riemen, Reißverschlüsse, Schnürsenkel, Spange und dgl.), mit flacher Sohle und einem Absatz (der modebedingt in der Form variiert) von mindestens 3 und maximal 9,5 cm Höhe.

Das Material des Schuhoberteils (Schaft) variiert, meist besteht es aus chromgegerbtem und gefärbtem Kalbs- oder Ziegenleder. Feine Gewebe wie Satin oder Seide bzw. Kunstleder kommen ebenso zum Einsatz. Die Schuhspitze variiert (je nach Mode) von spitz bis karreeförmig und auch die Absatzform ist (vor allem bei höheren Absätzen) stark von der Mode abhängig. Der Schaft kann mit oder ohne Verzierungen sein.


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Ursprung

Pumps wie sie auch heute noch exisitieren, kamen um das 17. - 18. Jahrhundert auf und wurden zu Kniebundhosen und mit weißen Kniestrümpfen von männlichen Hoflakaien getragen. Im Verlauf der Französischen Revolution verloren Pumps vorübergehend ihre Absätze.

Dandys (ein Begriff aus der Mitte des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts, der nach Friedrich Kluges etymologischem Wörterbuch: „junge Leute, die in auffälliger Bekleidung Kirche oder Jahrmarkt besuchen“ bezeichnet) trugen sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Frauen trugen Pumps in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als stabile Alternative zu Stoff- und Seidenslippern bzw. als komfortablen Ersatz der damals verbreiteten Knopfstiefeletten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, mit einem Schaft aus Lackleder, etablierten sich die Pumps als Tanzschuh für beide Geschlechter. In der Gegenwart werden Pumps, mit Ausnahme der Opernpumps für Männer zu festlicher Kleidung, nur noch als Damenschuh getragen.


Bezeichnung

Die Wortherkunft der Pumps (Plural: die Pumps), ist nicht belegt - Pluralbildung sowie Aussprache verweisen allerdings auf eine Herkunft aus dem Englischen. Shakespeare verwendete die Bezeichnung auf Schuhe bezogen im Jahr 1594 in seinem Werk „Taming of the Shrew“ (im 4. Akt, 1. Szene, wo Grumio sagt: „Nathaniel’s coat, sir, was not fully made, And Gabr’el’s pumps were all unpink’d i’ th’ heel“) und auch 1595 in dem Werk „Midsummernight’s Dream“ (4. Akt, 2. Szene - Bottom: „Get your apparel together, good strings to your beards, new ribands to your pumps; meet presently at the palace“).

In Nordamerika und England werden mit dem Begriff Pumps ganz andere Modelle bezeichnet, bspw. der flache "Ballerinaschuh" in England und der High Heel in den USA.


Modellvarianten

Im Laufe der Jahrzehnte sind ausgehend von der Grundform des Pumps, viele Abwandlungen entstanden (wodurch inzwischen die Schuhmodell-Gruppenbezeichnung Pumps entstanden ist). Allerdings ist es strittig inwieweit einige dieser Variationen noch als Pumps bezeichnet werden können. Insbesondere Schuhe die eine (egal wie platzierte) Spange (d.h. einen Riemen mit Verschluss) haben, zählen eigentlich nicht zur Modellgruppe der Pumps, sondern zu den Spangenschuhen ... auch wenn Begriffe wie „Knöchelriemenpumps“, „Spangenpumps“ usw. existieren.


  • Flamencopumps
    Ein schuh mit meist geschlossener Spitze, verschiedenen Absatz formen und fast immer mit Fesselriemchen und zum Teil auch mit bzw. oder Spange über dem Rist (nicht zu verwechseln mit Mary-Janes).
  • Hochfrontpumps (hochgeschlossener)
    Ein besonders hochgeschnittener und bis zum Fuß geschlossener Pumps.
  • Opentoes
    Dier Schuhspitze ist weit geöffnet, so dass die Zehen frei sichtbar sind.
  • Opernpumps
    Pumps der höfischen Herrenschuhemode des 18. Jahrhunderts, existieren bis heute in Form der sogenannten Opernpumps - ein klassischer Abendschuh zum Smoking mit schwarzem Schaft aus Glatt- oder Lackleder, sowie flachem Absatz und Ripsseidenschleife auf dem Vorderblatt.
  • Peeptoes
    Ein an der Schuhspitze mit einer kleinen Öffnung versehenes Modell - die Zehen müssen, wenn auch nur andeutungsweise, sichtbar sein. Peeptoes zählen zur Gruppe der Pumps, solange sie keine Plateausohlen oder extrem hohe Absätze aufweisen.
  • Schnürpumps
    Höher geschnittene und sportlich wirkende Pumps mit zusätzlichen Schaftaufsatzteilen, auffallenden Nähten und einer funktionslosen Ristschnürung (mit ein oder zwei Ösenpaaren).
  • Stöckelschuh (Stiletto)
    Diese in den 1950er Jahren modernen Pumps haben eine sehr spitze Schuhspitze und einen Pfennigabsatz. Manche wurde dieses Modell nach seinem Absatz auch Stiletto (die italienische Bezeichnung für den Bleistiftabsatz) genannt.


Folgende Modelle gehören eigentlich nicht zur Gruppe der Pumps:

  • Sling- oder Riemchenpumps
    Im Bereich des Rückfußes geht der Schaft der Slingpumps in einen Verschlussriemen über, wodurch sich eine offene Ferse ergibt. Dagegen sind Pumps grundsätzlich durch einen geschlossenen Schaft und einen fehlenden Verschluss charakterisiert.
  • High-Heels
    Hochhackige Schuhe mit ab Absatzhöhen ab etwa 10 cm, unabhängig vom Schaftschnitt, werden als High-Heels bezeichnet. Es gibt von diesem Schuhmodell zwar u.a. auch diverse Modelle die den Schaftschnitt eines Pumps zeigen, aber trotzdem zur Schuhmodellgruppe der High-Heels gezählt werden.


Verwendung

Im Laufe der 1980er Jahre, als Frauen und Männer vermehrt Businesskleidung benötigten, reagierten die Schuhhersteller auf die sich verändernden Bedürfnisse und erzeugten auch elegante und zugleich bequeme Pumps mit einer breiter geschnittenen Zehenkappe und nicht zu hohen Absätzen von 3-5 Zentimetern.

Seither hat sich der Ruf des Pumps vom Schuh einer sexuell attraktiven und starken Frau der 1950er Jahre zum allgemein akzeptierten und eleganten weiblichen Businessschuh entwickelt – mit Ausnahme einiger besonderer Modellvarianten.


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Sandalette

Sandalette
Die Sandalette ist eine feminine Form der Sandale, gekennzeichnet durch einen höheren Absatz. Eine Sandale ohne bzw. sehr flachem Absatz, ist grundsätzlich ein Unisex-Schuhmodell. Schmälere Riemen und Verzierungen, können aus einem Unisexmodell ein charakteristisches Damenmodell machen.


Modelle


Holzsandalette
Eine Sandalette ist eine feminine Sandale mit einer aus Holz gefertigten Sohle, zierlich gestalteten Riemen, einen mehr oder weniger hohen Absatz und meist zusätzlichen Verzierungen.

Getas
Traditionelle japanische Holzsandaletten mit Zehensteg und Plateausohle, die zusammen mit traditioneller Kleidung wie bspw. dem Kimono getragen werden. Die für einen Geta typische hohe Sohle, diente in früherer Zeit dazu den Fuß auf Distanz zum Unrat der Straße zu halten.


Siehe auch: Unisex-Schuhmodelle - Sandale


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