Herrenschuhmodelle

Inhaltsverzeichnis

  1. Monkstrap
  2. Norweger
  3. Oxford

  1. Blücher
  2. Brogue

  3. Budapester
  4. Chelsea-Boot

  1. Derby
  2. George-Boot
  3. Herrenstiefel
  4. Jodhpur-Stiefel

  1. Schuhmodelle Inhaltsverzeichnis

Buchtipp (Amazon): Alles über Herrenschuhe - von Helge Sternke


Monkstrap

(Monk)
Brauner Monkstrap

Shoepassion: Monkstraps

Der Monkstrap ist ein Grundmodell klassischer Herrenhalbschuhe im Derbyschnitt, das statt einer Schnürung mit einem bzw. zwei Riemen verschlossen wird.

Der Schaftgrundschnitt des Monkstrap entspricht dem des Derbys - wobei das hintere innere Schaftteil (Quartier) in einen Riemen ausläuft, der mit einer auf der Spitze des hinteren äußeren Schaftteils befestigter Dornschließe geschlossen wird. Monkstraps gibt es auch mit zwei Riemenverschlüssen, diese werden als Doppel-monks bezeichnet. Die Verschlussschnalle kann golden, silber, schwarz, braun oder messingfarben, eckig oder rund und mit glatter oder gemusterter Oberfläche sein.

Der Monkstrap ist meist unverziert, es gibt ihn jedoch auch als Half-Brogue und eher selten auch als Modell mit einer verzierten Flügelkappe. Die Monkstraps sind in den Kollektionen aller Hersteller klassisch rahmengenähter Herrenschuhe vertreten.


Ursprung

Einer nicht belegten US-amerikanischen Quelle zufolge, basieren Monkstraps auf dem Schuhwerk alpenländischer Mönche aus dem 15. Jahrhundert. Zwar haben die Schaftschnitte von Mönchschuhen einen Riemenverschluss, jedoch verläuft dieser nicht von der Schuhinnenseite nach Außen, sondern geht von der Außenseite nach oben und verläuft dann, durch eine Schlaufe gezogen, wieder abwärts und wird fixiert. Der erste gesicherte Beleg der Existenz von Monkstraps stammt erst aus dem Jahr 1901.


Verwendung

Außer zu besonders förmliche Anlässen, sind Monks von der Jeans bis zum Geschäftsanzug zu fast allen Kleidungsstilen kombinierbar. Modische und meist in geklebter Machart gefertigte Monkstraps, haben eine auffallend große Verschlussschnalle während höherwertige, rahmengenähte Monks hier wesentlich zurückhaltender sind.

Siehe auch: Etikette des tragens von Schuhen


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Norweger

Brauner Norweger

auch bei Shoepassion

Der Norweger ist ein Herrenhalbschuh im Derbyschnitt. Das Modell hat einen Blatteinsatz auf dem Fußrücken und eine senkrechte Naht an der Schuhspitze. Die beim Original zwiegenähte Machart des Schuhs, wird im englischen auch als „norwegian welt“ bezeichnet.

Hochwertige Norweger-Schuhe werden entweder in rahmengenähter oder zwiegenähter Machart erzeugt, einfacher anmutende Modelle werden meist mit scotchgraingeprägtem Oberleder und mit Krepp- bzw. Profilgummisohle angeboten.

Der Norweger ist zwar eigentlich ein Grundmodell klassischer Herrenschuhe, wird aber gelegentlich auch für Damen angeboten.


Ursprung

Das Schuhmodell „Norweger“ entspringt den Arbeitsschuhen der norwegischen Fischer und die ursprüngliche Konstruktionsweise des Schuhs, mit den unsichtbar bestochenen Nähten, geht zurück auf die Inuit.


Modellvarianten


Vom Norweger gibt es drei Modellvarianten:

  • Französisch - eine vertikale Naht an der Schuhspitze, die weit auf den Zehenrücken hinaufreicht (und dadurch ein kleinerer Vorderblatteinsatz oberhalb des Fußrückens), sowie dezente Nähte und nach innen umgebuggte Schaftteilkanten.
  • Original (ursprüngliche) Variante – die unsichtbar bestochenen Nähte ergeben eine hohe Wasserdichtigkeit, da von außen weder Nahtlöcher noch Nahtfaden sichtbar sind. Die zwiegenähte Machart ergibt eine wasserdichte Verbindung von Schuhschaft und -boden.
  • Rustikal - mit auffällig nach außen gebogenen, wulstigen Schaftteilkanten


Verwendung

Norweger in der französischen Variante können auch zu eleganter Kleidung getragen werden, wohingegen die rustikale und ursprüngliche Variante eher zu Freizeitkleidung kombiniert wird. Siehe auch: Etikette des tragens von Schuhen


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Oxford

Eichelfarbene Oxford Captoes

Große Modelauswahl bei Shoepassion

Der Oxford ist ein meist aus Boxcalf gefertigtes klassisches Herrenschuhmodell mit geschlossener Schnürung (5 Ösenpaaren) und einem charakteristischen Blattschnitt, der als eines der elegantesten Herrenschuhmodelle gilt. Von seiner Lasche ist nur der obere Rand sichtbar, wodurch der Oxford idealerweise wie aus einem Guss wirkt.


Ursprung

In England wird der Oxford bereits seit 1830 gefertigt und gilt damit als charakterischer englischer Schuh.

Angeblich erlangte er seine Popularität in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Studenten des Oxford College, welche den Schuh statt der bis dahin üblicherweise getragenen hohen oder halbhohen Stiefel für sich entdeckten. Etwa um 1860 etablierte sich der Oxford als klassischer Sommerschuh, dessen Sohle damals noch sehr dünn war und kaum vor widrigen Witterungsbedingungen schützte. Das änderte sich erst in den frühen 1920er Jahren, als der Oxford mit dicken Sohlen in Mode kam und sich schnell zu einem festen Bestandteil der Herrenschuhmode entwickelte.


Modelle

  • Beim Plain Oxford mit seinen klaren Linien, der schmalen Form und der glatten Oberfläche, wird auf zusätzliche Broguings (Lochverzierungen) weitestgehend verzichtet.
  • Der Captoe Oxford weist oberhalb der Zehen eine quer verlaufende Vorderkappennaht auf.
  • Ein Wholecut Oxford hat neben der Schaftkantennaht lediglich eine sichtbare Fersennaht, dem Seamless Oxford hingegen fehlt diese Naht.


Verwendung

Feierliche Anlässe sind sein Parkett, weshalb vmtl. auch Fred Astaire ein Anhänger des Oxford war.

Aufgrund seiner schmalen Passform und der geschlossenen Schnürung, harmoniert der Oxford ideal zu Nadelstreifenanzügen, Smokings (in schwarz) und dgl.. In dunkelbraun lässt sich ein Oxford auch gut mit anthrazit-, marinefarbenen oder dunkelbraunen Anzügen kombinieren. Besonders an schmalen Füßen mit einem niedrigem Spann, wirkt der Oxford besonders gut. Als Freizeitschuh aber wirkt ein Oxford deutlich zu elegant.

Der Oxford gilt heute als das wohl eleganteste Herrenschuhmodell, welches in keiner Schuhkollektion fehlen sollte.

Siehe auch: Etikette des tragens von Schuhen


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