Schuhmodelle

Unisexmodelle, Grundmodelle,
Schuhe nach Einsatzzweck und
historische Modelle

Inhaltsverzeichnis

  1. Kinderschuhe
  2. Loafer
  3. Mokassin
  4. Moonboot
  5. Opanken
  6. Pantoffel

  1. Sandale
  2. Sneaker

  1. Stiefel
  2. Tanzschuhe

  1. Turnschuh
  2. Wanderschuh

  1. Badeschuhe
  2. Bergschuh
  3. Balmoral-Boot
  4. Birkenstock
  5. Bootschuh
  1. Bundschuh

  1. Caliga
  2. Calceus
  3. Carbatina
  4. Clog
  5. Crocs
  6. Espadrilles

  1. Flipflops
  2. Gummistiefel
  3. Gymnastiksandale
  4. Gymnastikschuhe
  5. Halbschuh
  6. Hausschuh
  7. Holzschuh
  8. Hüttenschuh

  1. Schuhmodelle Inhaltsverzeichnis

Kinderschuhe

Kinderschuhe haben entwicklungsphysiologisch eine besondere Bedeutung, da sie den in Wachstum und Entwicklung befindlichen Kinderfuß nicht behindern dürfen. Die Schuhe sollten (wegen der besseren Passform über den Tag, der höheren Haltbarkeit und größeren Atmungsaktivität) vorzugsweise aus Leder sein, sind häufig aber auch aus Gummi, Filz, textilem Gewebe und Kunststoff gefertigt.

Wenn Fußskelett und Fußmuskulatur dazu bereit sind das Gewicht des Körpers zu tragen, wird das Kind versuchen zu stehen, indem es sich selbst überall hinaufzieht. Wenn das Kind mit einem Alter von ca. 1 – 1,5 Jahren mit dem gehen beginnt, braucht es dazu keine Schuhe, im Gegenteil. Die Entwicklung und Kräftigung der Füße geht am ungestörtesten ohne jede Fußbekleidung vonstatten.

Schuhe erfüllen also “nur“ einen Schutz vor Auskühlung und mechanischen Verletzungen, prinzipiell benötigt der Fuß eines kindes keine. Alle medizinischen Ergebnisse beweisen die grundsätzlich positiven Auswirkungen des Barfußlaufens auf eine natürliche und gesunde Entwicklung des Fußes. Jegliche Fußbekleidung, d.h. sogar ein Socken, bewirkt eine Einschränkung der Beweglichkeit des Fußes, welche nur dann akzeptabel ist wenn dadurch andersartige Beeinträchtigungen der Gesundheit verhindert werden können.


Babschuhe

Babyschuhe bestehen meist aus weichem Leder mit einem Lederfutter, einer leichten Fersenstütze und einer dünnen, sehr biegsamen Gummisohle. Jedoch sind Schuhe für ein Baby vollkommen überflüssig und sogar als eher schädlich zu betrachten. Das Babies nur krabbeln und noch nicht gehen oder stehen ist ein Grund dafür. Aus demselben Grund macht auch eine Fersenstützen keinen Sinn. Zudem behindert die Gummisohle vieler Babyschuhe auch die natürliche Fußatmung.


Erstlaufschuhe

Bestehen aus weichem Leder mit Lederfutter, einem Lederfußbett, einer Fersenstütze, einer inneren Spitzenverstärkung und einer biegsamen Leder- bzw. Gummisohle. «Erstlaufschuhe» ist ein Werbebegriff der Industrie und medizinisch nicht vertretbar. Falls das Kind denoch Schue tragen soll, sind Passform und Atmungsaktivität die wichtigsten Kaufkriterien.


Passform bei Kinderschuhen

  • Es wird empfohlen das Kinderschuhe innen mindestens 12 mm und höchstens 17 mm länger sind als die Füße.Die Zugabe beachtet den Freiraum den der Fuß beim abrollen benötigt und hat nichts mit einer (fragwürdigen) Wachstumszugabe zu tun.
  • Da die Füße eines Kindes in unregelmäßigen Schüben und nicht gleichmäßig wachsen (bis zu drei Schuhgrößen im Jahr), sollten die Schuhe regelmäßige auf ihre Passgenauigkeit kontrolliert werden.
  • Weil die Größenangaben von Schuhen häufig nicht den Angaben am Schuh entsprechen (i.d.R. sind sie kürzer), ist das Abmessen der Füße im Geschäft nur zuverlässig wenn auch der Innenraum der Schuhe damit abgeglichen wird.
  • Bevor die Füße vermessen werden empfiehlt es sich, das Kind in Socken einige Zeit lang herumgehen zu lassen – so erhalten die Füße wieder ihe normale Form falls sie zuvor in schlecht passenden Schuhen eingepfercht waren.


Die Methode durch Druck auf die Schuhvorderkappe die Lage der längsten Zehe und dadurch den Freiraum davor zu eroieren, ist relativ unzuverlässig da Kinder reflektorisch die Zehen anziehen.

Empfohlen wird hingegen vor dem Kauf den Umriss des größeren fußes (mit Socken) auf ein Stück festes Papier zu zeichnen (stehend beide Füße gleichmäßig belastet) und das Papier dann entlang der Linie auszuschneiden. Zur Überprüfung der Größe (Länge und Weite) wird die Schablone in die Schuhe gelegt – wird diese beim Glattstreichen auf der Innensohle nicht geknickt, ist der Schuh jedenfalls nicht zu kurz und auch nicht zu eng. Dann wird die Schablone in die Schuhspitze geschoben bis sie anstößt – ist zwischen der Schablone und dem Fersenbereich ein Freiraum von 12 – 17 mm vorhanden, passen die Schuhe.

Eine weitere Methode zur Ermittlung der Fußlänge sind Kuntstoffmessbänder (BIMS oder Plus 12).


Neben der passenden Innenlänge des Kinderschuhes ist auch seine Weite von Bedeutung - zu schmale Schuhe engen den Fuß nicht nur ein, sondern können diese auf Dauer bleibend schädigen. Bei einem zu weiten Schuh kann der Fuß beim Laufen nach vorn rutschen und so zu einer Stauchung der Zehen führen (wie in einem Schuh mit zu kurzer Innenlänge). Für Kinderschuhe gibt es spezielle Einlagen, welche durch Einlegen bzw. Herausnehmen in den Randweiten unterschiedliche Weiten ergeben.


Anmerkung: In Schuhgeschäften war es bis Ende der 1960er Jahre üblich, mit einem Pedoskop (Röntgengerät) die Passgenauigkeit von Kinderschuhen zu überprüfen.


Fußentwicklung und Fehlstellungen

Fußfehlstellungen oder andere Fußprobleme sind bei Kleinkindern eine seltene Ausnahme. So haben bspw. Säuglinge von Natur aus einen Plattfuß – einerseits wegen des noch vorhandenen Fettgewebes an der Fußsohle und andererseits weil sich das Fußgewölbe erst mit der späteren Belastung ausbildet.

Eine stärkere Innendrehung des Fußes und ein Knick-Plattfuß sind bei einem Kleinkind normal. Bis etwa zum 3 Lebensjahr kann es durch das nicht gleichzeitige sondern zeitversetzte Wachstum der Knochen, Sehnen und Muskeln sein, dass Kinder einen oder beide Füße in eine unregelmäßige Position stellen. Wenn genannte unregelmäßigen Stellungen im 3 Lebensjahr nicht verschwinden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ungefähr zu Beginn des Schulalters ist der Fuß voll entwickelt - medizinische Kontrolluntersuchung durch einen Kinderarzt oder Orthopäden sind in diesem Alter sinnvoll. So können nicht übermäßigen Fehlstellungen durch ein Fußmuskeltraining behoben werden. Einlagen welche den Fuß stützen sollen, sind hingegen nicht empfehlenswert, da aktuelle Studien belegen dass diese keine positive Wirkung bei einem Knick-Senkfuß haben (Passiveinlagen reduzieren die Muskelaktivität).


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Loafer

(Pennyloafer, Tasselloafer)
Paar schwarzer Loafer
Der Loafer ist ein Schlupfhalbschuh mit Absatz und ohne Schnürung, wobei der Pennyloafer (auch Collegeschuh genannt) das bekannteste Modell ist. Weil sie keinen Absatz besitzen, zählen die Mokassins nicht zu den Loafern.

Der Loafer gilt als eine Weiterentwicklung des Mokassins und wie bei diesem, verläuft der Schaft unter dem Fuß entlang und seine Oberseite wird mit dem Blatteinsatz geschlossen. Im Gegensatz zum Mokassin, verfügt der Loafer aber über eine Laufsohle sowie einen Absatz.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Loafer in Deutschland auch als Slipper, in Österreich und Schweiz als Schlüpfer und in England als Slip-on bezecihnet.


Ursprung und Entwicklung

Bei den ersten Loafern die um 1910 in Amerika hergestellt wurden, handelte es sich um das Modell welches heute als „Pennyloafer“ bezeichnet wird. Für eine Verbreitung dieses Modells sorgte die Firma Bass in den 1930er Jahren, als sie es an den Universitäten einführte und es sich dort schnell zum klassischen Schuh der Ivy League (eine Liga im US-amerikanischen Hochschulsport) entwickelte. Es erhielt seinen heutigen Modellnamen, weil sich Studenten angeblich einen Penny als Glücksbringer in die Aussparung der Schaftbrücke über dem Rist steckten.

Sebago, ein weiterer US-amerikanischer Hersteller, brachte Mitte der 1940er Jahre ein eigenes Pennyloafermodell namens „Beefroll“ auf den Markt. Im Laufe der 1950er Jahre wurden die in Italien gebauten Loafer bekannt und fanden so auch in Europa zögerlich Verbreitung. Und im selben Jahrzehnt präsentierte die US-amerikanische Firma Alden ihren Tasselloafer. Als sich im darauf folgenden Jahrzehnt der Gucci-Slipper mit der Miniaturtrense auf dem Rist einen Namen machte, zeigten sich auch angesehene Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit Loafer tragend.

Nach dem der Loafer ab diesem Zeitpunkt allgemeine Akzeptanz erreichte, wurde der Schuh auch von namhaften englischen Schuhherstellern in rahmengenähter Machart nachgebaut (was diesem allerdings seine typische Leichtigkeit und Biegsamkeit nahm).


Modelle


Bekannte Modelle des Loafer sind der

  • Pennyloafer mit einem quer verlaufenden Schlitz in der Schaftbrücke über dem Rist.
  • Tasselloafer mit den auf dem Vorderblatt in Quasten (engl. tassel) auslaufenden Zierschnürsenkeln, die getunnelt um den Einschlupf des Schuhs herumreichen.
  • Laschenslipper (in der Hausschuhvariante auch als Prince Albert Slipper bezeichnet) mit einemhoch auf den Spann reichendem Schaft und einer einzigen Naht an der Ferse.
  • Zugloafer (auch Elasticloafer) mit einem elastischem Gummibandeinsatz seitlich des Spanns.


Verwendung

Der klassische Loafer ist normalerweiser ein durchgenähter Schuh (die Naht im Vorderschuh ist auf der Innensohle sichtbar) in Mokassinmachart. Loafer sind daher leichte und biegsame Halbschuhe, welche vorzugsweise bei warmer und trockener Witterung getragen werden. Ein Loafer gilt als Unisex-Schuh und weil er tiefer ausgeschnitten ist als ein normaler Halbschuh, nicht als förmliche Fußbekleidung für Männer.

Die Akzeptanz des Loafers im Geschäftsleben ist unterschiedlich und auch von der jeweiligen Branche und dem Land abhängig. So wird das Modell in den USA und Italien allgemein akzeptiert, während er in England und Deutschland eher mit Skepsis wahrgenommen wird. Auch die Farbe des Schuhs spielt eine Rolle: in schwarz wird der Loafer für geschäftliche Anlässe meist akzeptiert, während Brauntöne der Freizeit vorbehalten sind.

Siehe auch: Etikette des tragens von Schuhen


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Mokassin


Paar Mokassins
Der Mokassin ist ein weicher Schlupfschuh aus Leder ohne Absatz, bei dem der Schaft unter dem Fuß herum geführt wird. Auf der Oberseite befindet sich meist ein zusätzliches Einsatzteil (ein etwa handtellergroßes Stück Leder) mit einer in der Regel auffällig gehaltenen Naht (von Hand), das wegen der Formstabilität unter den Kräuseln des Lederrands angenäht ist. Echte Mokassins haben machartbedingt eine einfache Sohle, da die Innensohle zugleich die Außensohle ist. Der klassische Mokassin besteht somit aus zwei Lederstücken - das größere bildet den Schuhschaft auf den das kleinere mit einer gekräuselten Naht als Oberseite angenäht wird.

Anmerkung: Das Schuhmodell Mokassin wird häufig mit der Mokassinmachart verwechselt, wodurch Schuhe mit einem Schaft nach Mokassinmachart (bspw. Bootsschuhe und einige Loafermodelle) irrtümlich als Mokassins bezeichnet werden.


Ursprung

Der Mokassin ist der Schuh der Indianer (die nordamerikanischen Ureinwohner) und eines der ältesten bekannten Schuhmodelle der Menschheit. Seine Herstellung lag bei den Indianern in den Händen der Frauen. Die Bezeichnung „mohkisson“ ist von einer der indianischen Sprachen (Algonkinsprache) abgeleitet.

Aufgrund seiner geringen Haltbarkeit wurde der Mokassin immer auf Vorrat angefertigt und es wurde auch mit ihm gehandelt. Zu festlichen Anlässen war es üblich die Mokassins mit Quillarbeit zu verzieren, später auch mit Glasperlen der Siedler. Von diesen wurden im 18. Jahrhundert die ersten Mokassins nach Europa (genauer England) importiert, wo sie bald als Hausschuhe zur Mode wurden.

Im Waldland lebende Indianer trugen Mokassins ohne eine zusätzliche Laufsohle, um bei der Jagd im Wald das nötige Feingefühl für den Untergrund zu haben. Die Mokassins der Indianer im Bergland hingegen, hatten eine zusätzliche Rohlederlaufsohle um den Fuß zu schützen und um die Haltbarkeit der Schuhe zu verlängern.


Modelle

Die Merkmale echter Mokassins sind: Keine separate Brandsohle, kein Schaftfutter, kein extra Absatz, ein das Schuhbild von oben prägendes und mit Kräuseln eingenähtes Mokassinblatt und eventuell eine zusätzlich angenähte Laufsohle. Echte Mokassins werden heute nur noch selten angeboten.

Die üblicherweise angebotenen Mokassins haben häufig einen alltagstauglichen Bodenaufbau. So wird häufig eine zusätzliche Einlegesohle/Brandsohle und bzw. oder eine separate Laufsohle verarbeitet. Bei zusätzlichen Abweichungen vom Original, darf die Bezeichnung Mokassin nicht mehr verwendet werden. Mokassins gibt es sowohl als flache Halbschuhe, knöchelhohe Bootees oder bis unter das Knie reichend (der sogenannte Stiefelmokassin, der um ein angenähtes Stiefelrohr verlängert wird).


Verwendung

Aufgrund der Fertigung der Mokassins aus weichen Schaftledern sind sie zwar besonders anschmiegsam, bieten dem Fuß aber folglich auch keine Führung oder Stütze. Und aufgrund der nicht vorhandenen bzw. nur sehr dünnen Laufsohle, haben die Schuhe auch keine wirksame Auftrittdämpfung. Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sich Mokassins nicht für längere Wegstrecken und auch nicht für bereits geschädigte Füße.

Die mangelhafte Wasserdichtigkeit macht das Modell außerdem zu einem Schönwetterschuh. Mokassins können Barfuß getragen werden und eignen sich auch gut zum Autofahren.

Sein legeres bis sportliches Erscheinungsbild prädestiniert den Schuh für die Freizeit aber zu Geschäftskleidung unpassend - hier markieren Loafer die Grenze an noch tragbarem und halbwegs Formellen Schuhwerk. Siehe auch: Etikette des tragens von Schuhen


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Moonboots

Moonboots sind von dem italienischen Designer Giancarlo Zanatta entworfene Schneestiefel, die optisch jenen Stiefeln ähneln welche 1969 von US-amerikanischen Astronauten bei der ersten Landung auf dem Mond getragen wurden.

Die Stiefel haben eine angeschweißte Kunststoffsohle und bestehen außen aus einem wasserabweisendem Kunststoff - innen sind sie geschäumt oder wattiert.


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Opanken


Ein Paar brauner Opanken
Der (slawisch/keltische) Ausdruck Opanken, bezeichnet absatzlose Schuhe an deren hochgebogener Sohle der Schaft mit einer oft schnabelförmig aufgebogenen Spitze angeflochten wird. Es war das typische Schuhwerk der ländlichen Bevölkerung einiger (süd-)osteuropäischer Völker und zählt als Sommerschuhtyp.

Die Opanke zählt zu einer der Urformen des Schuhs und ist mit dem Bundschuh verwandt.


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Pantoffel


Ein Pantoffel ist eine Fußbekleidung bestehend aus Sohle und Vorderkappe jedoch ohne Fersenteil.


Ursprung und Bezeichnung

Der Ursprung der Bezeichnung stammt von dem französischen „pantoufle“ für Hausschuh. Umgangssprachlich wird der Pantoffel auch Latschen, Puschen oder Schlappen (Deutschland), bzw. in Österreich Patschen, Schlapfen oder Schluffen genannt.


Ursprünglich stammen die Pantoffeln vmtl. aus dem Orient, wo die weichen, meist mit Stickereien und Stempelvergoldungen verzierten Schuhe mit ihrer charakteristisch nach vorne zuspitzten, leicht bauchigen Form als „papusch“ (Fußbekleidung) bezeichnet werden. Entlehnt von dem persischen Wort papusch (pa für „Fuß“ und puschidan für „anziehen“) stammt auch die französische Bezeichnung „babouche“. Das norddeutsche Wort „Puschen“ ist vmtl. von dem polnischen „papuc“ beeinflusst, das ebenfalls von der persischen Bezeichnung abstammt.

Die bisher ältesten Pantoffeln wurden in koptischen Gräbern aus dem 2. bis 8. Jahrhundert entdeckt. Die Fußbekleidung gelangte über Byzanz nach Italien und ist seit dem 15. Jahrhundert auch im restlichen Europa bekannt.

Im 19. Jahrhundert wurden bequeme Hausschuhe als Pantoffeln bezeichnet, obwohl sie ein Fersenteil hatten und somit eigentlich Halbschuhe waren. Auch die Redensart „unter dem Pantoffel stehen“ stammt aus dieser Zeit: Weil bürgerliche Ehefrauen damals eng ans Haus gebunden waren und dort meist Pantoffeln trugen, standen Ehemänner die sich der Dame des Hauses unterordneten unterordneten „unter dem Pantoffel“ und wurden zu „Pantoffelhelden“.


In Japan werden in der Behausung grundsätzlich Hausschuhe getragen, welche beim Betreten der Toilette häufig gegen spezielle Toilettenschuhe gewechselt werden. In Japan sollte eine Wohnung grundsätzlich nicht mit den Straßenschuhen betreten werden.

Als sogenannte Schlosspantoffeln bezeichnet man einballige weite Naturhaarfilzpantoffeln, welche bspw. bei Schlossbesichtigungen zum Schutz der Fußböden über den Straßenschuhen gezogen werden.


Pantolette


Die Pantolette ist ein dem Pantoffel verwandtes Schuhmodell mit Absatz, dessen Schaft ein geschlossenes Vorderteil hat und kein Hinterteil. Die Pantolette ist im Gegensatz zur Pantoffel aber nicht für den innerhäuslichen Bereich, sondern (aufgrund der straßentauglichen Laufsohlen) i.d.R. als sommerliches Schuhwerk für die Straße gedacht.


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